TU Berlin

2015: Neil MacGregorMedienbrief zur Veranstaltung

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Medienbrief zur Veranstaltung

Die Technische Universität Berlin

Die TU Berlin ist die drittgrößte technische Universität in Deutschland. Ihr Hauptcampus liegt im Herzen der deutschen Hauptstadt. Rund 32.000 junge Menschen aus über 130 Ländern studieren an ihr. Ein Drittel davon sind Frauen. An der TU Berlin gibt es Natur- und Technikwissenschaften, Planungs-, Wirtschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften und mehr als 100 Studiengänge für Bachelor- und Masterabschlüsse. Das jüngste  „QS World University Ranking“ bescheinigt ihr jeweils einen Platz unter den TOP 50 weltweit für die Elektrotechnik, den Maschinenbau und die Mathematik. Auch in der deutschen Exzellenzinitiative war sie mit Projekten in der Chemie und Mathematik sehr erfolgreich.

Die Wurzeln der TU Berlin und ihrer Vorgängereinrichtungen reichen bis in die Zeit König Friedrichs II. zurück. 1899 unterstrich Kaiser Wilhelm II. persönlich die hohe Bedeutung der Technikwissenschaften. Im Lichthof der Königlich Technischen Hochschule zu Berlin, der heutigen TU Berlin, sprach er den technischen Hochschulen Preußens als ersten im Deutschen Reich das Recht zu, den Doktortitel zu verleihen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts brachte die Hochschule etliche Nobelpreisträger hervor wie Carl Bosch, Fritz Haber oder Gustav Hertz. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde mit einer Neueröffnung im Jahr 1946 als „Technische Universität Berlin“ bewusst ein Bruch mit der NS-Vergangenheit herbeigeführt und demonstriert. Mitbegründer waren die Briten, da die Universität sich im britischen Sektor von Berlin befand.

Die Universität ist weltweit vernetzt und eine gefragte Kooperationspartnerin. Allein 179 Millionen Euro fließen von Förderinstitutionen in ihre Forschung. Damit ist sie seit Jahren unter den TOP 10 der deutschen Universitäten (ohne medizinische Einrichtungen). Ihre Initiativen zu Ausgründungen und Start-ups sind bundesweit vorbildlich. So etablierte sie in den 80er-Jahren das erste Gründungszentrum in Deutschland. Heute trägt sie maßgeblich zum Erfolg Berlins als sehr erfolgreiche Gründungsmetropole bei. www.tu-berlin.de/?id=13

Berühmte Alumni der TU Berlin

  • Adolf Slaby (1849–1913) wurde 1882 Professor für Theoretische Maschinenlehre und Elektrotechnik an der TH Berlin und war 1894/95 ihr Rektor. Er forschte auf dem Gebiet der drahtlosen Telegrafie. Auf ihn geht der Beginn der industriellen Verwertung der „Funkentelegrafie“ zurück.
  • Georg Schlesinger (1874–1949) studierte an der TH Berlin und übernahm 1904 den an der TH Berlin neu gegründeten Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetriebe. Schlesinger gilt als der Begründer der modernen Fabrikorganisation.
  • Hans Geiger (1882–1945) war Direktor des physikalischen Instituts der TH Berlin. Zusammen mit seinem Mitarbeiter Walter Müller erfand er das Geiger-Müller-Zählrohr, mit dem man nicht nur radioaktive Teilchen messen, sondern auch deren Energie bestimmen kann.
  • Hans Scharoun (1893–1972) studierte an der TH Berlin Architektur und lehrte an der TU Berlin Städtebau. Mit der Berliner Philharmonie schuf er ein internationales Meisterwerk der Architektur.
  • Walter Höllerer (1922–2003) wurde als Professor für Literaturwissenschaft an die TU Berlin berufen. Zugleich war er Dichter, Herausgeber literarischer Zeitschriften und Gründer des Literarischen Colloquiums Berlin. Er schlug zwischen den Geistes-, Technik- und Naturwissenschaften der TU Berlin eine Brücke.  
  • Ernst Ruska (1906–1988) erhielt für die Entwicklung des ersten Elektronenmikroskops 1988 den Nobelpreis für Physik. Er hatte an der TH Berlin studiert und seit 1949 an der TU Berlin gelehrt.  
  • Konrad Zuse (1910–1995) studierte an der TH Berlin und entwickelte die erste prozessgesteuerte Rechenmaschine der Welt. Damit wurde das Zeitalter des Computers eingeleitet.

Der Präsident

Die TU Berlin wird durch das Präsidium geleitet. Es besteht aus dem Präsidenten, drei Vizepräsidenten (zuständig für Forschung, Berufungen und Nachwuchsförderung, für Studium und Lehre, für Internationales und Lehrkräftebildung) sowie der Kanzlerin Prof. Dr. Ulrike Gutheil, die den Finanz- und Personalhaushalt der Universität führt. Präsident ist der Physiker Prof. Dr. Christian Thomsen. Er studierte in Tübingen, promovierte an der Brown University in Providence/Rhode Island/USA, habilitierte sich an der TU München und war anschließend als Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Festkörperphysik in Stuttgart tätig. Seit 1994 ist er Professor für Festkörperphysik an der TU Berlin. Christian Thomsen kann auf mehr als 500 Publikationen in anerkannten wissenschaftlichen Zeitschriften verweisen sowie mit 12.000 Zitaten auf einen sogenannten „Hirschfaktor“ von 57. Der „Hirschfaktor“ ist die Kennzahl für das weltweite Ansehen eines Wissenschaftlers in Fachkreisen. Im April 2014 wurde er zum Präsidenten der TU Berlin gewählt.

