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TU Berlin

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Millionenförderung für TRESOR und MIA

Mittwoch, 02. März 2011

Medieninformation Nr. 65/2011

Zwei Vorhaben der TU Berlin gewinnen beim Technologiewettbewerb „Trusted Cloud“

Auf der Computermesse CeBIT wurden am 1. März 2011 die Gewinner des Technologiewettbewerbs „Trusted Cloud“ bekanntgegeben. Zu ihnen zählen drei Teams der Technischen Universität Berlin. Zwei Teams waren mit ihrem gemeinsamen Projekt TRESOR (TRusted Ecosystem for Standardized and Open cloud-based Resources) erfolgreich, ein Team mit dem Projekt „MIA – ein Marktplatz für Informationen und Analysen“. Die beiden Vorhaben gehören zu den zwölf Projekten, die unter 116 eingereichten Vorschlägen zur Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium auserwählt wurden. In das Projekt TRESOR sollen insgesamt 4,5 Millionen Euro fließen, wovon 1,3 Millionen Euro auf die TU-Teams entfallen. Für das Projekt MIA wurde bei einem Projektvolumen von 6,2 Millionen Euro eine Förderung von 3,6 Millionen Euro beantragt, wovon eine Million für das Team der TU Berlin vorgesehen ist.

Zum Projekt TRESOR – Cloud-Dienste für das Gesundheitswesen

Das Projekt hat den Aufbau eines Cloud-Ecosystems zum Ziel, das exemplarisch für den Anwendungsbereich der Patientenversorgung im Gesundheitswesen umgesetzt wird. Bestandteile des Ecosystems sind eine neue, offene Plattform für Cloud-Dienste sowie ein Cloud-Broker. Die Plattform basiert auf etablierten Standards für Anwendungsdienste und ermöglicht damit die Interoperabilität zwischen verschiedenen Cloud-Anbietern. Auf diese Weise lassen sich Cloud-Dienste einfacher kombinieren und in unterschiedliche Anwendungen integrieren, wodurch Kosten gesenkt und Abhängigkeiten (sogenannte Lock-In-Effekte) zu einem bestimmten Cloud-Anbieter aufgelöst werden. In dem so entstehenden Marktplatz von Cloud-Ressourcen übernimmt der Cloud-Broker die Rolle eines vertrauenswürdigen Mittlers, der diese Ressourcen unter Berücksichtigung von Unternehmensrichtlinien, gesetzlichen Rahmenbedingungen und Sicherheitsvorschriften vermittelt, bündelt und zugänglich macht. Ferner integriert der Broker neue Konzepte zur geografischen Eingrenzung der Nutzung von Cloud-Diensten und zugehöriger Daten.

Von der TU Berlin sind das Fachgebiet „Service-centric Networking“ von Prof. Dr. Axel Küpper, eine Stiftungsprofessur der Deutsche Telekom Laboratories sowie das Fachgebiet „IuK Management“ von Prof. Dr. Rüdiger Zarnekow an dem Projekt TRESOR beteiligt. Darüber hinaus treten T-Systems International GmbH, Ubiry GmbH, Deutsches Herzzentrum Berlin, Paulinenhaus Krankenanstalt e.V. Berlin und medisite Systemhaus GmbH (Konsortialführer) als Projektpartner auf.

Zum Projekt MIA – ein Marktplatz für Informationen und Analysen

Das deutschsprachige Web mit derzeit mehr als sechs Milliarden Webseiten bietet ein außerordentliches Potenzial für zahlreiche Anwendungen (Apps), zum Beispiel in den Bereichen Markt- und Trendforschung, Vertrieb von Nachrichten, in der Sprachverarbeitung und allgemein in der „Business Intelligence“ (Unternehmenssteuerung). In dem Projekt „MIA – ein Marktplatz für Informationen und Analysen“, das vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des „Trusted-Cloud“-Wettbewerbs gefördert wird, entwickelt ein Konsortium von Industrie- und Forschungspartnern unter der Leitung des Fachgebiets Datenbanksysteme und Informationsmanagement (DIMA) der Technischen Universität Berlin einen Prototypen für einen Informationsmarktplatz für Deutschland.

