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TU Berlin

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Alumni

"Grüne Chemie" für die Pharmazie

Donnerstag, 14. Juli 2011

EXIST-Projekt stellt mit nachhaltigen Methoden Feinchemikalien her

Sonja Jost
Die Projektleiterin Sonja Jost im Labor an der Glovebox
Lupe

Die Preise für Antibiotika und Virostatika könnten fallen und damit Krankenkassen sowie Patienten finanziell entlasten, ließen sich die bislang sehr teuren Feinchemikalien für diese Medikamente günstiger herstellen. Damit beschäftigt sich ein Team am TU-Institut für Chemie. Mit Hilfe eines neuartigen Verfahrens wollen Sonja Jost und ihre vier Kolleginnen und Kollegen Regina Böttcher, Martin Rahmel, Anita Royal und Dr. Axel Wessolowski die Produktion von Feinchemikalien optimieren. Nachhaltigkeit sei dabei das Schlagwort, sagt Jost und erklärt das Vorhaben: "Eine Katalysatorreaktion in Wasser ist nicht nur kostengünstiger, sondern auch umweltschonend, da wesentlich weniger Chemieabfälle entstehen." Bislang wird bei der Herstellung bestimmter chemischer Rohstoffe oft auf umweltgefährdende oder -schädigende und teure Lösungsmittel für die Katalyse zurückgegriffen. Darauf, dass die Katalyse in wässrigen Systemen funktionieren könnte, kam Sonja Jost während der Forschungen im Zuge ihrer Dissertation. "Die Idee, nur mit Wasser und einigen harmlosen Zusätzen umweltschonend zu produzieren, erschien mir auf einen industriellen Maßstab übertragbar. Diese Form der kostengünstigen Herstellung von Feinchemikalien hat das Potenzial zu etwas ganz Großem!"

Unterstützt wird das Team durch seinen Mentor Prof. Dr. Peter Strasser aus dem TU-Fachgebiet Technische Chemie.

Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie glaubt an den Erfolg und fördert das Team im Rahmen des Exist-Forschungstransfer-Programms. Innerhalb von 18 Monaten soll gezeigt werden, dass das Vorhaben tatsächlich realisierbar ist. Am Ende der erfolgreichen Entwicklung ist eine Ausgründung geplant. "Potenzieller Abnehmer ist die pharmazeutische Industrie", sagt Teammitglied Dr. Axel Wessolowski, der bereits selbst auf dem Gebiet der Antibiotika geforscht hat. "Vor dem Hintergrund steigender Zahlen antibiotikaresistenter Bakterien ist die Neuentwicklung dieser Medikamente ein wichtiges Thema. Und was wäre besser, als wenn dies zusätzlich auch noch kostengünstiger und ,grüner‘ geschehen kann?"

tui / Quelle: "TU intern", 7/2011

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