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TU Berlin

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Kunsthandel und Kunstverlagerung

Dienstag, 29. Mai 2018

Medieninformation Nr. 93/2018

Die neue Ausgabe des Open Access Magazins JAMS der TU Berlin beschäftigt sich mit der Rolle des Kunstmarktes bei der internationalen Verschiebung von Kulturgütern

Welche Rolle spielt der Kunstmarkt bei der Verlagerung von Kulturgütern von einem Land in das andere? Wann handelt es sich um eine Form von Raubkunst, wann wird eine Situation wirtschaftlichen Ungleichgewichts genutzt? Diese Fragen untersuchen die Artikel in der aktuellen Ausgabe des „Journal for Art Market Studies“ – JAMS (Bd. 2, Nr. 2 (2/2018)) aus dem Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der TU Berlin, die soeben erschienen ist. Thema der Ausgabe: "Translocations and the Art Market". Die englischsprachige Publikationsreihe ist eines der ersten Open-Access-Journale der TU Berlin – frei zugänglich für alle Interessierten. Im Hinblick auf Transparenz, Peer Reviews, Copyright und Langzeitarchivierung folgt das Open-Access-Format des Journals internationalen Standards.

Der Kunsthandel spielt ohne Zweifel eine Rolle bei der Verschiebung von Kunstgegenständen. Er war beteiligt beim kolonialen Handel mit afrikanischer oder asiatischer Kunst, bei illegalen Ausgrabungen der jüngeren Vergangenheit sowie beim historischen Handel mit Alten Meistern oder Architekturfragmenten. Dafür konnten die Händler oftmals eine zahlungskräftige Klientel in anderen Ländern oder Kontinenten aktivieren und zum Ankauf ermuntern.

Am Institut für Kunstwissenschaft der TU Berlin steht die Kunstmarktforschung in engem Zusammenhang mit Provenienzforschung und der von Prof. Dr. Bénédicte Savoy gegründeten Forschungsgruppe zur „Translokation“. Der Blick auf den römischen Politiker, Schriftsteller und Philosophen Marcus Tullius Cicero, so Gastherausgeberin Bénédicte Savoy in der Einleitung, zeigt, dass der Kunstmarkt bereits seit der Antike im Zusammenhang mit der territorialen Verschiebung von Kulturgegenständen wahrgenommen wird. Kunstmarktforschung ist damit ein wesentlicher Aspekt der Auseinandersetzung mit der höchst aktuellen Frage, wie die Kunst von einem Ort zum anderen gekommen ist.

Weitere Inhalte und Autoren der neuen Ausgabe:

  • Christine Howald/Léa Saint Raymond, Tracking dispersal: auction sales from the Yuanmingyuan loot in Paris in the 1860s
  • Cecilia Riva, An Art World Insider: Austen Henry Layard and the Nineteenth-Century European Art Trade
  • Waltraud Bayer, “A Past That Won’t Pass”: Stalin’s Museum Sales in a Transformed Global Contex
  • Céline Brugeat, Monuments on the Move: The Transfer of French medieval heritage overseas in the early twentieth century
  • David Challis, Rodin’s Sculpture in Japan and the Economics of Translocation
  • Gitta Ho, Mobilisation of moveable assets: Objects designated for the art trade from the National Socialist plundering of the “M-Aktion”
  • Julia Friedel/Vanessa von Gliszczynski, Collected. Bought. Looted? Provenance Research at the Weltkulturen Museum in Frankfurt
  • Robert Arlt/Lucie Folan, Research and restitution: the National Gallery of Australia’s repatriation of a sculpture from the Buddhist site of Chandavaram

Short articles:

  • Gidena Mesfin Kebede/Susanne Meyer-Abich, A Reflection: Translocations and Changes in Perspective
  • Eleonora Vratskidou, “A story of wheels within wheels”: looted art at documenta 14
  • Sebastian Willert, Book Review: Fredrik Hagen and Kim Ryholt: The Antiquities Trade in Egypt 1880-1930. The H.O. Lange Papers


Das Open-Access „journal for art market studies“ ist im Internet zu finden unter: www.fokum-jams.org


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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Susanne Meyer-Abich
TU Berlin
Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik
Fachgebiet Kunstgeschichte der Moderne
Tel.: 030/ 314-25014

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