Ziel des Projekts ist es, durch die Schaffung einer Marktplatz-Infrastruktur die Bereitstellung, Veredelung, Vermarktung und Abrechnung von Daten und Mehrwertdiensten auf Basis dieser Daten zu ermöglichen. Um dieses Ziel zu realisieren, erfolgt eine Übertragung und Adaption von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in Cloud Computing und Informationsmanagement (zum Beispiel aus dem THESEUS-Alexandria-Projekt, und der ebenfalls von Professor Volker Markl, TU-Fachgebiet DIMA geleiteten DFG-Forschergruppe „Stratosphere – Informationsmanagement in der Cloud“). Ein besonderes Merkmal des Projekts ist es, dass das deutschsprachige Internet inklusive seiner Historie als Datenbasis für Analysen und Mehrwertdienste bereitgestellt werden soll. Eine derartige Infrastruktur ermöglicht völlig neuartige Geschäftsmodelle mit Informationen und Analysen als elektronisch handelbarem Gut, die darauf bauen, in den Daten implizit und unstrukturiert vorhandenes Wissen durch algorithmische Verfahren explizit und damit nutzbar zu machen. Die gemeinschaftliche Speicherung, Analyse und Verwertung der Daten des deutschsprachigen Webs bietet erhebliche Kosteneinsparpotenziale beziehungsweise hohe Innovationspotenziale. Auf diese Weise soll eine Basis für die Informationsökonomie in Deutschland geschaffen werden, die es insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) ermöglichen wird, Daten und Analyseverfahren anzubieten und nachzufragen. Dadurch werden insbesondere für KMU erhebliche Markteintrittsbarrieren und Innovationsbarrieren beseitigt. In der ersten Pilotierung enthält der Marktplatz Anwendungsfälle für die Branchen „Medien“, „Marktforschung“ und „Beratung“ unter besonderer Berücksichtigung der hierfür spezifischen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit. In weiteren Ausbaustufen werden eine Internationalisierung sowie die Ausweitung der bereitgestellten Dienstleistungen angestrebt. Konsortialführer dieses Projekts ist das TU-Fachgebiet Datenbanksysteme und Informationsmanagement (DIMA) unter Leitung von Prof. Dr. Volker Markl. Als Konsortialpartner sind beteiligt: Empulse GmbH, Fraunhofer Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST), Neofonie GmbH, Temis Deutschland GmbH, VICO Research & Consulting GmbH. Die Partner bringen eine Eigenbeteiligung von 2,6 Millionen Euro auf.

Über Trusted Cloud

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert durch "Trusted Cloud" die Entwicklung und Erprobung von innovativen, sicheren und rechtskonformen Cloud Computing-Diensten mit insgesamt rund 50 Millionen Euro. Hinzu kommen Eigenmittel der Projektbeteiligten in etwa gleicher Höhe, so dass insgesamt rund 100 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Das BMWi-Technologieprogramm "Trusted Cloud" ist Teil des Aktionsprogramms Cloud Computing, das das BMWi im Oktober 2010 gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft gestartet hat.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Zum Projekt TRESOR:

Prof. Dr. Axel Küpper
Technische Universität Berlin
Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik
Fachgebiet Service-centric Networking und
Leiter des Bereichs Service-centric Networking
Deutsche Telekom Laboratories
Tel.: 030/8353-58810

www.snet.tu-berlin.de/kuepper

Zum Projekt MIA:

Prof. Dr. Volker Markl
Technische Universität Berlin
Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik
Fachgebiet Datenbanksysteme und Informationsmanagement (DIMA)
Tel.: 030/314-25553

www.dima.tu-berlin.de

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