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TU Berlin

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Kunstgeschichte im Zweiten Weltkrieg

Montag, 23. April 2012

Medieninformation Nr. 94/2012

Internationale Tagung vom 27. bis 29. April 2012 beschäftigt sich mit der Disziplin in besetzten Gebieten

Auf einer Tagung vom 27. bis 29. April an der TU Berlin befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Rolle des Faches Kunstgeschichte in den Ländern, die während des Zweiten Weltkriegs von deutschen Truppen besetzt wurden. Der Blick ist dabei nicht mehr nur auf Handlungen der deutschen Besatzer gerichtet, sondern auf die Situation in den betroffenen Gebieten; eine transnationale Perspektive wird eingenommen. Veranstalter sind das Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der TU Berlin und das Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas der Universität Leipzig.

Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zur Tagung „Kunstgeschichte in den besetzten Gebieten (1939–1945)“ eingeladen:
Zeit:
27. bis 29. April 2012 
Ort:
TU Berlin, Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin,
Raum H 2036 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Tagungssprachen sind Englisch und Deutsch.

Setzte sich die Kunstgeschichte kritisch mit ihrer Rolle im Dritten Reich auseinander, geschah dies bislang in erster Linie aus deutscher Perspektive. Forschungsgegenstände waren die Fotokampagnen des Marburger Instituts, die Übernahme von Lehrstühlen und Ämtern, die Gründung neuer Institutionen, vor allem aber Aktionen des organisierten Kunstraubs. Weniger Beachtung hat die Situation in den besetzten Gebieten selbst gefunden. Hier sahen sich die Fachvertreterinnen und -vertreter mit reichsdeutschen Kollegen konfrontiert, die den Krieg als Möglichkeit begriffen, ihre eigenen Forschungsperspektiven und -interessen durchzusetzen. Der Verdrängungsdruck führte zu Konflikten in Form von persönlichen Konkurrenzen, fachinternen Kontroversen, kulturpolitischen Machtkämpfen bis hin zu offenen Repressionen, bisweilen aber auch zu unterschiedlichen Arten der Anpassung.

Nach dieser Konfrontation und ihren Folgen für die universitäre Lehre, die Museen und die Denkmalpflege wird in der Tagung gefragt. Aus vergleichender Perspektive diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Situation in den besetzten Gebieten im Osten, Westen und Norden ebenso wie in den Gebieten der Verbündeten, beispielsweise Italien oder Ungarn. Organisiert wird sie von Prof. Dr. Magdalena Bushart, TU Berlin, gemeinsam mit Dr. Alena Janatková, HU Berlin, und Dr. Agnieszka Gasior, Universität Leipzig.

Den Flyer zur Tagung finden Sie zum Download hier: www.kunstgeschichte.tu-berlin.de

jb

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Magdalena Bushart
TU Berlin
Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik
Fachgebiet Kunstgeschichte
Tel.: 030 / 314-21436

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