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TU Berlin

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Die Straße des 17. Juni könnte schweben

Freitag, 11. März 2011

Medieninformation Nr. 74/2011

Studierende der TU Berlin gewinnen Schinkelpreise beim diesjährigen Schinkelwettbewerb zum Thema „SCIENCE CITY – Die unbedingte Universität“

Studierende der TU Berlin lassen die Straße des 17. Juni anheben. Während oben der Verkehr auf der Ost-West-Achse rollt, flanieren darunter die Menschen. So soll der Campus der TU Berlin, der bisher von der sechsspurigen Straße durchschnitten wird, zu einer Einheit verbunden werden. Für diese Idee werden Sebastian Awick und Christian Seidel, die an der TU Berlin Architektur studieren, mit dem Schinkelpreis in der Fachsparte „Architektur“ ausgezeichnet.

Aufgabe des diesjährigen Wettbewerbs, der vom Architekten und Ingenieurverein zu Berlin e.V. (AIV) ausgelobt wurde, bestand darin, bauliche Visionen für den Campus der Technischen Universität Berlin und der Universität der Künste in Berlin (UdK) zu entwickeln, mit dem Ziel, die Universitäten stärker mit dem städtischen Umfeld zu verbinden. „SCIENCE CITY – Die unbedingte Universität“ lautete der Titel des Wettbewerbs.

Auch der zweite Schinkelpreis in der Fachsparte „Architektur – Konstruktiver Ingenieurbau“ geht an Studierende der TU Berlin. Sie haben für die Schleuseninsel eine Helix-Brücke entworfen, die sich vom S-Bahnhof Tiergarten bis zum Campus spannt.

Insgesamt wurden bei dem Wettbewerb 172 Entwürfe aus unterschiedlichen planerischen Fachsparten eingereicht. Neben den beiden Schinkelpreisen wurden weitere fünf Arbeiten mit Anerkennungspreisen, vier mit Sonderpreisen der Förderer des Wettbewerbs und zwei mit Reisestipendien ausgezeichnet. Ein weiteres Team aus der TU Berlin wurde in der Fachsparte „Städtebau“ mit einem Anerkennungspreis geehrt.

Die Preisvergabe findet statt am Sonntag, dem 13. März 2011 im Konzertsaal der Universität der Künste, Hardenbergstr. 33, 10623 Berlin um 18.00 Uhr.  Die eingereichten Arbeiten sind vom 13. bis zum 27. März 2011 (jeweils von 13.00 bis 18.00 Uhr) im Amerika-Haus Berlin in der Hardenbergstr. 22-24, 10623 Berlin zu besichtigen.

Zu den Schinkelpreisen

Zu den Schinkelpreisen

Schinkelpreis „Architektur“

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Den Charlottenburger Campus, den TU Berlin und die UdK nutzen, durchzieht eine breite Schneise: die Straße des 17. Juni. Sie trennt das Gelände in zwei Teile. Und da sich eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt nicht wegplanen lässt, kamen Sebastian Awick und Christian Seidel kurzerhand auf die Idee, sie einfach anzuheben, sie als Brücke zu gestalten. Der Platz, der darunter entsteht, soll ein Raum zum Lernen und Treffen, zum Flanieren und Verweilen sein. Hier sollen Glaskörper eingebaut werden, in denen sich ein großer Mehrzweck- , Seminar- und Ausstellungsraum, Cafés und ein Learning Center befinden. Um die Autos ganz vom Platz zu bringen, befinden sich im Untergeschoss die Parkplätze. Benannt haben die beiden Studenten ihren Entwurf nach dem griechischen Baumeister Daidalos, der für sich und Ikaros Flügel geschaffen hat, um den abgesperrten Seeweg vor Kreta zu überwinden. Sie lassen die Straße des 17. Juni „abheben“, um das neue Universitätszentrum zu überwinden. „Mit einer konsequenten Maßnahme wird ein überzeugender Vorschlag für die Verkehrsführung vorgelegt, der gleichzeitig die Räume für das Learning Center erzeugt“, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Schinkelpreis „Architektur – Konstruktiver Ingenieurbau“

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Im Mittelpunkt der Kooperationsarbeit von Bauingenieuren, Architekten und Architektinnen steht die Schleuseninsel. Hier sollten innovative Lösungen zur Erschließung der Insel mit dem markanten rosa gefärbten Umlaufkanal gefunden und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dies haben die beiden TU-Studenten des Baunigenieurwesens, Gregor Korpas und Mark Karl Schulz gemeinsam mit dem spanischen Innenarchitekten Albert Pérez Santaeularia und der Berliner Architektin Emanuela Smiglak erfolgreich umgesetzt. Sie haben zum einen eine spektakuläre Helix-Brücke entworfen, die vom S-Bahnhof Tiergarten auf die Insel und von dort aus weiter auf den Universitätscampus führt. Außerdem sollen nach dem preisgekrönten Entwurf weitere Gebäude auf der Schleuseninsel entstehen, die hier eine Erlebnislandschaft entstehen lassen und somit die Öffentlichkeit auf die bisher „verschlafene“ Insel bringen. Die Struktur der vorgeschlagenen Bauten ähnelt einer sich drehenden DNA-Helix und greift damit Formen aus der Natur nach dem Vorbild der Bionik auf. In der Jury-Entscheidung heißt es: „Die Arbeit zeigt in überzeugender Weise eine sehr gelungene Zusammenarbeit zwischen den beiden Disziplinen.”

Anerkennungspreis „Städtebau“

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Akkupunktur heißt die Arbeit von Martin Gebhardt, Johannes Hipp, Peter Mackensen und Larissa Rensing, die am Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin studieren. Sie schlagen in ihrem Entwurf eine dreiteilige Strategie vor. Zum einen sollen bestehende Wegverbindung auf dem Campus  akzentuiert werden, weiterhin wollen sie „modulare Raumeinheiten“ in Form von Pavillions schaffen. Diese sind so konzipiert, dass sie jederzeit verändert und angepasst werden können. Als dritter Bestandteil des Entwurfs sollen die Gebäude, die den Campus umschließen, transparenter und durchlässiger werden, um das Gelände stärker zur Stadt hin zu öffnen. Die Jury begrüßt hier den behutsamen Umgang mit dem Bestand. Die Arbeit respektiere das Gesamtgefüge als gewachsene Struktur.

Umfangreiche Informationen zum Schinkel-Wettbewerb finden Sie unter www.aiv-berlin.de

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Jörg Brause
Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 030/24532-125
Mobil: 0170/6878 007

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