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TU Berlin

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Gemeinsame Pressemitteilung der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin

Berlins Uni-Absolventen bleiben häufiger in Berlin

Freitag, 16. September 2016

Die drei großen Universitäten in Berlin brauchen sich bezüglich des Erfolgs ihrer Absolventinnen und Absolventen beim Berufseinstieg im Bundesvergleich nicht zu verstecken. Dies ergab eine kürzlich veröffentlichte gemeinsame Auswertung der Absolventenbefragungen, die an der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt wurden. Die Ergebnisse zeigen, wo Berlins Akademikerinnen und Akademiker nach ihrem Abschluss eine Stelle finden und wie erfolgreich sie im Vergleich zu Universitätsabsolventen anderer Bundesländer auf dem Arbeitsmarkt sind. Hierfür wurden die Absolventinnen und Absolventen eineinhalb Jahre nach ihrem Studienabschluss zu ihrer Beschäftigungssituation befragt. Wenn sie bereits eine Stelle gefunden oder sich selbständig gemacht hatten, wurden sie gebeten, anzugeben, wo und in welchem Umfang sie beschäftigt sind und was sie verdienen. Auffällig ist, dass eineinhalb Jahre nach ihrem Abschluss – je nach Fachrichtung – rund 40 bis 90 Prozent derjenigen mit Master, Staatsexamen, Magister oder Diplom eine Erwerbstätigkeit aufgenommen hatten, bei denjenigen mit Bachelorabschluss sind es mit rund 10 bis 40 Prozent deutlich weniger. Grund für die niedrigeren Raten bei den Bachelorabsolventen sind hohe Übergangsquoten in das Masterstudium.

Die erwerbstätigen Masterabsolventen sowie Absolventinnen und Absolventen mit Diplom, Magister- oder Staats¬examensabschluss verdienen eineinhalb Jahre nach ihrem Studienabschluss – je nach Fachrichtung – im Monat im Durchschnitt zwischen rund 800 Euro (in den Sozial- und Geisteswissenschaften) und deutlich über 1000 Euro (in den Naturwissenschaften) brutto mehr als Bachelorabsolventen der gleichen Fachrichtung. Allerdings ist die vertraglich vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit der Bachelorabsolventen geringer, und zwar in den Sozial- und Geisteswissenschaften um rund fünf Stunden und in den Naturwissenschaften um rund 13 Stunden. Die Lohndifferenz ist also einerseits das Ergebnis unterschiedlicher Wochenarbeitszeiten. Andererseits bleibt aber auch bei einem Einkommensvergleich von Vollzeitbeschäftigten eine Einkommensdifferenz, die den Zusammenhang zwischen Studienabschluss und Einkommen verdeutlicht. Dies sind bundesweite Befunde, nach denen Vollzeittätige durchschnittlich rund 3500 Euro verdienen.

Die vorliegende Studie untersuchte nun, differenziert nach Fächergruppen und Abschlussarten, ob und wo es Unterschiede im Berufseinstieg zwischen Berliner Absolventinnen und Absolventen und dem Bundesdurchschnitt deutscher Universitätsabsolventen gibt. Ein solcher Unterschied ist, dass die Beschäftigung der Berliner Absolventinnen und Absolventen deutlich häufiger am Hochschulstandort erfolgt, als dies bei Absolventen anderer Universitäten in Deutschland der Fall ist. So sind eineinhalb Jahre nach ihrem Studienabschluss – je nach Fachrichtung – rund 60 bis 80 Prozent der Berliner Absolventen am Hochschulstandort beschäftigt, während dieser Anteil bundesweit im Mittel lediglich 20 bis 40 Prozent beträgt. Berlin leidet also nicht unter Brain-Drain und hat vermutlich durch diese im Vergleich zu anderen Bundesländern hohe Bindungskraft Vorteile bei Innovationspotenzialen.

In Bezug auf die Dauer der Beschäftigungssuche ließen sich keine Unterschiede zwischen Berliner Universitätsabsolventen und der bundesweiten Vergleichsgruppe erkennen. Auch das durch-schnittliche Brutto-Einkommen der Berliner Absolventinnen und Absolventen ist in den meisten Fächern gleich dem Bundesdurchschnitt. In einigen Fächern ist allerdings der Anteil der Arbeitssuchenden unter den befragten Berliner Absolventen höher als im Bundesdurchschnitt. Dies betrifft Absolventinnen und Absolventen mit Master- und Altabschlüssen aus dem sprach- und kulturwissenschaftlichen Bereich und den Naturwissenschaften. Da gerade bei einem ungünstigen Arbeitsmarkt die Einstiegsposition nicht immer ausbildungsadäquat sein muss, wurden entsprechende Einschätzungen durch die Absolventen ebenfalls erhoben. Mit Ausnahme von Diplom- und Masterabsolventen der Wirtschaftswissenschaften ist es jedoch so, dass Berliner Akademikerinnen und Akademiker ähnlich häufig adäquaten Beschäftigungen nachgehen wie Absolventen aus anderen Bundesländern.  

Über die Studie
Die Datenanalysen erfolgten nach einem mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft abgestimmten Konzept durch das International Centre for Higher Education Research (INCHER) der Universität Kassel im Auftrag der drei Berliner Universitäten. Die Ergebnisse werden differenziert nach Fächerclustern und Abschlussarten dargestellt. Dies geschieht im Vergleich zu Durchschnittswerten der Absolventen an 43 weiteren Universitäten in Deutschland, die am bundesweiten Kooperationsprojekt Absolventenstudien des INCHER beteiligt sind. In die bundesweiten Auswertungen flossen die Angaben von 23.000 Absolventinnen und Absolventen ein, berlinweit waren es rund 3.000. Nicht mit berücksichtigt wurden in diesem Vergleich Absolventinnen und Absolventen lehrerbildender Studiengänge.

Weitere Informationen

FU Berlin: http://www.fu-berlin.de/sites/absolventenbefragung/abschlussberichte/index.html [1] 
TU Berlin: www.tu-berlin.de/?id=118639 [2]
HU Berlin: www.hu-berlin.de/de/absolventenstudie [3]

Pressekontakt
Christa Beckmann
Leiterin Presse und Kommunikation
Freie Universität Berlin
Tel.: 030 838-73180
E-Mail-Anfrage [4]

Stefanie Terp
Pressesprecherin
Technische Universität Berlin
Tel.: 030 314-23922
E-Mail-Anfrage [5]

Hans-Christoph Keller
Pressesprecher
Humboldt-Universität zu Berlin
Tel.: 030 2093-2345
E-Mail-Anfrage [6]
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