direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Innenansichten

Lehre, die Freude macht

Freitag, 11. Oktober 2013

Freundesgesellschaft der TU Berlin vergibt Preis für vorbildliche Lehre

„Ich profitiere von den Studierenden genau wie sie von mir.“ -Prof. Dr. Bénédicte Savoy
Lupe

Bereits zum vierten Mal verleiht die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin den Preis für vorbildliche Lehre. In diesem Jahr geht er an zwei Professorinnen aus der Fakultät I Geisteswissenschaften. Die Preisträgerinnen Prof. Dr. Bénédicte Savoy aus dem Fachgebiet Kunstgeschichte und Prof. Dr. Simone Knab aus dem Fachgebiet Fachdidaktik Arbeitslehre teilen sich den mit 4000 Euro dotierten Preis. Das Preisgeld soll für die Lehre eingesetzt werden. Die feierliche Verleihung findet zum Erstsemestertag am 21. Oktober im Audimax statt.

„Lehre, die Freude macht, und zwar auf beiden Seiten des Pults“, erklärt die TU-Professorin Bénédicte Savoy auf die Frage, was vorbildliche Lehre für sie bedeutet. Das Bedürfnis, etwas kennenzulernen und zu verstehen, entstehe durch die Freude am Gegenstand. Prof. Dr. Bénédicte Savoy, geboren 1972, hat an der École Normale Supérieure in Paris Germanistik studiert. Im Jahr 1994 erhielt sie mit einer Arbeit über Anselm Kiefer ihren Magisterabschluss. Zum Ende der 90er-Jahre zog sie nach Berlin und arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centre Marc Bloch sowie als Lehrbeauftragte an der TU Berlin und an der FU Berlin. Ihre Promotion über den französischen Kunstraub in Deutschland um 1800 beendete sie 2000. Von 2003 bis März 2009 war sie an der TU Berlin Juniorprofessorin und geschäftsführende Direktorin. Seit April 2009 hat sie die Professur für Kunstgeschichte am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der TU Berlin inne. Der Kunsthistorikerin ist es wichtig, dass die Studierenden experimentieren und selbst zu Forschenden werden. Sie sagt: „So lernen sie mehr als Prüfungswissen, sie lernen eigenständiges Handeln und Denken.“ Den neuen Studierenden gibt sie zum Studienstart mit auf den Weg: „Begeistert euch, seid neugierig und skeptisch! Bleibt in Bewegung und lernt die TU Berlin zu schätzen, so wie ich sie schätze!“

Die ebenfalls mit dem Preis für vorbildliche Lehre ausgezeichnete Prof. Dr. Simone Knab, Jahrgang 1963, absolvierte 1993 ihr Staatsexamen in Ästhetischer Erziehung, Kunst und Kulturwissenschaften an der Universität der Künste und in Arbeitslehre an der TU Berlin. Nach dem Referendariat konnte sie 1996 bis 2002 umfangreiche didaktische Erfahrungen an verschiedenen Schulen in Berlin und anderen Bundesländern sammeln. Anschließend kam sie zurück an ihre Alma Mater. Von 2002 bis 2007 war sie am Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre wissenschaftliche Mitarbeiterin. Im Jahr 2007 schloss sie ihre Promotion über Schülerfirmen als handlungsorientierte Lernform in Schulen ab. Seit Juni diesen Jahres ist sie im Rahmen einer Gastprofessur Leiterin des TU-Fachgebietes Fachdidaktik Arbeitslehre. Für TU-Professorin Simone Knab zeichnet sich vorbildliche Lehre durch großes Engagement und Motivation des Hochschullehrers aus. „Der Lehrende muss ,brennen‘ für das, was er lehrt.“ Die Begeisterung des Dozenten sei möglicherweise die Voraussetzung für gute Lehre, allerdings sei sie kein Garant dafür. Lehrmethoden und -medien sollten inhaltsbezogen und lerngruppenspezifisch kombiniert werden. Als weitere Aspekte seien zu berücksichtigen: „Authenzität, vorbildliches Agieren und das Schaffen von Lernanlässen, die sich im wechselseitigen Theorie-Praxis-Kontext bewegen“, erläutert die Fachdidaktikerin. Die Studierenden sollen so Erlerntes in der Anwendung erfahren, analysieren und erproben können. „Auf jeden Fall gehören zu vorbildlicher Lehre viel Erfahrung, Fachkompetenz, Kreativität und Empathie. Außerdem muss man erkennen, wo die ein oder andere Komponente stärker oder weniger stark dosiert werden muss oder wo ein traditioneller Weg einmal verlassen werden sollte“, so Simone Knab.

Bei der Wahl waren die Studierenden gefragt: Ihre Lehrevaluationsbögen aus vier Semestern wurden durch das Strategische Controlling in Kooperation mit der Fakultät I ausgewertet. Gemeinsam mit der Jury ermittelte man daraus die beliebtesten Lehrveranstaltungen. Per Online-Befragung stimmten die Studierenden dann über ihre Favoriten ab und kürten so die beiden Preisträgerinnen. Zur Preisjury gehören der Vorsitzende der Gesellschaft von Freunden e. V. Prof. Dr.-Ing. Bernd Hillemeier sowie sein Stellvertreter Prof. Dr.-Ing. Jürgen Starnick, der Vizepräsident für Lehre und Studium Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß, von Fakultät I der Studiendekan Prof. Dr. Wolfgang König, Sascha Kubath und Axel Köhler (Evaluationsbeauftragte) sowie drei Studierende und zwei Promovenden.

Jana Bialluch / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2013

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.