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TU Berlin

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Problematisches Erbe – Internationale Konferenz zur Raubkunst

Freitag, 07. Oktober 2016

Medieninformation Nr. /2016

Zahlreiche öffentliche Vorträge und eine Keynote Lecture mit Kunsthistoriker Timothy Brook („Wie China nach Europa kam“)

Zwei Wochen vor der ersten Ausstellungseröffnung des künftigen Humboldt Forums unter der Gründungsintendanz fragen internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Konferenz  „All the Beauty of the World. The Western Market for non-European Artefacts“ (18th-20th century) nach der Herkunft nicht-europäischer Kunst in westlichen Sammlungen. Organisiert wird die Konferenz von der TU Berlin. Sie findet vom 13. bis 15. Oktober 2016 in der Bauakademie am Schinkelplatz statt.

Afrikanische Masken, ostasiatische Bronzen, transozeanische Gefäße: Objekte wie diese werden in drei Jahren von Berlin-Dahlem in das neue Humboldt Forum ziehen. Doch wie sind sie überhaupt in die Hauptstadt gekommen? Und sind wir ihre rechtmäßigen Besitzerinnen und Besitzer? Die Frage nach der Herkunft der Objekte in deutschen Museen ist hochaktuell. Nicht nur die Erben enteigneter Kunstsammlerinnen und -sammler der Nazi- oder DDR-Zeit fordern heute Werke zurück. Auch viele Staaten Asiens und Afrikas verlangen die Rückgabe von Kunstschätzen, die in der Kolonialzeit als Raub- oder Beutekunst in den Westen kamen.

Nachdem die problematische Herkunftsfrage nicht-europäischer Sammlungen jahrzehntelang verdrängt wurde, sind deutsche Museen zunehmend bereit, sich der Frage der sogenannten Provenienz ihrer Sammlungen zu stellen. Bisher wissen wir nur wenig über die historischen Netzwerke und Mechanismen beispielsweise des kamerunischen, chinesischen oder kolumbianischen Kunstmarktes und die transnationalen Akteure des westlichen Markts für außereuropäische Kunst. Wir verstehen noch nicht ausreichend, auf welche Weise die Objekte aus diesen und vielen anderen Ländern ihren Weg in deutsche Sammlungen finden konnten.

Über die Konferenz:
Die von der TU Berlin veranstaltete Konferenz „All the Beauty of the World. The Western Market for non-European Artefacts” (18th-20th century) soll dies ändern. Internationale Forscherinnen und Forscher sowie Museumsfachleute widmen sich in der Bauakademie am Schinkelplatz der Untersuchung des westlichen Marktes für nicht-europäische Kunst. Im Fokus der Vorträge steht der Ursprung und Transfer von Objekten aus Indien, Japan, China, Australien, Benin, Kamerun und Kolumbien und deren Händler und Sammler in Paris, London, Lissabon und New York. Die Konferenz ist öffentlich.

Zeit:
13. bis 15. Oktober 2016, ganztägig
Ort:
Bauakademie am Schinkelplatz, 10117 Berlin

Interessierte sind herzlich eingeladen, an der kostenfreien Konferenz teilzunehmen. Bitte melden Sie Ihre Teilnahme an bei: Dr. Christine Howald, E-Mail:

Auftakt der von der Leibniz-Preisträgerin Bénédicte Savoy (TU Berlin) zusammen mit ihren Kolleginnen Christine Howald (TU Berlin) und Charlotte Guichard (Ecole normale supérieure, Paris) veranstalteten Konferenz bildet am Abend des 13. Oktober, 18.30 Uhr ein Vortrag des renommierten Kulturhistorikers Timothy Brook, bekannt durch sein Buch „Wie China nach Europa kam“. Der Kanadier wird in den chinesischen Kunstmarkt des 17. Jahrhunderts als Exempel für die Andersartigkeit außereuropäischer Marktstrukturen gegenüber unseren westlichen Traditionen einführen.

In den folgenden zwei Tagen werden in fünf Sektionen Akteurinnen und Akteure, Netzwerke, Methoden und Orte des Transfers von Objekten sowie deren monetären und ideologischen Wertschöpfungsmechanismen diskutiert. Am 15. Oktober, 16.30 Uhr endet die Konferenz mit einer von Harald Asel (rbb) moderierten Podiumsdiskussion über die Bedeutung der Kunstmarktforschung für die Museen mit dem Titel: Warum ist das eigentlich hier? Über die Wege außereuropäischen Kulturguts.


Das detaillierte Veranstaltungsprogramm finden Sie unter:
http://www.fokum.org/conference-2016/

sc

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Christine Howald
Technische Universität Berlin
Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik
Tel.: +49 30 314-24152

#conf_allthebeauty

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