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Innenansichten

Gute Arbeit – gute Laune

Freitag, 16. Januar 2015

Andrea Scherz und Daniela Siefert, Personalteam II T 4
Lupe

63-mal Lob. 63-mal Anerkennung für ein Höchstmaß an Professionalität und Engagement, für Leidenschaft und Hingabe, für Zuverlässigkeit, Kompetenz, Kreativität, Freundlichkeit und hervorragenden Service bei ihrer Arbeit. Und dies sind längst nicht alle Attribute, mit denen Andrea Scherz (48) und Daniela Siefert (48) von 50 Professorinnen und Professoren sowie 13 Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik bedacht und für den Preis „Wir sind TU Berlin“ vorgeschlagen worden sind.

Andrea Scherz und Daniela Siefert freuen sich sehr über den Preis, vor allem, so sagen sie, weil dadurch Leistung auch einmal öffentlich gewürdigt werde. „Wenn man immer darauf bedacht ist, dass die einzustellenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rundherum zufrieden sind, nahezu alles möglich macht und einem keine Überstunde zu viel ist, ist eine solche Auszeichnung einfach auch mal schön.“

Von den eigenen Kollegen im Personalteam, das für alle Personalfragen der Fakultät IV von der Einstellung bis zum Ruhestand zuständig ist, werden sie liebevoll-ironisch „unser altes Ehepaar“ genannt. „Besonders, wenn wir uns mal wieder streiten“, sagt Andrea Scherz lachend. Das können die beiden offenbar so perfekt, dass ihre langjährige, enge Freundschaft davon völlig unberührt bleibt.

Seit 1986, als sie ihr Fachschulstudium für Verwaltungsrecht begannen, kennen sich die beiden Berlinerinnen. Als Daniela Siefert den Absprung aus dem Bezirksamt Neukölln geschafft hatte, um beruflich nicht als Sachbearbeiterin im Sozialamt zu enden, und an der TU Berlin in der Personalstelle begonnen hatte, verloren sie sich zwar für kurze Zeit aus den Augen, aber ein flüchtiges Treffen in der U-Bahn 1991 führte sie wieder zusammen. Daniela Siefert rief ihrer Freundin beim Aussteigen zu: „Bewirb dich an der Uni!“ Seither arbeiten sie wieder zusammen.

Ihr Verhältnis sei schon außergewöhnlich, betonen beide. Sie hätten nicht nur die gleiche Arbeits- und Lebenseinstellung und den gleichen Humor, sie vertrauten sich auch bedingungslos.

Dass sie den Servicegedanken in der Verwaltung „mustergültig verkörpern“, wie die Preis-Jury ihre Wahl begründete, ist nicht übertrieben, wenn man erfährt, dass Andrea Scherz zwischen Weihnachten und Neujahr bei ihrer eigenen privaten Krankenkasse nach einem Ansprechpartner für einen aus dem Ausland gekommenen Hochschullehrer suchte, der ein spezielles Problem mit der Krankenversicherung hatte.

Auf die Frage, was sie beruflich antreibt, haben die sportbegeisterten Frauen, die eine treibt regelmäßig Yoga, die andere joggt, eine sehr pragmatische Antwort: Gute Arbeit zu leisten mache einfach gute Laune. „Wer will denn schon bei den Kolleginnen als ,Schnarchnase‘ verschrien sein – wir nicht.“

Allerdings gestehen sie auch, dass sich der Servicegedanke im Laufe der Jahre bei ihnen erst entwickelt hat. Aber es sei auch einfacher geworden, ihn zu praktizieren, weil das Statusgebaren der Professorinnen und Professoren zurückgetreten sei hinter einem Miteinander auf Augenhöhe.

Über sich selbst zu reden, das machen beide zurückhaltend, aber selbstbewusst. Ja, sie haben keine Angst, den Mund aufzumachen, um Probleme anzusprechen, und nein, die Opferrolle liege ihnen nicht. Als sie einmal so frustriert waren und sich heulend gegenübersaßen, war ihnen schnell klar: Entweder schieben wir bis ans Ende unserer Tage Frust oder wir tun etwas, um Dinge zu ändern. Sie entschieden sich für Letzteres: Andrea Scherz engagiert sich im Akademischen Senat; Daniela Siefert im Personalrat.

Das Geld übrigens, mit dem der Preis dotiert ist, stecken sie sich nicht in die eigene Tasche, sondern teilen es mit den anderen vier Kolleginnen. Schließlich sei man ein Team.

Sybille Nitsche "TU intern" Januar 2015

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