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TU Berlin

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Internationales

Internationale Vielfalt besser nutzen

Montag, 19. Mai 2008

Untersuchung der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik zur Situation ihrer ausländischen Studierenden

Internationales Flair an der TU Berlin
Internationales Flair: 5806 junge Frauen und Männer aus 137 Ländern studieren derzeit an der TU Berlin
Lupe

"Oft wird über ‚die ausländischen Studierenden’ geredet. Doch Studierende aus den USA haben einen völlig anderen wissenschaftlichen Hintergrund und ein völlig anders geartetes Interesse als Studierende aus Frankreich. Diese unterscheiden sich deutlich von den Studierenden aus China oder Indien, deren Hintergrund und Interesse wiederum völlig unterschiedlich ist zu dem von Studierenden aus Äthiopien, dem Kongo oder Eritrea", sagt Dr.-Ing. Nazir Peroz, Leiter des Zentrums für internationale und interkulturelle Kommunikation (ZiiK) sowie des Bereichs Informatik und Entwicklungsländer. Um eine Grundlage zu haben für den Entwurf von länderspezifischen Konzepten für das Studium, führte er mit Unterstützung von Verwaltung und Fachmentoren eine Untersuchung an der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik durch.

Zuletzt war 1992 eine ähnliche Befragung durchgeführt worden. Rund 1200 ausländische Studierende sind derzeit in der Fakultät eingeschrieben. Fast 80 Prozent bestreiten ihren Lebensunterhalt durch Arbeit neben dem Studium, ein Teil davon fachbezogen. Kontakt haben die meisten eher zum Tutor und zu den Fachmentoren als zum Professor. Immerhin 31 Prozent besitzen bereits einen Hochschulabschluss aus ihrem Heimatland. Dennoch bereitete es rund 30 Prozent erhebliche Schwierigkeiten, das Studium fachlich zu organisieren. Doch in Deutschland gefällt es den meisten. 41 Prozent der Befragten möchten später gern in Deutschland arbeiten, ein gutes Drittel in ihrem Heimatland, die anderen können sich auch vorstellen, in einem anderen Land innerhalb der EU zu arbeiten. Rund 300 Fragebögen waren im Sommer 2007 in ausgewählten Lehrveranstaltungen ausgeteilt worden. Gefragt wurde nach Details aus fünf verschiedenen Lebensbereichen: nach Persönlichem, nach studienrelevanten Ereignissen, Kontakten, Finanzierung des Studiums und nach Zukunftsplänen.

"Die Ergebnisse sollen Grundlage für eine neue Internationalisierungsstrategie des Studiums in der Fakultät IV sein", sagt Peroz. "Es wäre angebracht, dass für jede der einzelnen Zielgruppen differenzierte, länderspezifische Programme und Projekte konzipiert und umgesetzt werden", meint Peroz. "Nicht nur die Fakultät IV, sondern die gesamte TU Berlin könnte dann mehr von den ausländischen Studierenden und ihrem Wissen profitieren. Solche Konzepte können die internationalen Beziehungen in Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft ausbauen und festigen." Ein Konzept zur Integration Studierender aus "Armen Ländern" ist bereits in Arbeit. Ein Strategieplan solle dann erkennbar machen, mit welchen Ländern Deutschland und auch die TU Berlin wissenschaftlich und wirtschaftlich zusammenarbeiten möchten. Er halte es für richtig, mehr Studierende aus den afrikanischen Ländern anzuwerben, da hier ein erhebliches wissenschaftliches und wirtschaftliches Potenzial im Hinblick auf internationale Entwicklungszusammenarbeit liege.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 5/2008

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