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TU Berlin

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Forschung

Das Risiko der Online-Fahndung

Freitag, 16. Januar 2015

Eigentlich will man ja der Polizei helfen und verbreitet mal flugs per Mausklick einen Fahndungsaufruf über seine eigene Facebook-Seite. Doch Achtung! Man könnte sich selbst strafbar machen, wenn sich beispielsweise nach Ablauf der Fahndung der Aufruf nicht löschen lässt, weil Facebook dies nicht zulässt. Die Warnung entstammt einem Gutachten zu Vor- und Nachteilen der Öffentlichkeitsfahndung in sozialen Netzen, das Medienwissenschaftler in der „Social Media Think Unit“ am Institut für Sprache und Kommunikation der TU Berlin im Auftrag des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommerns erstellt haben. Es soll der Neuformulierung der Rechtsgrundlagen für die Öffentlichkeitsfahndung in sozialen Netzen zugrunde gelegt werden.

Neben konkreten Regeln und Vorgaben zur Weiterverbreitung von Justizinformationen durch News-Seiten, Online-Zeitungen, Weblogs et cetera empfiehlt die Studie unter anderem auch eine Deaktivierung der Kommentarfunktion, sofern diese durch das jeweilige soziale Netzwerk zur Verfügung gestellt wird. Diese berge viele weitere Risiken des Missbrauchs. Nutzen und Risiken solcher Fahndungsmethoden müssten in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen, fordern die Wissenschaftler. Zudem sollten Fahndungsdaten nur auf polizeieigenen Servern gespeichert werden. Lediglich ein Link sollte in sozialen Netzen veröffentlicht werden, der auf die offizielle Fahndungswebseite der Polizei verweist. Der Forschungsbericht „Online-Fahndung in sozialen Netzwerken“ wurde herausgegeben von Dipl.-Medienberater Stephan Frühwirt und Johanna Lange, M. A.

http://smtu-berlin.de/publikationen

pp "TU intern" Januar 2015

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