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TU Berlin

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Fünfmal ausgezeichnet

Dienstag, 10. Dezember 2013

Medieninformation Nr. 287/2013

Großer Erfolg von TU-Doktoranden beim Tiburtius-Preis / Preisverleihung am 10. Dezember 2013

Eine Wissenschaftlerin und vier Wissenschaftler, die ihre Dissertationen an der TU Berlin abgeschlossen haben, werden für ihre wissenschaftlichen Leistungen im Rahmen des Tiburtius-Preis ausgezeichnet. Mit dem 2. Preis in der Kategorie Dissertationen wird Dr. André Uschmajew geehrt. Dr.-Ing. Sebastian Göke erhält den 3. Preis. Dr.-Ing. Daniel Gruner, Dr.-Ing. Barbara Reck und Dr.-Ing. Marcel Wältermann werden jeweils mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet.

Die Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten der Berliner Hochschulen (LKRP) verleiht jährlich drei Tiburtius-Preise und zusätzlich drei Anerkennungspreise an Doktorandinnen und Doktoranden der Berliner Hochschulen für hervorragende Dissertationen und drei Preise an Absolventinnen und Absolventen der Berliner Fachhochschulen für hervorragende Diplomarbeiten.

Die Ehrungen werden am Dienstag, den 10. Dezember 2013, um 17 Uhr in der Freien Universität Berlin, Hittorfstr.18, 14195 Berlin, TOPOI-Haus, vergeben. 

2. Preis (Kategorie Dissertationen, Dotierung: 2.500 Euro)

Mit „summa cum laude“ hat Dr. André Uschmajew seine Dissertation in diesem Jahr bei Prof. Dr. Harry Yserentant am Institut für Mathematik abgeschlossen. In der Arbeit mit dem Titel „Zur Theorie der Niedrigrangapproximation in Tensorprodukten von Hilberträumen“ beschäftigt er sich mit mathematischen Grundlagen zur Modellierung und Lösung extrem hochdimensionaler physikalischer Probleme durch Separation der Variablen. Der Ansatz dabei ist es, die gesuchte, unbekannte Lösung eines Problems als Überlagerung von Funktionen, welche jeweils nur von wenigen Variablen abhängen, anzunehmen. Dadurch wird die Lösung solcher hochdimensionalen Probleme oftmals überhaupt erst zugänglich.

André Uschmajew, 1982 in Berlin geboren, studierte von 2002 bis 2008 Mathematik an der TU Berlin. Im Anschluss startete er ein Promotionsstudium Mathematik an der TU Berlin, das er im Jahr 2012 mit der nun ausgezeichneten Dissertation abschloss. Seit Februar ist er als Postdoc an der École polytechnique fédérale (EPFL) in Lausanne, Schweiz, tätig.

3. Preis (Kategorie Dissertationen, Dotierung: 1.500 Euro)

Dr.-Ing. Sebastian Göke hat seine Doktorarbeit mit dem Titel „Ultra Wet Combustion: An Experimental and Numerical Study“ im Institut für Strömungsmechanik und Technische Akustik angefertigt. Betreuer seiner Dissertation war Prof. Dr.-Ing. Oliver Paschereit. Sebastian Göke hat ein neues Verbrennungsverfahren für Gasturbinen untersucht, das auf der Eindüsung großer Mengen Wasserdampf in die Brennkammer basiert. Dies erlaubt es, den Wirkungsgrad der Gasturbine deutlich zu erhöhen und die NO2- und CO-Emissionen massiv zu senken. Gleichzeitig ermöglicht das neue Verfahren den Einsatz stark wasserstoffhaltiger Biokraftstoffe, was in bisherigen Gasturbinen nicht möglich ist. Damit ist eine effiziente, kostengünstige und CO2-freie Stromerzeugung schon in naher Zukunft möglich.

Sebastian Göke studierte Physikalische Ingenieurwissenschaften an der TU Berlin. Von 2008 bis 2012 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet für Experimentelle Strömungsmechanik der TU Berlin. In diesem Zeitraum hat er seine Dissertation verfasst, die er 2012 „mit Auszeichnung“ abschloss. Seit April diesen Jahres arbeitet er in einer großen Unternehmensberatung.

