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TU Berlin

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Mecklenburg-Vorpommern: 2020 mit eigenem Öko-Strom zu 100 Prozent versorgt

Donnerstag, 31. März 2011

Medieninformation Nr. 98/2011

Studie zu den Möglichkeiten einer Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern – Wirtschaftliche Entwicklung durch erneuerbare Energien

Mecklenburg-Vorpommern könnte bis 2020 vollständig aus vor Ort erzeugtem Öko-Strom versorgt werden – auch ohne Offshore-Windenergie – und danach zum Exportland für erneuerbaren Strom werden. Im Wärmebereich könnten bis 2030 rund 50 Prozent des Bedarfes aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Die Anzahl der 3.400 direkt Vollzeitbeschäftigten im Bereich der erneuerbaren Energien im Jahr 2010 kann sich im Maximalszenario bis zum Jahr 2030 auf ca. 9.900 steigern, mit indirekten Beschäftigungseffekten ergeben sich bis zu 22.000 Beschäftigte.

Das sind einige der Hauptergebnisse der Studie „Mecklenburg‐Vorpommern als Leitregion für wirtschaftliche Entwicklung durch den Ausbau erneuerbarer Energien“, die die Landtagsfraktion der SPD in Mecklenburg-Vorpommern, die eine neue Energiepolitik zu ihrem Kernthema ernannt hat, beim Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der TU Berlin in Auftrag gab. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollten eine Gesamtstrategie für Mecklenburg‐Vorpommern bis zum Jahr 2050 ausarbeiten. In der Studie wurden die Voraussetzungen für eine Umstellung der Wirtschaft und Energieversorgung auf regenerative Energieträger analysiert.

Die genannten Ziele lassen sich aber nur durch erhebliche Anstrengungen erreichen. Die Studie hebt hierbei vier zentrale Handlungsfelder hervor:

  1. den systematischen Ausbau erneuerbarer Energien unter Ausnutzung der Standortvorteile in Mecklenburg-Vorpommern, u.a. mit Kommunen als Energieerzeugern;
  2. die politische Initiative der Landesregierung, die die Anstrengungen für eine Energiewende und die verfügbaren Ressourcen bündelt, um ein starkes politisches Signal zu senden;
  3. eine breite finanzielle und politische Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie 
  4. eine vorausschauende Weiterentwicklung und Gestaltung der Kulturlandschaft.

Die Forscherinnen und Forscher zeigen auf, wie wichtig die Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen, Bürgerinnen, Bürgern und Kommunen ist. Sie müssten beispielsweise verstärkt in Planungsprozesse mit einbezogen werden. Ebenso wichtig sind die Entwicklung und Erschließung neuer finanzieller Beteiligungsmöglichkeiten, die Kommunen und Landkreise, aber auch die Bevölkerung selbst beispielsweise mittels „Bürgerkraftwerken“ zu Energieproduzenten machen. So haben die Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern unmittelbar am Gewinn aus der Erzeugung von erneuerbaren Energien teil. Weiter profitieren sie von langfristig stabilen, bezahlbaren Energiepreisen, guten Bildungs- und Ausbildungsangeboten im Bereich erneuerbarer Energien, qualifizierten Arbeitsplätzen und Einkommen sowie handlungsfähigen Kommunen.

Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit der Rostocker Energie-Umwelt-Beratung e.V./Institut und dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, Berlin. "Die Vorschläge, die wir zusammengestellt haben, setzen an den vorhandenen Aktivitäten und Akteuren im Bereich erneuerbare Energien an. Wir zeigen auf, in welchen Handlungsfeldern sich das Land engagieren sollte, um sich mit einer zukunftsfähigen Energiepolitik zu profilieren", sagt Projektleiter Dr. Benjamin Nölting von der TU Berlin.

Die Ergebnisse der Studie und das energiepolitische Leitbild der SPD-Landtagsfraktion, das auf der wissenschaftlichen Untersuchung beruht, wurden am 3. März 2011 im Rahmen einer von der SPD-Landtagsfraktion in Schwerin organisierten Konferenz vorgestellt.

Die Studie und weitere Informationen zum Projekt sind zu finden unter http://www.tu-berlin.de/ztg.

ehr

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Benjamin Nölting
Tel.: 030/314-26368

Dorothee Keppler
Tel.: -23796
Fax: -26917
Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG)
TU Berlin

www.ztg.tu-berlin.de

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