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TU Berlin

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Begeisterung und Faszination – Frauen in der Forschung

Freitag, 04. März 2011

Medieninformation Nr. 67/2011

Zum 100. Weltfrauentag am 8. März zeigt die TU Berlin zwei Ausstellungen: „Forschung ist weiblich. Wissenschaftlerinnen mit Tradition“ und „Beruf: Forscherin“

Pionierinnen aus Naturwissenschaft und Technik sowie junge, dynamische Professorinnen unserer Tage aus der TU Berlin stehen einander im Dialog gegenüber: in der Doppelausstellung „Forschung ist weiblich. Wissenschaftlerinnen mit Tradition“ und „Beruf: Forscherin“, die die Universität zum 100. internationalen Frauentag am 8. März in ihrem Lichthof zeigt. Großformatige Bildplakate und Texte sollen Schülerinnen und Studentinnen Lust auf ein naturwissenschaftlich-technisches Studium und eine Karriere in der Wissenschaft machen. Die Ausstellung reiht sich in die vielfältigen, systematisch auf einander abgestimmten Aktivitäten der TU Berlin zur Frauenförderung ein, die Schülerinnen, Studentinnen und Wissenschaftlerinnen über ihren gesamten Ausbildungs- und Qualifizierungsverlauf begleiten und unterstützen sollen.

Mit Blick auf die weibliche Geschichte der Wissenschaftsdisziplinen besteht die Ausstellung aus zwei Teilen. Die Pionierinnen, wie Caroline Haslett, die 1919 eine Gesellschaft weiblicher Ingenieure gründete, gehören zu der Wanderausstellung „Frauen in Naturwissenschaft und Technik“ aus der FH Lübeck. Ihnen gegenüber stehen die modernen Professorinnen der TU Berlin in der Posterausstellung „Beruf: Forscherin“, die das Referat für Presse und Information der TU Berlin gestaltet hat.

„Die Geoinformatik bewegt sich zwischen realer und virtueller Welt. Eine äußerst aufregende Reise, die ich mit Begeisterung unternehme.“ Mit Aussagen wie dieser von der Landschaftsplanerin und Geoinformatikerin Birgit Kleinschmit wollen die jungen TU-Professorinnen etwas von ihrem Enthusiasmus für Naturwissenschaft und Technik an die nächste Frauengeneration weitergeben. Die TU-Mathematikerin Olga Holtz sagt etwa: „In der Mathematik sah ich diesen wilden Fluss von Ideen vor mir, der immer wieder Neuland versprach.“ Die Verkehrsforscherin Christine Ahrend:  „Neue Wege in der Verkehrsplanung und in unserem Mobilitätsverhalten aufzuzeigen, bedeutet, schon heute Zukunft mitzugestalten. Das fasziniert mich immer wieder.“ Durch diese breite Palette an aktuellen und historischen Vorbildern soll sichtbar gemacht werden, dass Forschung auch weiblich ist.

Am 8. März 2011 lädt das Plenum der Frauenbeauftragten an der TU Berlin zu einem Empfang und zur Besichtigung der Ausstellung ein:
Zeit:
am Dienstag, dem 8. März 2011, 10 Uhr 
Ort:
Lichthof, TU Berlin, Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin 

Journalistinnen und Journalisten sind herzlich willkommen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 14.3.2011 in der Galerie rund um den Lichthof zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Die TU Berlin zeichnet sich durch systematisch aufeinander abgestimmte Angebote im Bereich Frauenförderung aus, die sie über den gesamten Ausbildungs- und Qualifizierungsverlauf begleiten und unterstützen. Ein Beispiel ist das neu eingerichtete Schulportal.  Es soll Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen helfen, die in den Fakultäten angesiedelten Projekte für Schülerinnen wie „Lab-Girls“ und „GET-IT“ schneller als bisher zu finden. Das Projekt „Zielgerade“ unterstützt im Studienverlauf die Ausbildung strategischer Kompetenzen und Netzwerke bei Frauen. „IMPETUS“ erlaubt bereits Bachelor-Studentinnen Einblicke in die Forschung. Im Verbund dieser Projekte wird durch Interviews parallel die Studienmotivation von Studentinnen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) systematisch erfragt. Gezielte Unterstützung und persönliche Karriereberatung erhalten schließlich Doktorandinnen mit dem Projekt „ProMotion“ durch ein aufeinander abgestimmtes und aufbauendes Weiterbildungsangebot. Außerdem ist die TU Berlin an dem hochschulübergreifenden Programm „ProFiL“ (Professionalisierung für Frauen in Forschung & Lehre – Mentoring, Training, Networking) beteiligt, das hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen bei der weiteren Planung ihrer Karriere unterstützt und sie auf künftige Führungsaufgaben einer Professur vorbereitet.

Eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bildet das seit 1996 bestehende Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) an der TU Berlin. Es erforscht Geschlechter und (konstruierte) Geschlechterordnungen. Seit dem 1. April 2009 wird das ZIFG von Prof. Dr. Sabine Hark geleitet. An dem Zentrum ist auch der „Techno-Club“ angesiedelt, der junge Frauen für ein Studium der Ingenieurwissenschaften begeistern möchte.

Gleich sieben der neun Gastprofessorinnen, die im Wintersemester 2010/11 über das Berliner Programm für Chancengleichheit finanziert wurden – so viele wie noch nie – haben einen expliziten Genderbezug in ihren Forschungsvorhaben und bereichern dadurch die Lehre um diesen zentralen Aspekt.

Zwei weitere Professuren, die das Thema  "Frauen in MINT-Fächern" in den Fokus nehmen werden seit Oktober 2010 an der Fakultät II Mathematik und Naturwissenschaften der TU Berlin gefördert. Die Universität holt sich damit die Fachexpertise, um Ergebnisse der Geschlechterforschung in die Lehre zu integrieren – ein Standard, der zum Qualitätsmerkmal guter Forschung und Lehre gehört. Darüber hinaus übernehmen die Gastprofessorinnen als sogenannte „role models“ eine wichtige Vorbildrolle für junge Frauen.

Ebenfalls an der Fakultät II Mathematik und  Naturwissenschaften überarbeitet und installiert das Studienreformprojekt „Galilea“ naturwissenschaftlich ausgerichtete Studiengänge mit dem Ziel, mehr und insbesondere weibliche Studierende für die Naturwissenschaften zu gewinnen. Neu eingerichtet wurde beispielsweise der fächerübergreifende Studiengang „Naturwissenschaften in der Informationsgesellschaft“. Dessen Ziel ist die Schaffung einer Kommunikationsschnittstelle zwischen den Einzelwissenschaften aufgrund der hier stark unterschiedlichen Sprachkulturen.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Andrea Blumtritt
Zentrale Frauenbeauftragte
Technischen Universität Berlin
Tel.: 030/314-21438

Weitere Ansprechpartnerinnen:

  • Prof. Dr. Sabine Hark
    TU Berlin
    Fakultät I Geisteswissenschaften
    Leiterin des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung
    E-Mail:
  • Prof. Dr. Katrin Bohn
    TU Berlin
    Fakultät VI Planen Bauen Umwelt
    Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung
    Fachgebiet „Stadt und Ernährung“ (seit April 2010)
    Tel.: 030/314-73290
    E-Mail:
  • Prof. Dr. Sasha Disko
    TU Berlin
    Fakultät VI Planen Bauen Umwelt
    Fachgebiet „Stadt und Gender“ (seit Juli 2010)
    Tel.: 030/314-78510
    E-Mail:
  • Prof. Dr. Claudia Neusüß
    TU Berlin
    Fakultät VII Wirtschaft und Management
    Fachgebiet „Gender Diversity in den Wirtschaftswissenschaften“ (seit März 2009)
    Tel.: 030/314-26933
  • Prof. Dr.-Ing.  Solveigh Janssen
    TU Berlin
    Fakultät V Verkehrs- und Maschinensysteme
    Institut für Land- und Seeverkehr
    Fachgebiet „Mobilität und Gender“ (seit März 2010)
    Tel.: 030/314-29660
    E-Mail:
  • Prof. Dr. Anelis Kaiser
    TU Berlin
    Fakultät I Geisteswissenschaften
    Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung
    Fachgebiet „Geschlechterforschung an der Schnittstelle zwischen Geistes- und Technikwissenschaften“ (seit August 2010)
    Tel.: 030/314-25844
    E-Mail:
  • Prof. Dr. Carmen Leicht-Scholten
    TU Berlin
    Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik und
    Fakultät V Verkehrs- und Maschinensysteme
    Fachgebiet „Gender und Diversity Management in den Ingenieurwissenschaften“ (seit Juli 2010)
    Tel.: 030/314-21780
    E-Mail:

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