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Stabsstelle Kommunikation, Events und AlumniMedieninformation Nr. 127/2018

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Toxische Männlichkeiten

Freitag, 29. Juni 2018

Medieninformation Nr. 127/2018

Vortrag von Franziska Schutzbach vom Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TU Berlin „Zu den Verbindungen zwischen Pick-Up-Szene, Männerrechtsbewegung und rechten/reaktionären Politiken“

In den 1990er-Jahren entstand der Pick-Up-Trend als Selbsthilfesubkultur: Verunsicherte Männer wollten ihr Selbstbewusstsein steigern, um erfolgreicher bei Frauen zu sein. Zahlreiche Gurus und neue „Werke“ in den USA betonten in der Folge die evolutionsbiologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern und idealisierten stereotype Männlichkeitsattribute wie Stärke und Überlegenheit. Die Szene entwickelte bald eine antifeministische Stoßrichtung und kam mit Büchern wie „Lob des Sexismus“ auch in den deutschsprachigen Raum. Frauen und insbesondere Feministinnen wurden beschuldigt, Männer zu entmännlichen und kleinzuhalten. Die Hypermännlichkeits-Community entwickelte sich zur Keimzelle rechtsnationaler Weltanschauungen und spielt heute eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Radikalisierung junger Männer.

Zeit: 2. Juli 2018, 18-20 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Hauptgebäude, H 0112  

Im Vortrag werden die Klassiker der Pick-Up-Szene und deren Grundprämissen analysiert. Es wird aufgezeigt, auf welche Weise sich die Community mit rechtsnationalen Ideologien und Politiken verschaltet. Mit Blick auf die aktuelle Männlichkeitsforschung wird eine zeitdiagnostische und geschlechtertheoretische Einschätzung von Maskulismus bzw. toxischen Männlichkeiten versucht.
Franziska Schutzbach ist Soziologin und Geschlechterforscherin. Sie promoviert in der Graduate School of Social Sciences an der Universität Basel zum Thema „Bevölkerungspolitik, Geschlecht und Gesundheit. Das Beispiel der Weltgesundheitsorganisation“. Franziska Schutzbach ist Mitherausgeberin des Onlinemagazins „Geschichte der Gegenwart“, ein Magazin, das kritische Forschung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Des Weiteren ist sie als Autorin, Bloggerin und feministische Aktivistin tätig.

Flyer unter: https://www.zifg.tu-berlin.de/fileadmin/i44/Home/Schutzbach-Toxische_20M_c3_a4nnlichkeiten.pdf

rb

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Bärbel Mauß
TU Berlin
Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung
Tel: 030 314-24155

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