direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Chorafas-Preis geht dreimal an die TU Berlin

Montag, 25. Oktober 2010

Medieninformation Nr. 304/2010

Für ihre wissenschaftlichen Leistungen sind die beiden Nachwuchsphysiker Tim Germann und Tim Wernicke sowie der Nachwuchsbioinformatiker Felix Franke mit dem diesjährigen Chorafas-Preis ausgezeichnet worden. Sie bekamen die Auszeichnung für ihre Doktorarbeiten auf dem Gebiet der Festkörperphysik sowie der neuronalen Informationsverarbeitung.

Die Chorafas-Stiftung zeichnet jährlich international Promovenden beziehungsweise Promovierte für ihre überdurchschnittlichen Forschungsarbeiten aus. Ziel ist die Förderung junger herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit einem Startkapital für postgraduierte Forschungen ausgestattet werden sollen. Felix Franke erhält das Preisgeld in Höhe von 4.000 US-Dollar; Tim Germann und Tim Wernicke teilen sich das Preisgeld und erhalten jeweils 2.000 US-Dollar. Seit 1996 gehört die TU Berlin zu den weltweit 25 Partneruniversitäten der Chorafas-Stiftung. Der Preis an die TU-Promovenden wurde am 19. Oktober 2010 in der TU Berlin vergeben.

Tim Germann (Jahrgang 1980) promovierte bei Prof. Dr. Dieter Bimberg auf dem Gebiet der Festkörperphysik zu dem Thema der Entwicklung und Herstellung von Halbleiter-Nanostrukturen zur Realisierung neuartiger Halbleiter-Laser. Tim Germann konnte neue Konzepte für effizientere und extrem schnelle Laserdioden entwickeln, um dem stetig steigenden weltweiten Bedarf an der Datenübertragungskapazität für das Internet gerecht zu werden. Für neue Anwendungen wie Laserprojektionssysteme in Fernsehern oder Videoprojektoren sowie zur Anwendung im medizinischen Bereich gelang es, Halbleiter-Laser mit externen Kavitäten zu realisieren, die sowohl eine exzellente Strahlqualität als auch hohe, temperaturstabile Strahlleistungen bis in den Watt-Bereich ermöglichen. Außerdem konnte auf dem Weg zum Nanolaser die Miniaturisierung mit Hilfe von Plasmonen-Effekten an Metall-Halbleiter-Grenzflächen wesentlich verbessert werden und ein Mikro-Laser mit einer Höhe von nur 2,5 Mikrometern (Millionstel Meter) und einem Durchmesser von nur 2 Mikrometern entwickelt werden. Die Doktorarbeit wurde im Rahmen des DFG-Sonderforschungsbereiches (Sfb) 787 Halbleiter-Nanophotonik erstellt. Sprecherhochschule des Sfb ist die TU Berlin. Tim Germann studierte Physik an der Universität Konstanz und der TU Berlin.

Tim Wernicke (Jahrgang 1982) promovierte ebenfalls auf dem Gebiet der Festkörperphysik. Sein Doktorvater ist Prof. Dr. Michael Kneissl, Leiter der Arbeitsgruppe Experimentelle Nanophysik und Photonik sowie Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereiches Halbleiter-Nanophotonik. In seiner Doktorarbeit beschäftigte sich Tim Wernicke, der an der Humboldt-Universität zu Berlin Physik studiert hat, mit dem Wachstum von nicht- und semipolaren Galliumnitridschichten und galliumnitridbasierten Heterostrukturen, die der Verbesserung und Weiterentwicklung von grünen, blauen und violetten Leucht- und Laserdioden dienen.

Felix Franke (Jahrgang 1982) schrieb seine Doktorarbeit am Berliner Bernstein-Zentrum für Computational Neuroscience auf dem Gebiet der neuronalen Informationsverarbeitung. Sein Doktorvater ist TU-Professor Klaus Obermayer, der das Fachgebiet Neuronale Informationsverarbeitung leitet. Schwerpunkt der Arbeit war die Entwicklung und Evaluierung neuer Verfahren zur Auswertung neuronaler Signale. Dabei geht es um die Detektion und Klassifikation von sogenannten „Spikes“, die Rückschlüsse auf die Aktivitäten der gemessenen Neurone zulassen. Diese Messungen sind von grundlegender Bedeutung für die heutigen Neurowissenschaften und ihre Auswertung wird durch die neu entwickelten Algorithmen stark vereinfacht und qualitativ verbessert. Es wurde ein Test aufgebaut, der die Qualität solcher Verfahren bestimmen kann und eine Website entwickelt, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erlaubt, ihre Verfahren mit diesem Test auszuprobieren. Felix Franke studierte Bioinformatik an der FU Berlin.

Der Namensvater der 1992 gegründeten Stiftung, der 1926 in Athen geborene Professor Dimitris N. Chorafas, ist Elektroingenieur und promovierter Mathematiker. Er lehrte an zahlreichen Hochschulen im Ausland, gründete 1961 ein eigenes Consulting-Büro und ist Autor von mehr als 125 Büchern über Wirtschaft, Naturwissenschaft und Informatik.

4238 Zeichen / sn

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Sibylle Groth
Außenbeziehungen
Internationale Kooperationen TU Berlin
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
Tel.: 030/314-23191
Fax: -25234

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.