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TU Berlin

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Mathematischer Modellbau leicht verständlich aufbereitet

Donnerstag, 09. Oktober 2014

Medieninformation Nr. 198/2014

Dr. Jannik Matuschke von der TU Berlin wird mit dem Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft ausgezeichnet

Die Doktorarbeit von Dr. Jannik Matuschke vom Institut für Mathematik der TU Berlin ist voller Zahlen und Formeln, so wie es für eine Promotion im Fach Mathematik üblich ist. Ohne die nötigen mathematischen Vorkenntnisse steigt man hier schon nach wenigen Seiten aus. Jannik Matuschke hat jedoch bewiesen, dass er den Inhalt seiner Dissertation durchaus einem fachfremden Publikum verständlich machen kann und wird hierfür mit dem Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft, KlarText!, ausgezeichnet. Einmal im Jahr ehrt die Klaus Tschira Stiftung mit dieser Auszeichnung junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler für eine verständliche und spannende Darstellung ihrer Forschungsergebnisse. Der Preis ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Verliehen wird er am 9. Oktober in der Universität Heidelberg.

„Mathematischer Modellbau“ ist der Titel des preisgekrönten Beitrags von Jannik Matuschke, in dem er erklärt, wie mit Hilfe computergestützter Optimierungsverfahren Transportvorgänge, zum Beispiel im Güterverkehr, besser geplant werden können und somit viel Geld eingespart werden kann. Dabei kommt es zunächst darauf an, die Wirklichkeit in einer für den Computer verständlichen Sprache zu beschreiben - einem mathematischen Modell. Basierend auf diesem Modell wird ein Algorithmus entwickelt, ein Computerprogramm, das eine möglichst gute Lösung für das im Modell beschriebene Problem berechnet. Mit der Entwicklung ebensolcher Modelle und Algorithmen beschäftigt sich Jannik Matuschke in seiner Dissertation. Immer wieder schildert er in seinem Beitrag sehr anschaulich, worum es bei seinem Thema geht, indem er Beispiele aus dem täglichen Leben in Vergleich setzt mit Problemstellungen im Bereich der Logistik.

Der 1984 geborene Jannik Matuschke studierte zunächst Mathematik an der TU Dortmund und wechselte 2007 an die TU Berlin. Hier schloss er sein Mathematikstudium im Jahr 2009 ab. Im Anschluss war er Promotionsstudent an der TU Berlin. Seine Dissertation mit dem Titel „Network flows and network design in theory and practice“ schloss er 2013 ab. Betreut wurde er dabei von Prof. Dr. Martin Skutella am Institut für Mathematik der TU Berlin und von Prof. Dr. Britta Preis von der RWTH Aachen. Nach einem sechsmonatigen Aufenthalt als Postdoc am Departamento de Ingeniería Industrial an der Universidad de Chile ist er seit April 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Kombinatorische Optimierung und Graphenalgorithmen (COGA) an der TU Berlin.

Der Klaus Tschira Preis wird in den Kategorien Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Neurowissenschaften und Physik vergeben. Bewerben konnten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die 2013 mit exzellenten Forschungsergebnissen promoviert wurden und den Inhalt ihrer Doktorarbeit anschaulich in einem populärwissenschaftlichen Artikel in deutscher Sprache darstellen. Die Klaus Tschira Stiftung verfolgt mit dem Wettbewerb das Ziel, Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik mehr in der Gesellschaft zu verankern.

Alle Siegerbeiträge werden in einer KlarText!-Sonderbeilage des populär-wissenschaftlichen Magazins bild der wissenschaft unverändert veröffentlicht.
Bereits zweimal ging der Preis an die TU Berlin: Im Jahr 2008 wurde Dr.-Ing. Christian Fleischer für seinen Beitrag „Das zweite Skelett des Menschen“ ausgezeichnet, im Jahr 2010 erhielt der Mathematiker Dr. Benjamin Hiller die Auszeichnung für seinen Beitrag „Das Warten der anderen“.
Weitere Informationen unter www.klaus-tschira-preis.info

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Jannik Matuschke
Institut für Mathematik der TU Berlin
Tel.: 030/314-78650

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