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TU Berlin

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Max-Planck-Humboldt-Medaille für Prof. Robert Wood

Donnerstag, 08. November 2018

Medieninformation Nr. 225/2018

Der Forscher von der Harvard University wurde von der TU Berlin nominiert und kooperiert eng mit dem Exzellenzcluster Science of Intelligence.

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Dem Elektroingenieur Robert Wood, Professor an der Harvard University, wurde am 7. November 2018 die mit 60.000 Euro dotierte Max-Planck-Humboldt-Medaille für seine Beiträge auf dem Gebiet der sogenannten Soft Robotik verliehen.  Die Max-Planck-Gesellschaft und die Alexander von Humboldt-Stiftung verleihen dieses Jahr erstmals den mit 1,5 Millionen Euro dotierten Max-Planck-Humboldt-Forschungspreis sowie zusätzlich zwei mit 60.000 Euro dotierte Max-Planck-Humboldt-Medaillen an besonders innovative, im Ausland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Preisgeld hat das Ziel, die Preisträgerinnen und Preisträger für zeitlich begrenzte Aufenthalte und Projekte an einer deutschen Hochschule oder Forschungseinrichtung zu gewinnen.  

Die Forschung von Prof. Robert Wood im Harvard Microrobotics Laboratory beschäftigt sich mit der Mechanik, den Materialien, dem Design und der Fertigung für neuartige Roboter. Der Wissenschaftler entwickelte „RoboBee“ – die erste Roboterbiene, die fliegen, auf Blättern landen, schwimmen und sogar tauchen kann. Er erforscht auch weitere terrestrische und multimodale Roboterinsekten sowie optimiert Multi-Skalen und Multi-Material Fertigungstechniken, um einzigartige Werkzeuge für die Mikrochirurgie, Endoskopie und Laparoskopie zu bauen. Außerdem erforscht Wood Pop-up Mikrofabrikationstechniken und selbstmontierende Roboter.

v. l. n. r.: Prof. Dr. Oliver Brock, Prof. Robert Wood, Dr.-Ing. Martin Steiof
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Seine Arbeit an sogenannten Soft Robotics (weicher Robotertechnik) eröffnet dem Einsatz von Robotern ganz neue Aufgaben und Einsatzgebiete, die mit herkömmlichen, starren Robotern, wie sie heute zum Beispiel in der Automobilfertigungstechnik eingesetzt werden, nicht möglich sind. Ein Beispiel ist seine Arbeit in der Entwicklung von Soft-Robotics-Greifarmen für die Tiefseeerkundung. Diese speziellen Greifarme können in großer Tiefe am Meeresgrund gezielt kleine, zarte biologische Proben wie Korallen oder Seesterne aufnehmen, ohne diese dabei zu zerstören.  

Robert Wood kooperiert unter anderem in dem Bereich Soft Robotics bereits seit vielen Jahren mit Prof. Dr. Oliver Brock, Leiter des Robotics und Biology Laboratory der TU Berlin sowie Sprecher des Exzellenzclusters „Science of Intelligence“. Auf Vorschlag von Oliver Brock nominierte die TU Berlin Prof. Wood für den Max-Planck-Humboldt-Forschungspreis.

„Ich gratuliere Robert Wood zu der Auszeichnung mit der Max-Planck-Humboldt-Medaille“, sagt Oliver Brock. „Soft Robotics verspricht einen Paradigmenwechsel, der die Fähigkeiten, die Sicherheit und die Anwendbarkeit von Robotersystemen grundlegend verändert. Daher freue ich mich, dass wir mithilfe des Preisgeldes unsere Forschungszusammenarbeit im Rahmen von ‚Science of Intelligence‘ weiter ausbauen können.“

Trägerin des Max-Planck-Humboldt-Forschungspreis 2018 ist die Astrophysikerin Catherine Heymans von der University of Edinburgh. Die zweite Max-Planck-Humboldt-Medaille geht an den Mathematiker Sam Payne von der University of Texas in Austin, USA. Die Preise werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und gemeinsam von der Max-Planck-Gesellschaft und der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben. 

kj

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Oliver Brock
TU Berlin
Fachgebiet Robotics and Biology Laboratory
Tel.: 030 314-73110

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