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TU Berlin

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2,2 Millionen Euro für gesundheitsfördernde Lebensmittel

Freitag, 14. Oktober 2011

Medieninformation Nr. 301/2011

TU Berlin beteiligt sich am neuen Forschungsprojekt zur Herstellung funktioneller Lebens- und Futtermittel aus regionalen Hülsenfrüchten

Ziel des neuen Forschungsvorhabens ist die effiziente und marktgerechte Herstellung von innovativen Lebensmitteln aus so genannten Leguminosenarten wie Erbse und Ackerbohne aus der Region. 558.000 Euro gehen an die TU Berlin. Dafür untersuchen und verändern die TU-Professoren Dietrich Knorr vom Fachgebiet Lebensmittelbiotechnologie und -prozesstechnik und Ulf Stahl vom Fachgebiet Mikrobiologie und Genetik die an Proteinen und bioaktiven Pflanzenstoffen reichhaltigen Leguminosen.

„LeguAN  –  innovative und ganzheitliche Wertschöpfungskonzepte für funktionelle Lebens- und Futtermittel aus heimischen Körnerleguminosen vom Anbau bis zur Nutzung“ heißt das Forschungsprojekt, zu dem sich auf Initiative des Innovationszentrums Technologien für Gesundheit und Ernährung der TU Berlin 17 Partner zusammengeschlossen haben. Neben der Universität Hamburg und der Technischen Universität Berlin sowie drei Instituten der Leibniz-Gemeinschaft beteiligen sich auch Partner aus der Industrie an dem Verbundvorhaben.

Die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner betonte bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides über die Förderung von 2,2 Millionen Euro am 13. Oktober 2011 in Berlin: „Erbsen und Ackerbohnen sind besonders reich an wertvollen Eiweißen und wertvollen Pflanzenstoffen. Mit den neuen Forschungsvorhaben wollen wir die Vermarktungschancen für Lebensmittel, die aus Erbsen oder Ackerbohnen hergestellt sind, erhöhen und den seit Jahren sinkenden Anbau von heimischen Eiweißpflanzen wiederbeleben.“

Die „LeguAN“-Wissenschaftler planen, die Inhaltsstoffe der Hülsenfürchte mit neuen technologischen Verfahren zu modifizieren. Wie sich diese Verbindungen auf die menschliche Gesundheit auswirken, soll in Humanstudien untersucht werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf antidiabetische und vaskuläre Effekte liegen. Die Forscher werden bei den Entwicklungsarbeiten die gesamte Wertschöpfungskette berücksichtigen und auf nachhaltige Entwicklungskonzepte setzen.

Die Forschungsarbeiten sollen das Marktpotenzial für Produkte aus Hülsenfrüchten erhöhen und den regionalen Anbau von Leguminosen fördern. Mit einer Akzeptanzstudie wird die Produktentwicklung begleitet werden. Verbraucher fragen hochwertige pflanzliche Proteine verstärkt nach. Diese Nachfrage soll auf effiziente Weise abgedeckt und das gesundheitsfördernde Potenzial dieser Leguminosen-basierten Lebensmittel wissenschaftlich belegt werden.

Die Finanzierung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung. Die Förderperiode beträgt drei Jahre. Die Gesamtkosten des Forschungsvorhabens belaufen sich auf 2,9 Millionen Euro, wobei 800.000 Euro die beteiligten Firmen bereitstellen.

jb

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:

Dr. Edeltraud Mast-Gerlach
TU Berlin
Innovationszentrum Technologien für Gesundheit und Ernährung
Tel.: 030/314-76627

www.ige.tu-berlin.de
Prof. Dr. Sascha Rohn
Universität Hamburg
Institut für Lebensmittelchemie
Tel.: 040/428 38 7979

www.chemie.uni-hamburg.de

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