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TU Berlin

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Internationale Spitzenforschung

Montag, 22. Juli 2019

Medieninformation Nr. 131/2019

Acht Forschungspreisträger*innen der Alexander von Humboldt-Stiftung zu Gast an der TU Berlin

Es sind herausragende internationale Wissenschaftler*innen, die sich auf dem Höhepunkt ihrer akademischen Laufbahn befinden, wissenschaftliche Spitzenleistungen in ihrem Fachgebiet erzielt haben und die aufgrund ihrer ausgezeichneten Leistungen mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet werden. Der mit 60.000 Euro dotierte Forschungspreis wird durch die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) vergeben. Nominiert werden die internationalen Wissenschaftler*innen durch deutsche Fach-Kollegen*innen. Die internationalen Gäste sind eingeladen, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Deutschland in Kooperation mit Fachkollegen*innen für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr durchzuführen.

Seit Anfang 2019 hielten beziehungsweise halten sich vier Preisträger des Humboldt-Forschungspreises an der TU Berlin auf:

  • Prof. Dr. Adrian Bejan, Technische Thermodynamik, Duke University, Durham, USA, Gastgeber:  Prof. Dr. Dr. h.c. Georgios (George) Tsatsaronis, Fachgebiet für Energietechnik und Umweltschutz.
    Prof. Dr. Adrian Bejan, forscht im Bereich der Ingenieurwissenschaften und der angewandten Physik und ist bekannt für die Entdeckung des sogenannten Constructal Law. Er nutzt dieses Gesetz, um Vorhersagen über Muster in Lebewesen, in geologischen Prozessen oder in der Verbreitung von Sprachen, Ideen und Kulturen zu machen.
  • Prof. Dr. Masaaki Fujji, Tokyo Institute of Technology, Japan, Gastgeber:  Prof. Dr. Otto Dopfer, Institut für Optik und Atomare Physik.
    Prof. Fujii hat bahnbrechende Studien zur Reaktionsdynamik erstellt, die auf der Anwendung der Schwingungsspektroskopie auf solvatisierte Cluster basieren. Er entwickelte laserspektroskopische Techniken, um die Solvatationsdynamik in isolierten Molekülclustern in Echtzeit zu untersuchen. Er verfolgt damit das Ziel, Lösungsmitteleffekte in chemischen Reaktionsmechanismen auf molekularer Ebene zu verstehen. 
  • Chancellor's Professor Dr. Michael Franz, University of California, Irvine, USA ist Gast von Einstein-Professor Dr. Jean-Pierre Seifert am Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik, Security in Telecommunications und An-Institut Telekom Innovation Laboratories der TU Berlin.
    Prof. Franz ist Informatiker und erreichte große Berühmtheit durch seine (teilweise patentierten) Erfindungen zur Beschleunigung von JavaScript in Web-Browsern.
    Heute forscht er hauptsächlich auf dem Gebiet der Cyber-Sicherheit und war einer der Pioniere der Idee, biologische Abwehrmechanismen aus der Natur sinngemäß zur Cyber-Verteidigung in die Informatik zu übertragen. Seine spezifischen Forschungsschwerpunkte sind zur Zeit Sicherheit für das Internet der Dinge (IoT), Mobilfunk der 5. Generation (5G), und Cybersicherheit im KFZ-Bereich.
  • Prof. Dr. Matthew Sigman, Organische Molekülchemie, University of Utah, Salt Lake City, USA, Gastgeber: Prof. Dr. Martin Oestreich, Institut für Chemie.
    Prof. Sigman belebte mit seinen wegweisenden Arbeiten das Gebiet der physikalisch-organischen Chemie wieder. Seine Methoden setzen Ausbeuten und Selektivitäten von Reaktionen und Strukturelemente der Reaktionspartner und Katalysatoren miteinander in Beziehung. Diese Verfahrensweise eröffnet einen Weg zum gezielten Design verbesserter Prozesse. Ferner leistete Professor Sigman bahnbrechende Beiträge zur asymmetrischen Katalyse.


Zudem hielten beziehungsweise halten sich in 2019 noch weitere Forschungspreisträger (Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis sowie Georg Forster-Forschungspreis) der AvH an der TU Berlin auf:

  • Prof. Dr. Hui Deng, Experimentelle Physik der Kondensierten Materie, University of Michigan, Ann Arbor, USA, Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis, Gastgeber: Prof. Dr. Stephan Reitzenstein, Institut für Festkörperphysik.
  • Prof. Dr. Piotr Faliszewski, Theoretische Informatik, AGH University of Science and Technology, Krakau, Polen, Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis, Gastgeber: Prof. Dr. Rolf Niedermeier, Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik.
  • Prof. Dr. Mu-Hyun Baik, Theoretische Chemie, Korea Advanced Institute of Science and Technology, Daejeon, Korea, Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis, Gastgeber: Prof. Dr. Roderich Süßmuth, Institut für Chemie
  • Dr. Mirabbos Hojamberdiev, Herstellung und Eigenschaften von Funktionsmaterialien, Turin Polytechnic University, Tashkent, Usbekistan, Georg Forster-Forschungspreis, Gastgeber: Prof. Dr. Aleksander Gurlo, Fachgebiet Keramische Werkstoffe, Institut für Werkstoffwissenschaften und –technologien.


Für den mit 45.000 Euro dotierten Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis können in ihrem Fachgebiet bereits international anerkannte Wissenschaftler*innen aus dem Ausland, die ihre Promotion vor nicht mehr als 18 Jahren abgeschlossen haben, nominiert werden. Von ihnen wird erwartet, dass sie zukünftig durch weitere wissenschaftliche Spitzenleistungen ihr Fachgebiet auch über das engere Arbeitsgebiet hinaus nachhaltig prägen.

Mit dem Georg Forster-Forschungspreis werden Wissenschaftler*innen aller Fachrichtungen für ihr bisheriges Gesamtschaffen ausgezeichnet, deren grundlegende Entdeckungen, neue Theorien oder Erkenntnisse das eigene Fachgebiet - auch über das engere Arbeitsgebiet hinaus - nachhaltig geprägt haben. Zudem sollte von ihnen erwartet werden können, dass sie auch in Zukunft an der Ausarbeitung forschungsbasierter Lösungsansätze für die spezifischen Herausforderungen der Schwellen- und Entwicklungsländer mitwirken. Nominierte für den mit 60.000 Euro dotierten Preis müssen die Staatsangehörigkeit eines Entwicklungs- oder Schwellenlandes besitzen.

 

 

bk

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Stefanie Terp
Pressesprecherin der TU Berlin
Tel.: 030 314-23922

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