Die Queen’s Lecture

Anlässlich ihres ersten Staatsbesuches 1965 rief Königin Elizabeth II. die Vortragsreihe „Queen’s Lecture“ ins Leben. Es war ein Geschenk der Briten an die Stadt Berlin. Jährlich sollte ein renommierter britischer Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin einen Vortrag über ein aktuelles Thema halten. Zunächst fanden die Vorträge an verschiedenen Orten in Berlin statt. Seit 1997 ist die „Queen’s Lecture“ an der TU Berlin angesiedelt. Seither ist die Vortragsreihe zu wirtschaftlichen, kulturellen oder naturwissenschaftlichen Themen, die regelmäßig bis zu 2000 Besucher anzieht, fester Bestandteil des kulturellen, akademischen Programms nicht nur der TU Berlin, sondern der gesamten Stadt. Sie wird gemeinsam organisiert von der TU Berlin, der Britischen Botschaft und dem British Council. www.tu-berlin.de/queenslecture

Das Collegium Musicum Berlin

Das Collegium Musicum ist eine Einrichtung der beiden Berliner Universitäten Freie Universität Berlin und Technische Universität Berlin. Es besteht aus fünf Ensembles: Großer Chor, Kammerchor, Sinfonieorchester, Kleines Sinfonisches Orchester und Uni Bigband Berlin. Die Mitglieder, gegenwärtig etwa 500 Personen, sind Studierende aller Fachrichtungen, die sich in ihrer Freizeit der Musik widmen. Geprobt wird für die Aufführungen zum Semesterende unter anderem in der Berliner Philharmonie. www.collegium-musicum-berlin.de

Die Künstlerische Leiterin und Dirigentin

Donka Miteva ist seit Oktober 2011 die Künstlerische Leiterin und Dirigentin vom Collegium Musicum Berlin. Die in Sofia/Bulgarien geborene Musikerin studierte in Sofia und Düsseldorf Chor- und Orchesterleitung, besuchte zahlreiche internationale Meisterkurse und war von 2007 bis 2011 als Chordirektorin und Kapellmeisterin der Städtischen Bühnen Münster tätig. Sie wurde in den vergangenen Jahren mit international renommierten Preisen für Dirigenten und Chordirigenten ausgezeichnet, unter anderem in St. Petersburg, in Varna und Bukarest. www.donkamiteva.com

Die studentischen Projekte:

Der NAO-Roboter         
Der humanoide NAO-Roboter wird am DAI-Labor der TU Berlin genutzt. Das Labor beschäftigt sich unter anderem mit der Entwicklung von intelligenten Lösungen für IT-Probleme und gehört zur Fakultät Elektrotechnik und Informatik der TU Berlin. Sie ist eine der größten Fakultäten deutschlandweit, die sich mit Informationstechnologien beschäftigen, und rangiert im Vergleich der Spitzenleistungen weltweit auf Platz 44, in Deutschland auf Platz 2. Den Roboter, der in seiner Bauform dem Menschen ähnelt und deshalb „humanoid“ genannt wird, nutzt das DAI-Labor, um Roboter zu entwickeln und zu erproben. Eine Herausforderung ist zum Beispiel das Laufen auf zwei Beinen, das Halten des Gleichgewichts, Informationsverarbeitung und physische, akustische oder non-verbale Interaktion mit dem Menschen – generell die Simulation intelligenten Verhaltens. Viele Probleme der ‚großen‘ Roboter treten bereits im verkleinerten Maßstab auf, lassen sich aber mit geringerem Aufwand und geringeren Gefahren entwickeln. Diese Roboter werden auch in Studentenprojekten eingesetzt, die an internationalen Wettbewerben wie Fußballturnieren teilnehmen und dabei selbstständig agieren. www.dai-labor.de

Die Ballkamera:
Die „Panono Camera“ ist die weltweit erste Ballkamera für Panoramafotografie. Sie hält die komplette Umgebung auf schnelle und einfache Art fest – alle rund um den Ball angeordneten 36 Einzelkameras lösen simultan aus und produzieren ein komplettes Kugelpanorama 360° x 360 °. Selbstporträts, sogenannte „Selfies“, sind einer der größten Trends in der Fotografie der vergangenen Jahre. Die Panono Camera ermöglicht es, schnelle und einfache einzigartige „Selfies“ zu machen und dabei sich selbst und auch seine gesamte Umgebung festzuhalten. Der Gründer des Start-ups und damalige TU-Student Jonas Pfeil hatte die Idee während eines Urlaubs im Südpazifik, wo er darüber nachdachte, wie Panorama-Aufnahmen aus der Luft zu machen seien. Zurück an der TU Berlin forschte er im Rahmen seiner Diplomarbeit an dieser Idee und entwickelte den Prototypen der Panono Camera. Ein im Jahr 2011 veröffentlichtes YouTube-Video wurde in kürzester Zeit über drei Millionen Mal angeklickt. Zusammen mit zwei Mitstreitern gründete er 2012 die Panono GmbH, um die inzwischen zum Patent angemeldete Kamera und damit zusammenhängende Software weiterzuentwickeln. www.panono.com

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