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Frauenpower in der Forschung

Dienstag, 08. Dezember 2015

IPODI – International Post-Doc Initiative

Sabine Ammon
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Sabine Ammon Manon Grube
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Manon Grube Esther Klann
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Esther Klann Minoo Tasbihi
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Ein IPODI Fellowship (International Post-Doc Initiative) bietet Wissenschaftlerinnen nach der Promotion die Möglichkeit, an der TU Berlin zwei Jahre lang an einem eigenen Projekt zu arbeiten. IPODI bietet ihnen außerdem ein Rahmenprogramm und die wissenschaftliche Vernetzung. Bis 2018 verleiht die TU Berlin diese Stipendien an 23 hoch qualifizierte internationale Forscherinnen. „TU intern“ stellt vier von ihnen vor.

www.ipodi.tu-berlin.de


Sabine Ammon: Das Wissen in Bleistiftskizzen

Dr. Sabine Ammon beschäftigt sich mit Skizzen, Modellen und mit sehr abstrakter Theorie: Sie will beschreiben, wie durch architektonische Entwürfe Wissen entsteht. Die IPODI-Wissenschaftlerin, die sowohl Architektur als auch Philosophie studiert hat, arbeitet seit einem Jahr bei Professor Jörg Gleiter am Institut für Architektur im Fachbereich Architekturtheorie. „Durch die Verbindung von Ingenieur- und Geisteswissenschaften ist die TU der ideale Ort für meine Forschung“, freut sich Sabine Ammon. In ihrem Projekt beschreibt die Wissenschaftlerin Entwurfsprozesse theoretisch. Durch Skizzen, Modelle und Bilder entstehe viel Wissen, es sei bloß nicht auf Sprache, sondern auf Bildern gegründet, so Ammon. „Normalerweise heißt es, dass die Ingenieurwissenschaften Wissen nur anwenden. Ich möchte zeigen, dass nicht nur die Naturwissenschaften, sondern auch die Architektur Wissen schafft.“ Bei ihrem Versuch, Entwurfsprozesse theoretisch zu beschreiben, beschäftigt sie sich sowohl mit allgemeinen Konzepten als auch mit Fallbeispielen: „Ich hoffe, dass sich am Ende meines Projekts Theorie und Praxis in der Mitte treffen werden.“


Manon Grube: Rhythmus im Kopf

Was passiert im Innern des Gehirns, wenn wir Rhythmus wahrnehmen? Kann man das von außen messen und durch die Auswertung großer Datenmengen Rückschlüsse auf Vorgänge im Gehirn ziehen? Mehr noch, gibt es einen Zusammenhang zwischen Rhythmuswahrnehmung und Sprachvermögen?

Diese komplexen Fragen stellt sich Dr. Manon Grube in ihrem IPODI-Projekt an der TU Berlin. Sie kommt von der „Medical School“, Newcastle University, UK, wo sie fast zehn Jahre im Bereich der Neurowissenschaft an der Hörwahrnehmung im Gehirn arbeitete, mit besonderem Interesse an Rhythmusverarbeitung.

Entsprechend dem interdisziplinären Charakter ihres Forschungsgebiets arbeitet Dr. Manon Grube mit gleich zwei Mentoren an der TU Berlin zusammen, zum einen mit Prof. Dr. Klaus-Robert Müller vom Fachgebiet Maschinelles Lernen und zum anderen mit Prof. Dr. Stefan Weinzierl, Fachgebiet Audiokommunikation.

„Alles, was wir fühlen, riechen, schmecken, sehen und hören, basiert auf den neuronalen Impulsen, die zwischen 100 Billionen von Nervenzellen hin und her fließen“, sagt Manon Grube. In ihrem Forschungsprojekt wird zum ersten Mal systematisch die Beziehung zwischen Rhythmuswahrnehmung und Sprachvermögen untersucht. Die Testpersonen sind Jugendliche, die sich in der späten Sprachersterwerbsphase befinden, und junge Erwachsene.


Esther Klann: Ins Innere des Körpers schauen

Ist Ihnen schon einmal die Zahnpasta ausgelaufen? Ein inverses Problem wäre es, die Zahnpasta wieder zurück in die Tube zu kriegen.“ Bei inversen Problemen versucht man, von der Wirkung auf die Ursache zu schließen. Dr. Esther Klann, IPODI Fellow an der TU-Berlin, arbeitet in ihrem Forschungsprojekt aber nicht mit Zahnpastatuben, sondern am Computer: Bei ihrem inversen Problem handelt es sich um die Auswertung von Daten aus der Computertomografie.

Die Postdoktorandin, die vorher an der Universität Linz tätig war, forscht seit November 2014 in der Arbeitsgruppe Optimale Steuerung partieller Differentialgleichungen von Prof. Dr. Fredi Tröltzsch. Rund um den Körper misst man die Abschwächung der Röntgenstrahlen und dann wird gerechnet. Hier setzt die Forschung der Mathematikerin an: „Ich möchte nicht nur ein Pixelbild dessen erstellen, was da im Inneren des Körpers ist, sondern darüber hinaus die Kanten – also eine Umrandung der einzelnen Organe und Knochen – sichtbar machen. Mein Traum ist, dass in naher oder ferner Zukunft eines meiner Verfahren in einem Tomografen implementiert sein könnte.“


Minoo Tasbihi: Klimakiller in Alkohol umwandeln

Junior-Professorin Dr. Minoo Tasbihi arbeitet als Gastwissenschaftlerin in der UniCat-Gruppe von Prof. Dr. Reinhard Schomäcker, um mit Hilfe von Licht und Photokatalysatoren aus Kohlendioxid Methanol herzustellen.

Minoo Tasbihi stammt aus Teheran und promovierte auch dort. Ihr neues Projekt umfasst die Präparation und Charakterisierung von Photokatalysatoren und die Konstruktion und Testung eines neuen Photoreaktors. Dazu werden Katalysatoren aus Titandioxid (TiO2), das sich auf verschiedenen Silikaten als Trägermaterial befindet, hergestellt. Diese geträgerten Photokatalysatoren wurden der einfachen Handhabung wegen bisher auf Edelstahl fixiert. Minoo Tasbihi wird in ihren Experimenten die Trägerkatalysatoren auf Glasfasern fixieren. Der große Vorteil der neuen Methode liegt darin, dass Glasfasern transparent sind und somit die Lichtausbeute erhöht werden kann.

Minoo Tasbihi ist Spezialistin für die Synthese von Trägerkatalysatoren. Auf diesem Gebiet kann sie mit den UniCat-Gruppen der Professoren Matthias Drieß und Arne Thomas kooperieren. Bei der Konstruktion und Testung der Photoreaktoren kann sie auf Vorarbeiten der Professoren Reinhard Schomäcker und Michael Schwarze zurückgreifen.


Texte: Patricia Pätzold, Friederike Meier, Christiane Petersen, Martin Penno

"TU intern" Dezember 2015

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