Anerkennungpreise (Dotierung jeweils 500 Euro)

Dr.-Ing. Daniel Gruner hat am Institut für Hochfrequenztechnik und Halbleiter-Systemtechnologien promoviert. Seine Dissertation, die er im Jahr 2012 „mit Auszeichnung“ abschloss, wurde von Prof. Dr.-Ing. Georg Böck betreut. Aufgrund des starken Wachstums im mobilen Datenverkehr kommt der Entwicklung moderner Hochfrequenz-Frontends derzeit eine enorme Bedeutung zu. Als eine der wichtigsten Komponenten innerhalb solcher Systeme hat der Hochfrequenz-Leistungsverstärker einen entscheidenden Einfluss auf Signalqualität, Verlustleistung, Performance, Abmessungen und somit auf die Kosten des gesamten Übertragungssystems. In seiner Dissertation „HF-Leistungsverstärker in modernen Silizium- und Verbindungshalbleiter-Technologien“ befasst sich Dr.-Ing. Daniel Gruner mit der Fragestellung, inwieweit solche Verstärkermodule kostengünstiger, kompakter und ohne große Einbußen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit realisiert werden können.

Daniel Gruner arbeitet heute als Systemarchitekt und Teilprojektleiter bei TRUMPF Hüttinger in Freiburg – einem Hersteller von Prozessstromversorgungen für Plasmaanwendungen, Induktionserwärmung und CO2-Laseranregung. 1980 in Magdeburg geboren, studierte er bis 2006 an der dortigen Universität Elektrotechnik. Im selben Jahr wechselte er an die TU Berlin zur Promotion am Fachgebiet Mikrowellentechnik.

„Exploring the potential of MFA through case studies of nickel and stainless steel” lautet der Titel der Dissertation von Dr.-Ing. Barbara Reck. Sie hat im Fachgebiet Abfallwirtschaft im Institut für Technischen Umweltschutz bei Prof. Dr.-Ing. Vera Susanne Rotter promoviert und ihre Dissertation im Jahr 2012 mit „summa cum laude“ abgeschlossen.

Material‐ oder Stoffstromanalyse (Material Flow Analysis, MFA) ist eine Methode des Fachgebietes Industrial Ecology zur Abschätzung von Lagern und Stoffströmen in einem räumlich und zeitlich begrenzten Bezugssystem. Barbara Reck stellt in ihrer Dissertation das Anwendungspotential von MFA dar, wobei im Mittelpunkt ihrer Untersuchung die Metalle Nickel und Edelstahl stehen. Die Lebenszyklen der beiden Metalle sind durch Nickel als eines der Hauptlegierungselemente von Edelstahl eng miteinander verknüpft. Der Weltverbrauch beider Metalle wuchs zwischen 2000 und 2005, stimuliert durch Chinas außerordentliches Wachstum und trotz der Tatsache, dass viele industrialisierte Nationen ihren Metallverbrauch in jenem Zeitraum reduzierten. Die vorliegende Arbeit untersucht außerdem die Gründe, weshalb gängige Metalle wie Eisen, Kupfer, oder Nickel derzeit so viel mehr recycelt werden als Spezialmetalle wie Indium und Germanium.

Barbara Reck studierte an der Fachhochschule Bingen Technischen Umweltschutz. Bereits seit 2002 forscht sie am Center for Industrial Ecology an der Yale University, USA. In dieser Zeit ist auch ihre Dissertation an der TU Berlin entstanden.

Dr.-Ing. Marcel Wältermann beschäftigt sich in seiner Arbeit mit einem Berechnungsmodell, mit dessen Hilfe sich die Sprachqualität einer Telefonverbindung vorhersagen lässt. Diese kann zum Beispiel „ausgezeichnet“ oder „ordentlich“ sein, aber auch „dürftig“ bis „schlecht“ im Fall von Störungen. Der Vorteil seines analytischen Modellansatzes ist die Möglichkeit, den Qualitätswert zu diagnostizieren und so die Ursachen und die Relevanz möglicher Störungen für den Hörer zu identifizieren. Zur Entwicklung des Modells wurden zahlreiche Hörversuche zur Erkundung des menschlichen Wahrnehmungsraumes durchgeführt. Marcel Wältermann hat am Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik bei Prof. Dr.-Ing. Sebastian Möller promoviert.
„Dimension-based Quality Modeling of Transmitted Speech“ lautet der Titel seiner Dissertation, die er im Jahr 2012 mit Auszeichnung abschloss.

Marcel Wältermann hat 2005 sein Studium der Elektrotechnik an der Ruhr-Universität Bochum beendet und war dort bis 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationsakustik. 2012 wechselte er zu den Telekom Innovation Laboratories, einem An-Institut der TU Berlin und schloss seine Promotion an der TU Berlin ab. Seit 2012 ist er bei einem Hersteller für exklusive Audio-Produkte beschäftigt.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Bettina Klotz
Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni der TU Berlin
Tel.: 030/314-27650/-22919

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