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TU Berlin

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Multi-Organ-Chip: Stellungnahme der TU Berlin anlässlich der jüngsten Medienberichte

Dienstag, 17. Februar 2015

Medieninformation Nr. 37/2015

In einer Reihe von Medienberichten wurden die Fakten zur Multi-Organ-Chip-Technologie aus der Pressemitteilung „Künstlicher Mini-Organismus statt Tierversuche“ des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) vom 2. Februar 2015 offensichtlich missverstanden und falsch dargestellt.

Anders als es der Pressetext des Fraunhofer IWS vermittelt, wird die Multi-Organ-Chip-Technologie unter der Leitung von Prof. Dr. Roland Lauster am Institut für Biotechnologie der Technischen Universität Berlin entwickelt, und zwar seit März 2010. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert diese Entwicklung im Rahmen seines GO-Bio-Förderprogrammes. In diesem Projekt ist es, weltweit erstmals, bereits 2013 gelungen, eine erste Langzeitsubstanztestung mit menschlichen Organäquivalenten auf der Technologieplattform zu realisieren und zu publizieren. Die für die biologischen Experimente an der TU Berlin notwendigen Prototypen der Mikrofluidik-Chips wurden im Kooperationsauftrag am Fraunhofer IWS erzeugt. Seither setzen die Forscher der TU Berlin permanent neue, industrierelevante Substanztests auf einer kontinuierlich optimierten Multi-Organ-Chip-Plattform um. Hierbei kooperiert die TU Berlin neben dem Fraunhofer IWS mit mittlerweile über 20 Forschungseinrichtungen und Firmen weltweit. Erst kürzlich unterzeichnete die TU Berlin hierzu ein Memorandum of Understanding (MoU) mit dem National Institute of Food and Drug Control (NIFDC) in China.

Der in der Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts IWS erwähnte Tierschutz-Forschungspreis ging an den TU-Wissenschaftler Dr. Uwe Marx. Mit ihm als Geschäftsführer wird die Technologie als Teil des Entwicklungsprogrammes ausschließlich durch die TissUse GmbH als Spin-off der TU Berlin kommerzialisiert.

„Für das Fachgebiet Medizinische Biotechnologie ist das GO-Bio-Multi-Organ-Chip-Projekt das erfolgreichste in seiner Geschichte. Ganz besonders freue ich mich über die Verleihung des 33. Tierschutzforschungspreises des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Dezember 2014 an Dr. Uwe Marx aus unserem Team“, sagt Prof. Dr. Roland Lauster, Projektleiter und Leiter des Fachgebiets Medizinische Biotechnologie der TU Berlin.

Think Tank zur Multi-Organ-Chip-Technologie am 18.2.2015 an der TU Berlin / Einladung

Arzneimittelforschung an Tieren ist teuer und stark umstritten. Das Fachgebiet Medizinische Biotechnologie der TU Berlin arbeitet deshalb an der Entwicklung von Organimitaten, die auf einen Chip transferiert und dort weiterentwickelt werden können. Im Rahmen der Reihe „Think Tank der Innovationen” werden am 18.2. unter dem Titel „Human on a Chip – Der nützliche Homunkulus“ die bisherigen Forschungsergebnisse vorgestellt und von Experten aus Forschung und Wirtschaft diskutiert.

Think Tank zur Multi-Organ-Chip-Technologie
Zeit:
18. Februar 2015, 18 Uhr
Ort:
TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Hauptgebäude, Lichthof

Journalistinnen und Journalisten melden sich bitte an: www.tu-berlin.de/?id=155364.

jb

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

TU Berlin
Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Tel.: 030 / 314 - 23922

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