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TU Berlin

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Menschen

Außergewöhnliches Potenzial

Montag, 13. Oktober 2008

TU-Mathematikstudentin Julia Ruscher erhält den Future Victress Award

Die VICTRESS-Preisträgerinnen in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom:
Die VICTRESS-Preisträgerinnen in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom: (v. l.) Julia Ruscher (Future Award), Tina Müller (Corporate Award), Veronica Ferres (Charity Award), Karin Heumann (Role Model Award) und Nina Hoss (Social Impact Award)
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Jedes Jahr wird der "Future Victress Award" an eine junge Frau im Alter bis zu 21 Jahren verliehen, deren außergewöhnliches Potenzial schon jetzt sichtbar ist und die mit ihren Fähigkeiten und ihrem Leistungswillen die Zukunft mitgestalten wird. Auf dem "VICTRESS DAY 08" am 4. September 2008 in Berlin erhielt die gebürtige Oranienburgerin Julia Ruscher diesen Preis. Sie ist TU-Mathematikstudentin im vierten Semester und schreibt bereits an ihrer Diplomarbeit auf dem Gebiet der Stochastik.

Die VICTRESS Initiative e.V. zeichnet jährlich herausragende Frauen aus Wirtschaft, Politik und Medien mit VICTRESS-Awards in verschiedenen Kategorien aus. Bei der abendlichen Gala in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom am 4. September wurden neben der TU-Studentin unter anderem zwei Mitglieder der deutschen Schauspielerinnen-Elite, Veronica Ferres und Nina Hoss, für herausragendes Engagement sowie Deutschlands einziges weibliches Vorstandsmitglied in der Werbebranche, Karin Heumann, ausgezeichnet. Der VICTRESS DAY steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos.
Julia Ruscher erforscht in ihrer Diplomarbeit sogenannte "Fleming-Viot-Superprozesse". Mithilfe solcher Prozesse modellieren Mathematiker vom Zufall gesteuerte (genetische) Entwicklungen von Populationen.

Schon als Schülerin gewann sie dreimal in Folge den "Bundeswettbewerb Mathematik", nahm an der "Deutschen Mathematikolympiade" teil und gewann ein einmonatiges Stipendium am renommierten Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel.

Die nächsten Schritte ihrer Karriere stehen bereits fest. So ist sie ab Oktober 2008 Stipendiatin der Berlin Mathematical School (BMS). TU-Professor Günter M. Ziegler freut sich über die brillante Studentin: "Natürlich würde ich am liebsten sagen, dass Julia Ruscher eine ganz typische BMS-Studentin ist, jung, aktiv, brillant, mit ganz großem Potenzial. Obwohl wir auf alle unsere Studierenden wirklich stolz sein können, ragt Julia Ruscher eben doch noch besonders hervor. Ich gratuliere ihr von ganzem Herzen!"

Nach der Preisverleihung reist Julia Ruscher erst einmal drei Wochen in die USA. Denn auch dort ist man bereits auf ihre mathematischen Fähigkeiten aufmerksam geworden. Der Leiter des Microsoft Research Lab in Redmond, Yuval Peres, hat sie eingeladen, mit seinem Team zusammen vor Ort an stochastischen Modellen zu forschen.

Dr. Katharina Skutella, Institut für Mathematik / Quelle: "TU intern", 10/2008

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