direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Menschen

Abenteuer Bildung rund um die Welt

Montag, 09. Mai 2011

Warum sich hoher Einsatz im Studium lohnt – drei Erwin-Stephan-Preisträger erzählen

Die TU-Partneruniversität Dongseo University liegt mitten im südkoreanischen Busan
Lupe

„Das erste Praktikum an der North Eastern University in den USA habe ich bereits in den zwei Monaten vor Beginn des Studiums absolviert. Das zweite, an der Bundesanstalt für Materialforschung und Prüfung hier in Berlin, in der vorlesungsfreien Zeit nach zwei Semestern“, sagt David Rosin. Bei der Geschwindigkeit ist es nicht verwunderlich, dass der Physik-Absolvent nur sechs Semester für sein Studium gebraucht hat und so zum ersten Bachelor im Studiengang Physik an der TU Berlin wurde.

Für diese Leistung wurde David Rosin mit fünf weiteren Kommilitonen im März 2011 mit dem Erwin-Stephan-Preis der TU Berlin für gutes und schnelles Studium ausgezeichnet, der ihm einen weiteren Auslandsaufenthalt erleichtern soll.

Auch Ilka Wagner, Diplom-Ingenieurin der Biotechnologie, hat ihr Studium in einer Rekordzeit von nur sieben Semestern abgeschlossen und dabei noch eine wichtige Auslandserfahrung gemacht. Sie nahm am Dual-Degree-Programm der TU Berlin mit Südkorea teil, war ein Jahr lang in dem asiatischen Land, mitfinanziert auch durch ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, und erwarb so nicht nur das deutsche Diplom, sondern auch den koreanischen Master. „Die Zeit in Korea hat mich, neben den Lehrveranstaltungen, persönlich und kulturell ungemein bereichert und mir sehr viel Spaß gemacht“, erzählt sie rückblickend. Inzwischen sitzt sie bereits an ihrer Doktorarbeit in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Roland Lauster an der TU Berlin. Sie will ein miniaturisiertes menschliches Hautmodell entwickeln. Es soll zunächst mit künstlichen Blutgefäßen versehen und danach mit einem Lebermodell verbunden werden. Insgesamt soll die Biochemie des menschlichen Organismus simuliert werden, damit Arzneimittel und Kosmetika künftig ohne Tierversuche geprüft werden können. Das Erwin-Stephan-Preisgeld ist auch schon verplant. Es soll einen Gastaufenthalt in China unterstützen, wo Ilka Wagner im Peking-Institut Gespräche für einen Kooperationsaufbau führen und anschließend den „Asian Congress for Biotechnology“ in Schanghai besuchen sowie noch eine Woche in der „Chinese Academy of Sciences“ in Peking verbringen will.

TU-Vizepräsidentin Gabriele Wendorf überreicht den Erwin-Stephan-Preis an Marian Mischke
Lupe

Marian Mischke schloss sein Diplomstudium im Technischen Umweltschutz innerhalb von zehn Semestern ab und leistete der Kriminaltechnik dabei bereits einen großen Dienst. Er entwickelte für das Landeskriminalamt ein neues Analyseverfahren, mit dem sowohl sehr geringe als auch sehr hohe Schadstoffkonzentrationen komfortabel gemessen und bewertet werden können. Das ist vor allem wichtig bei der Untersuchung von Brandherden oder anderen Großschadensereignissen.

Marian Mischke ist inzwischen beim Landesamt für Arbeitsschutz in Brandenburg beschäftigt und bereitet sich auf den höheren Dienst in der Arbeitsschutzverwaltung vor. In diesem Rahmen will er auch das Preisgeld verwenden. Er befasst sich mit der Auswirkung von optischen Strahlungen und elektromagnetischen Feldern auf Beschäftigte und wird dafür an der TU Graz in Österreich am Institut für Health Care Engineering hospitieren, dem die Europaprüfstelle für Medizinprodukte angeschlossen ist.

David Rosin, der junge Physiker, ist schon wieder in den USA, an der Duke University in North Carolina, wo er seine Masterarbeit in Angriff genommen hat. Die Forscher zu Hause, aus dem TU-Sonderforschungsbereich 910, unterstützen ihn durch Videotelefonie-Schaltungen. Den Gutachter dort, Professor Daniel Gauthier, hatte er bereits 2009 auf einer physikalischen Tagung im Max-Planck-Institut Dresden getroffen und mit ihm Details über einen möglichen Aufenthalt in dessen Arbeitsgruppe besprochen. „Ich bin ein Mensch, der gern in die Zukunft plant“, sagt David Rosin. „Jetzt denke ich darüber nach, meinem Auslandsaufenthalt eine Doktorarbeit anzuschließen, in Kooperation mit beiden Arbeitsgruppen, der AG Schöll aus dem Sonderforschungsbereich 910 und derjenigen von Daniel Gauthier in den USA.“ Der Plan scheint gut, die besten Voraussetzungen, Fleiß und Zielstrebigkeit, sind jedenfalls gegeben, nicht nur bei ihm, sondern auch bei allen anderen Preisträgern.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 5/2011

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.