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Original oder Fälschung?

Montag, 11. November 2019

Medieninformation Nr. 211/2019

Expertenwissen allein reicht nicht aus, um Objekte im Kunsthandel zu verifizieren – Fälschungen müssen auch sichtbar gemacht werden

Ermittler René Allonge, im LKA Berlin zuständig für Kunstdelikte, vor gefälschten Bildern.
Lupe

Kunstfälschungen sind nicht nur guter Stoff für Krimis. Sie passieren immer wieder in der Realität und sind gleichzeitig ein Tabuthema: Weder Sammler*innen noch Museen oder Kunsthändler*innen möchten „falsche“ Originale besitzen. Trotzdem geht man davon aus, dass nicht wenige Fälschungen im Umlauf sind. Hilft die Tabuisierung des Themas in der Kunstwelt und die Diskretion des Kunsthandels den Betrüger*innen bei ihren Geschäften? Das Forum Kunst und Markt an der Technischen Universität diskutiert dieses Thema auf einem öffentlichen Symposium:  

Zeit:
15.11.2019, 18 - 20 Uhr; 16.11.2019, 10 - 17 Uhr
Ort:
Technische Universität Berlin, Hybrid Lab in der Villa Bell, Marchstraße 8, 10578 Berlin
Programm:
www.fokum.org

Interessierte Bürger*innen sowie Medienvertreter*innen sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Die Tagungssprache ist Deutsch.

„Die Dunkelziffer an Fälschungen ist hoch“, erklärt Kriminalhauptkommissar René Allonge des Dezernats „Kunstdelikte“ am Landeskriminalamt Berlin. Er ist einer der Vortragenden auf dem Symposium. „Der aktuelle Skandal um einen Berliner Galeristen, der ein gefälschtes Bild von Gerhard Richter verkaufte, zeigt ganz deutlich: Nur ein vernetztes interdisziplinäres Zusammenarbeiten aller Expert*innen der Szene kann Fälschungs- und damit Betrugsnetzwerke durchbrechen“, so Dr. Dorothee Wimmer, Direktorin des Forums Kunst und Markt und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der TU Berlin.

In dem diesjährigen Symposium des Forums Kunst und Markt der TU Berlin werden Kriminolog*innen, Chemiker*innen, Kunsthistoriker*innen, Kunsthändler*innen, Jurist*innen und Kunstkritiker*innen in einen direkten Dialog treten: „Es gilt zu eruieren, wie Originale von Fälschungen unterschieden, Fälschungsdelikte aufgeklärt und gefälschte Kunstwerke öffentlich sichtbar dem Kunstmarkt entzogen werden können“, so PD Dr. Waltraud Bayer, Leiterin des FWF-Projekts „Private Kunstmuseen und Stiftungen russischer Oligarchen“ in Wien, Mitorganisatorin des Symposiums und Referentin des Eröffnungsabends.  Ihr Thema: „From Russia with/without Doubt: Globale Netzwerke – Expertisen – Gerichtsprozesse“ lautet der Titel ihres Vortrags.

kj

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Dorothee Wimmer
TU Berlin
Forum Kunst und Markt
Tel.: 030/314-25017

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