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TU Berlin

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Warum Rodin Bronze brauchte

Dienstag, 28. Mai 2013

Medieninformation Nr. 113/2013

Tagung zum Wechselspiel von Kunst und Technik, von Material-eigenschaften der Bronze und künstlerischer Gestaltung

Ein bronzenes Bildwerk ist Ausdruck höchster Kunstfertigkeit. Es beweist die große Meisterschaft des Künstlers und verweist gleichzeitig auf Macht und Größe des Auftraggebers. Doch es erfordert auch hohes technisches Vermögen, denn es waren meist hoch spezialisierte Gießmeister, die den Künstlern erst die Realisierung ihrer Entwürfe ermöglichten: Ein Wechselspiel von Kunst und Technik.

Wir laden Sie herzlich ein zu der Tagung "Interdependenzen II: Formlos - formbar. Das Material Bronze zwischen Möglichkeit und Herausforderung", zweite internationale Tagung des Forschungsprojekts 'Interdependenzen. Künste und künstlerische Techniken'

Zeit:
Donnerstag, 6. Juni (Eröffnung 14 Uhr) bis Sonnabend, 8. Juni 2013
Ort:
TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Hauptgebäude, Raum H 3005

Die Tagung ist öffentlich. Der Eintritt frei!

Eine Statue in einem Stück zu gießen ist in erster Linie eine technische Leistung. Künstlich durch das Verschmelzen mehrerer Grundstoffe entstanden, ist Bronze durch den Menschen erschaffen: eine formlose und zugleich zu formende Materie. Traditionell wird Bronze zur Herstellung von Glocken und anderen Klanginstrumenten verwendet, von lebensgroßen Statuen, Kunstgegenständen, historischen Bronzetüren, Gedenktafeln, gegossenen oder geprägten Medaillen und Münzen sowie – seit Erfindung des Schießpulvers – von Geschützen. Auch heute werden noch besonders klangstarke Musikinstrumente wie Schlagzeugbecken aus Bronze hergestellt.

Seit zwei Jahren widmet sich das Projekt „Interdependenzen. Künste und künstlerische Techniken“ am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der TU Berlin dem Wechselspiel von künstlerischen Techniken und künstlerischen Gestaltungsformen. Koordiniert wird es von Prof. Dr. Magdalena Bushart, Fachgebiet Kunstgeschichte. Nach einer ersten Tagung, die sich mit technischen Innovationen und ihrem Transfer in unterschiedliche Gattungen zwischen 1430 und 1550 beschäftigte, soll nun eine zweite internationale Tagung das Material Bronze epochenübergreifend in den Fokus nehmen und untersuchen, ob und wie der Werkprozess auf Form und Wahrnehmung der Bronzeplastik wirkt. Die Tagung will ein möglichst umfassendes Bild von künstlerischen und kunsttechnischen Positionen erhalten. Unter anderem werden Fragen diskutiert wie: Gibt es eine spezifische „Materialikonografie“ für die Bronze? Wie stark haben die spezifischen Materialeigenschaften auf den kunsttheoretischen Diskurs zurückgewirkt?“ Auch Reiterstandbilder spielen eine wichtige Rolle sowie Kunstwerke von Auguste Rodin, Giambologna Duoai oder Guglielmo della Portas. Ziel der Tagung ist es, die Möglichkeiten und die Schwierigkeiten bei der Bearbeitung des Materials in ihren Auswirkungen auf die künstlerischen Lösungen zu untersuchen.

Programm:

Donnerstag, 6. Juni 2013

14.00 Uhr
Magdalena Bushart (Berlin): Begrüßung

Sektionsleitung Michael Cole (New York)

14.15 Uhr
Henrike Haug (Berlin): Einführung: ‚Denn Gott hat mancherley Schmeltzwerck inn seinem laboratorio’ - Theorien der Metallogenese in Wissenschaft und Kunst

15.30 Uhr
Joanna Olchawa (Berlin): ‚material follows form follows function’
Warum mittelalterliche Handwaschgeräte fast ausschließlich aus Bronze sind

16.15 Uhr
Filine Wagner (Zürich): ‚saremo ricordati e nominati’
Portraitmedaillen als Fundament in Filaretes Bronzetür in Sankt Peter in Rom

Freitag, 7. Juni 2013

10.00 bis 12.00 Uhr Besuch der Bildgießerei Hermann Noack, Berlin

Sektionsleitung Frank Fehrenbach (Cambridge/Mass.)

14.00 Uhr
Dorothea Diemer (Augsburg): Generationenwechsel
Zur Rolle der Formmodelle in der Vischer-Werkstatt in Nürnberg

14.45 Uhr
Dimitrios Zikos (Florenz): Der große Medici-Merkur oder: Giambologna und der Bronzeguss

16.00 Uhr
Daniel M. Zolli (Cambridge/Mass., Florenz): Molle opus. Surface and 'Skin' in Donatello’s later bronzeworks


16.45 Uhr
Edgar Lein (Graz): Guglielmo della Portas kleinplastische Bronzebüsten für Papst Paul III. Farnese und das Problem der Vervielfältigung von Skulptur im Medium der Bronze

17.30 Uhr
Claudia Lehmann (Bern): Das Reiterstandbild für Ludwig XIV. von François Girardon (1685-1699)


Samstag, 8. Juni 2013

Sektionsleitung Magdalena Bushart (Berlin)

9.30 Uhr
Mariana Scheu (Salzburg): Das Reiterdenkmal für Kaiser Joseph II und seine Bedeutung für das Wiederaufgreifen des Bronzegusses im 19. Jahrhundert

10.15 Uhr
Werner Schnell (Berlin): Warum Rodin Bronze brauchte und auch mit Marmor Erfolg hatte

11.30 Uhr
Christa Lichtenstern ( Berlin): Henry Moores Bronzen: Licht, Bewegung, Raum

12.15 Uhr
Annegret Kehrbaum (Hannover), Veronika Wiegartz (Bremen): Cire Perdue. Neue Formkonzepte des Plastischen Informel um 1960

13.00 Uhr Abschlussdiskussion

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Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:

Prof. Dr. Magdalena Bushart
TU Berlin
Fakultät I Geisteswissenschaften
Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik
Fachgebiet Kunstgeschichte
Tel.: 030/ 314-21436

Dr. Henrike Haug
TU Berlin
Fakultät I Geisteswissenschaften
Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik
Fachgebiet Kunstgeschichte
Tel.: 030/314-29649

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