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TU Berlin

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Digital, innovativ und ausgezeichnet

Donnerstag, 23. März 2017

Medieninformation Nr. 45/2017

Bio-3D-Druck: Start-ups der TU Berlin überzeugen beim Gründerwettbewerb „Digitale Innovationen“ des BMWi

Start-ups der TU Berlin konnten beim Gründerwettbewerb „Digitale Innovationen“ überzeugen. Das Gründungsteam von Cellcore3D erhielt einen mit 32.000 Euro dotierten Hauptpreis bei dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ausgeschriebenen Gründerwettbewerb „Digitale Innovationen“. Das Start-up-Team von Bloodline/Cellbricks erhielt einen mit 7.000 Euro dotierten Anerkennungspreis. Beide Gewinnerteams verbinden die Elemente der Biologie mit dem des 3D-Drucks und bringen damit generative Fertigungsverfahren maßgeblich voran.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries zeichnete am 21. März 2017 alle Preisträgerinnen und Preisträger des Gründerwettbewerbs „Digitale Innovationen“ auf der CeBIT in Hannover aus. Neben dem Startkapital für die eigene Unternehmensgründung erhalten die Gewinnerteams auch ein auf sie abgestimmtes Coaching und Mentoring. Beworben haben sich 306 Gründungsteams um die Auszeichnungen.

Cellcore3D und Bloodline/Cellbricks werden vom Centre for Entrepreneurship der TU Berlin bei ihren Gründungsvorhaben mit Beratung, Fördermitteln, Qualifizierung und Räumlichkeiten/Labor unterstützt.

CellCore3D

In der Konstruktion von mechanischen Teilen wie Maschinen, Fahrzeugen oder Flugzeugen werden leichte Bauteile benötigt, die trotz geringen Gewichts eine hohe Festigkeit aufweisen müssen. Ziel des Einsatzes dieser leichtmetall- oder kunststoffbasierten Bauteile ist es, Material einzusparen und beispielsweise den Verbrauch eines Fahrzeugs zu reduzieren. Für die Entwicklung von Leichtbaukomponenten orientieren sich Entwickler zunehmend an Vorbildern aus der Natur, deren Strukturprinzipien auf technische Anwendungen übertragen werden. CellCore3D bietet für die Auslegung und Erstellung solcher Konstruktionen eine eigens entwickelte Software als Plug-in für CAD-Systeme auf Basis bionischer Algorithmen an. Die Bauteile werden so z. B. hinsichtlich Gewicht, Schwingungsdämpfung und Wärmedämmung optimiert. CellCore3D gewährleistet dabei eine herstellungsgerechte Ausgabe des optimierten Bauteils mit geringem Nachbearbeitungsaufwand.
Das Team um Geschäftsführer René Giese wird vom Mentor Prof. Dr.-Ing. Andreas Bardenhagen am TU-Institut für Luft- und Raumfahrt betreut. Seit 2016 erhält das Gründungs-Team ein EXIST-Gründerstipendium des BMWi an der TU Berlin. Aktuell nutzt das Start-up Räumlichkeiten im StarTUp Incubator des Centre for Entrepreneurship auf dem TU-Hauptcampus.

Kontakt Cellcore3D: René Giese, Tel. +49 30 314 78579, E-Mail: , www.cellcore3d.com

Bloodline

Mit Biodruckern oder organischen Druckern können Wissenschaftlerinnen heute sogar Haut- und Gewebezellen in 3D drucken. Dr. Lutz Kloke, Mitbegründer des Bioprinting- und TU-Start-up Cellbricks GmbH, hat mit Bloodline ein CAD-System speziell für die Besonderheiten eines Bio-3D-Druckers entwickelt. Mit Bloodline kann der Anwender einen Entwurf erstellen, der dem Bioprinter als Vorlage für das physische Modell dient. Das Bloodline-System berücksichtigt dabei die besonderen Anforderungen des Druckobjekts und berechnet etwa die Blutgefäße in dem Gewebe oder dem Organ automatisch. Mit dem System können zum Beispiel kleine Organe und Gewebe gedruckt werden, die u. a. für Medikamententests eingesetzt werden können. Auch als cloudbasierte Anwendung eröffnet das CAD-System Bloodline großes Potenzial für Pharmazie und Medizin.

Die Cellbricks GmbH hat ihren Sitz auf dem TU-Campus Nord in der Gustav-Meyer-Allee in Wedding. Das Start-up erhält seit 2015 eine Förderung durch den EXIST-Forschungstransfer des BMWi, eine Förderung speziell für  herausragende forschungsbasierte Gründungsvorhaben, die mit aufwändigen und risikoreichen Entwicklungsarbeiten verbunden sind. Dr. Lutz Kloke und sein Team werden von Mentor Prof. Dr. Roland Lauster aus dem Bereich Medizinische Biotechnologie der TU Berlin und Dr. Uwe Marx (CEO TissUse GmbH) unterstützt.

Kontakt Cellbricks GmbH: Dr. Lutz Kloke, Tel. +49 30 314 27911, E-Mail: , www.cellbricks.com

Centre for Entrepreneurship

Unter dem Dach des Centre for Entrepreneurship (CfE) bündelt die TU Berlin ihre Aktivitäten rund um das Thema Entrepreneurship. Zum CfE gehören der Gründungsservice und das Fachgebiet „Entrepreneurship und Innovationsmanagement“. Die TU Berlin wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft als eine von sechs „EXIST – Die Gründerhochschule“ ausgezeichnet. Jährlich entstehen am CfE rund 20 High-Tech Start-ups. Im Jahr 2015 erwirtschafteten Ausgründungen aus der TU Berlin einen Umsatz von rund als 2,6 Milliarden Euro.

www.entrepreneurship.tu-berlin.de

bk

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:

Dr. Florian Hoos und Prof. Dr. Jan Kratzer
TU Berlin
Leitung Centre for Entrepreneurship
Tel.: 030/314-21456

www.entrepreneurship.tu-berlin.de

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