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TU Berlin

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11 Millionen Euro für Berliner Nanophotonik

Mittwoch, 23. November 2011

Medieninformation Nr. 349/2011

Deutsche Forschungsgemeinschaft verlängert erfolgreichen Sonderforschungsbereich an der TU Berlin

Prof. Dr. Michael Kneissl, Sprecher des Sonderforschungsbereichs
Lupe

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird den Sonderforschungsbereich „Halbleiter-Nanophotonik“ (Sfb 787) an der TU Berlin für weitere vier Jahre fördern. Das hat sie am 23.11.2011 bekanntgegeben. Damit wird Berlins Stellung als führender Halbleiter-Photonik-Forschungsstandort in Deutschland und Europa weiter gefestigt. In der zweiten Förderperiode fließen durch die Bewilligung rund 11,3 Millionen Euro Drittmittel von der DFG in den Sonderforschungsbereich. „Dies ist eine große Anerkennung für die sehr erfolgreichen Forschungsarbeiten der vergangenen vier Jahre“, sagt Prof. Dr. Michael Kneissl, Sprecher des Großprojektes, der am Institut für Festkörperphysik der TU Berlin arbeitet. Das Forschungsspektrum reicht von der Quantenkryptographie bis hin zu neuartigen Nanolasern für eine ultraschnelle Ethernet-Verbindung.

Der wissenschaftliche Output der bisherigen Arbeit mit inzwischen mehr als 270 Veröffentlichungen und einer Reihe von Preisen und Auszeichnungen sowohl für Teilprojektleiterinnen und -projektleiter als auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist beachtlich. So wurden Doktorarbeiten unter anderem mit dem Springer Young Scientist Award, dem Carl-Ramsauer-Preis, dem Dissertationspreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und mehreren Chorafas-Preisen ausgezeichnet. Hervorzuheben sind auch der IEEE William Streifer Scientific Achievement Award für Prof. Dr. Dieter Bimberg und OSA bzw. IEEE Fellowships für Prof. Dr. Ulrike Woggon, Prof. Dr. Dieter Bimberg und Prof. Dr. Klaus Petermann.

Unter dem Titel „Halbleiter-Nanophotonik: Materialien, Modelle, Bauelemente“ forschen mittlerweile mehr als 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Disziplinen Physik, Mathematik, Materialwissenschaften und Elektrotechnik in 15 Teilprojekten an neuartigen photonischen und nanophotonischen Bauelementen. Am Sonderforschungsbereich sind die TU Berlin als Sprecherhochschule, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und eine Reihe von außeruniversitären Forschungseinrichtungen, das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik, das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut, das Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik und das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik beteiligt.

Nanophotonische Bauelemente zu realisieren, die neue Funktionalitäten und Anwendungen ermöglichen, ist das zentrale Ziel der Forschungsarbeiten. Die Forscherinnen und Forscher schlagen dabei eine Brücke zwischen grundlagenorientierter und anwendungsnaher Forschung, angefangen bei experimentellen und theoretischen Untersuchungen der elektronischen und optischen Eigenschaften von Halbleiter-Nanostrukturen bis hin zur Realisierung neuartiger nanophotonischer Bauelemente und deren Anwendung in modernsten Datenkommunikationssystemen. Dazu gehört die Entwicklung von Quanten-Schlüssel-Systemen für die absolut sichere Datenübertragung, die Quantenkryptographie. Um einen Einsatz dieser Bauelemente in realen Quantenkryptographie-Netzwerken zu ermöglichen, müssen elektrisch getriebene Qbit-Quellen und Emitter verschränkter Photonenpaare entwickelt werden, die mit hohen Bitraten bei Raumtemperatur arbeiten. Darüber hinaus sollen höchstfrequente oberflächenemittierende Laser, sogenannte VCSELs, und Nanolaser für Anwendungen in Multi-Tera-Bus-Systemen und ultraschnellen Ethernet-Verbindungen erforscht werden. Für den Einsatz in der Materialbearbeitung und für Anwendungen in der medizinischen Diagnostik und Bioanalytik sollen überdies Laserdioden im ultravioletten Spektralbereich und modengekoppelte Photonische-Kristall-Laser entwickelt werden.

Schließlich ist der Wissenstransfer ein weiteres wichtiges Anliegen des Sfb und auch hier konnten in den vergangen vier Jahren mit der Ausgründung PBC Lasers GmbH erste Erfolge erzielt werden. Die Inkubatoraktivitäten beschränken sich nicht nur auf Ausgründungen, sondern zeigen sich auch in der Zusammenarbeit mit Industriepartnern in Berlin, Deutschland und weltweit. Die Aktivitäten des Sfbs sollen durch den neuen Leiter des Fachgebietes für Optoelektronik und Quantenkommunikation, Prof. Dr. Stephan Reitzenstein, der von der Universität Würzburg im September an die TU Berlin wechselte, weiter verstärkt werden.

stt

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Michael Kneissl
Institut für Festkörperphysik der TU Berlin
Tel.: 030/314-22563

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