direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Der Ort des Terrors

Montag, 13. September 2010

Medieninformation Nr. 263/2010

Abschlusskonferenz zur Publikation „Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager“ am 27./28. September 2010

Mit Abschluss des Projektes „Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager“ ist dieses Thema im engeren Sinne erstmals aufgearbeitet. Dies soll zum Anlass genommen werden, die Problematik der nationalsozialistischen Zwangslager insgesamt zur Diskussion zu stellen. Wir laden Sie zur Abschlusskonferenz des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin ein.

Zeit:
27. und 28. September 2010, Beginn jeweils 9.30 Uhr 
Ort:
Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin 

Bitte weisen Sie in Ihrem Medium auf diese Konferenz hin. Eine Anmeldung ist noch möglich bei: Dr. Angelika Königseder, E-Mail: .

Von 2005 bis 2009 erschienen neun Bände der Reihe „Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager“ im Verlag C.H. Beck, herausgegeben von Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, und Barbara Distel, ehemalige Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau. Mitgearbeitet haben mehr als 200 Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland. Diese haben es sich zum Ziel gesetzt, das Wissen um die Konzentrations- und ihre Außenlager, die Deutschland und das besetzte Europa als flächendeckendes Netz überzogen, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Zur Entwicklung künftiger Forschungsstrategien sollen während der Konferenz Probleme der Binnenstrukturen, der Lebensverhältnisse, der Überlebenschancen, aber auch der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und der Rezeption der Lagergeschichte erörtert werden. Typologische Aspekte werden exemplarisch betrachtet: Die nationalsozialistischen Zwangslager, die unter Bezeichnungen wie Polizeihaftlager oder Erweiterte Polizeigefängnisse unter der Hoheit der Gestapo als Haftstätten jenseits rechtsstaatlicher Maximen in großer Zahl errichtet wurden, sind ebenso wie die „Arbeitserziehungslager“, die Lager für Zwangsarbeiter oder spezielle „Zwangsarbeitslager für Juden“, von den Opfern als KZ empfunden worden. Haftbedingungen wie Organisation und Bewachung unterschieden sich kaum von den KZ, die durch die zentrale Leitung im SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt formal definiert sind.

„Zigeunerlager“ und „Sonderlager für ungarische Juden“ waren ebenso Instrumente nationalsozialistischen Terrors wie Ghettos, die im nationalsozialistischen Herrschaftsgebiet in Polen, im Baltikum, in Ungarn, in Weißrussland, in der Ukraine, in Russland und in Griechenland eingerichtet wurden. Sie waren Lager mit KZ-ähnlichen Lebensumständen, in denen die Arbeitskraft der dorthin Deportierten bis zur physischen Vernichtung ausgebeutet wurde.

Angesichts der riesigen Zahl all dieser Zwangslager ist es notwendig, sie zu charakterisieren, dabei Desiderate zu zeigen und auf weiteren erheblichen Forschungsbedarf und erinnerungspolitische Lücken aufmerksam zu machen.

Das vollständige Programm können Sie einsehen unter:
http://zfa.kgw.tu-berlin.de/konferenz_ort_des_terrors.pdf

3.215 Zeichen / ehr

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Angelika Königseder
Tel.: 030/314-21397

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.