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TU Berlin

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Veranstaltungskalender der TU Berlin

Donnerstag, 08.11.2018

Berliner Physikalisches Kolloquium im Magnus-Haus

Art der Veranstaltung:
Vortragsreihe, -programm, Veranstaltungsreihe
Beschreibung:

Öffentliche Vortragsreihe der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin e.V. zu spannenden Themen der aktuellen Forschung.

8. November 2018
Topologische Photonik
Prof. Dr. Alexander Szameit, Experimentelle Festkörperoptik, Institut für Physik, Universität Rostock

Im Bereich der Photonik hat sich Topologie als abstrakter, aber überraschend nützlicher neuer Freiheitsgrad etabliert, mit dem Licht nahezu beliebig kontrolliert werden kann. Basierend auf Topologie sind eine Reihe an innovativen Anwendungen in Reichweite gekommen, beispielsweise das streuungsfreie Führen und Schalten von Lichtwellen entlang beliebiger dreidimensionaler Trajektorien oder die langreichweitige Übertragung von slow light. In dem Vortrag wird Prof. Szarneit eine Einführung in das Konzept der Topologie geben, mit besonderem Fokus auf die Photonik und unserer Implementierung eines photonischen topologischen Isolators. Das Ziel des Vortrags ist, dieses und anderen Resultate vorzustellen, mögliche Anwendungen zu diskutieren sowie neue Konzepte zu entwickeln.

6. Dezember 2018
Dipolare Quantengase und Quantenflüssigkeiten
Prof. Dr. Tilman Pfau, 5. Physikalisches Institut and Center for Integrated Quantum Science and Technology, Universität Stuttgart

Die dipolare Wechselwirkung in realen Gasen unterscheidet sich von der gewöhnlichen van-der-Waals-Wechselwirkung durch ihre Anisotropie und durch ihren nicht-lokalen Charakter. Das führt unter anderem zur Möglichkeit der selbstorganisierten Strukturbildung ähnlich wie in klassischen magnetischen Flüssigkeiten, den sogenannten Ferroflüssigkeiten. In unseren Experimenten mit Bose-Einstein-Kondensaten ultrakalter magnetischer Atome beobachten wir eine Fragmentierung in kleinere Tröpfchen. Eine herkömmliche Theorie für schwach wechselwirkende Gase unter Vernachlässigung von Quantenfluktuationen würde einen Kollaps dieser Tröpfchen vorhersagen. Das Experiment zeigt jedoch stabile Tröpfchen, die auch in drei Dimensionen einen gebundenen Zustand zeigen, wie man es von normalen Flüssigkeiten mit Oberflächenspannung kennt. Diese Tröpfchen sind jedoch 100 Millionen Mal weniger dicht als normale Flüssigkeiten und haben Temperaturen im Nano-Kelvin-Bereich. Wir konnten experimentell zeigen, dass diese Stabilität eine Konsequenz der Quantenfluktuationen in diesem Vielteilchensystem ist, die ihren Ursprung in den Nullpunkts-Fluktuationen der Schallmoden haben, und dass Interferenz zwischen zwei Tröpfchen möglich ist. Ich werde über die jüngsten Studien dieses exotischen Materiezustands berichten.

10. Januar 2019
Controlling atmospheric processes with high-intensity laser filaments
Prof. Dr. Jean-Pierre Wolf, Département de physique appliquée, Université de Genève, Schweiz

Ultra-intense laser filaments have recently demonstrated their potential for modulating atmospheric processes. Four characteristic examples are highlighted in this presentation: lightning control, laser-induced water vapor condensation, transmission of optical data through fog, and modulation of the radiative forcing properties of cirrus clouds. For instance, field experiments in various atmospheric conditions showed that laser filaments induce water vapor condensation and fast droplet growth up to several µm as soon as the relative humidity exceeds 70 Prozent. This effect mainly relies on photochemical mechanisms allowing efficient binary condensation and ultrafast oxidation of existing organic particles. Conversely, clearing fogs and clouds is efficiently achieved by using ultrashort, high-intensity lasers with high average powers (>100 W, > kHz). Instead of evaporating the droplets, the mechanism relies on shock waves induced by the filaments that mechanically expel the droplets from the beam in a quasi-continuous way. The applications of such fog and cloud clearing are of paramount importance for recent programs on laser-based earth-to-satellite classical or quantum communications.

14. Februar 2019
Quantenkryptographie – Der Schlüssel zur sicheren Kommunikation
Prof. Dr. Harald Weinfurter, Department für Physik, Ludwig-Maximilians-Universität München

Geheime und sichere Übermittlung von Nachrichten ist seit jeher wichtig. In der klassischen Kryptographie wurden über die Jahrhunderte hinweg zahlreiche Methoden entwickelt, um einem Lauscher die Entschlüsselung der abgehörten Botschaft so schwer wie möglich zu machen. All diese Methoden sind aber nur sicher, wenn auch die Übertragung des Schlüssels sicher erfolgte. Mit der Quantenschlüsselverteilung haben wir nun erstmals eine Methode, bei der man nicht auf Annahmen über die Fähigkeiten des Abhörers angewiesen ist, sondern bei der die Sicherheit des Schlüssels gemessen werden kann. Im Vortrag wird nach einer kurzen Einführung ein Überblick über die Entwicklungen und Einsatzmöglichkeiten von sicheren Fasernetzwerken in Städten und weltweiter Kommunikation über Satelliten gegeben.

Zielgruppe: Alle Physik-Interessierten

Kontakt:
Prof. Dr. Sabine Klapp
Tel.: 030 314-23763

www.pgzb.tu-berlin.de/index.php

Veranstalter:
Physikalische Gesellschaft zu Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der TU Berlin, der FU Berlin, der HU Berlin und der Universität Potsdam
Ort:
Magnus-Haus, Am Kupfergraben 7, 10117 Berlin
Zeit:
18:30

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