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TU Berlin

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Bürgerarbeit statt Arbeitslosigkeit

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Medieninformation Nr. 303/2010

Der Innovationsverbund Ostdeutschlandforschung an der TU Berlin lädt zur Diskussion am 1. November 2010 ein

Ist Bürgerarbeit eine Chance oder die Endstation für Betroffene und Regionen? In Bad Schmiedeberg in Sachsen-Anhalt und einigen anderen (vor allem ostdeutschen) Kommunen wurde Bürgerarbeit als ein innovatives Instrument zur Integration von Langzeitarbeitslosen entwickelt und erprobt. Ziel war es, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren und gleichzeitig die soziale Integration der Betroffenen wieder herzustellen beziehungsweise zu erhöhen. Die Palette der Tätigkeiten reichte von Helfertätigkeiten im sozialen Bereich bis hin zur Mitarbeit im Heimatverein.

Der Innovationsverbund Ostdeutschlandforschung lädt zu diesem Thema zur Diskussion mit Sabine Böttcher, Dr. Friedrich Hauss und Sylvia Kühnel ein. Moderiert wird der Abend von Dr. Michael Thomas vom Brandenburg-Berliner Institut für Sozialwissenschaftliche Studien (BISS e.V.) und dem Netzwerk Ostdeutschlandforschung.

Interessierte Medienvertreterinnen und -vertreter sind eingeladen. Wir würden uns freuen, wenn Sie in Ihrem Medium auf diesen Termin hinweisen können. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.

Zeit:
Montag, den 1. November 2010 um 18:30 Uhr 
Ort:
Oxymoron, Rosenthaler Str. 40/41 (in den Hackeschen Höfen), 10178 Berlin 

Das Modell Bad Schmiedeberg kann als ein gelungenes Beispiel für lokale Governance angesehen werden, weil verschiedene lokale Akteure gemeinsam eine neue Lösung für regionale Probleme entwickelt haben und dabei ungewöhnliche Wege der Zusammenarbeit gegangen sind. Die soziale Integration der Bürgerarbeiterinnen und Bürgerarbeiter wuchs enorm, das kulturelle Angebot und die soziale Atmosphäre in der Stadt verbesserten sich, die Träger und Einsatzstellen gewannen an regionaler Aufmerksamkeit und die Arbeitslosigkeit sank deutlich. Ursächlich für diesen Erfolg waren vor allem die gut funktionierenden Prozesse zwischen allen Akteuren, die sich in beinahe hie-rarchiefreien Aushandlungsprozessen und verantwortungsfreudiger Initiative äußerten.

Nun soll Bürgerarbeit bundesweit arbeitsmarktpolitische Probleme lösen. Die flächendeckende Anwendung dieses Modells wird nicht gelingen, wenn die Grundlagen für lokale Governance außer Acht gelassen werden: Welche Anforderungen müssen erfüllt sein, damit eine Einführung von Bürgerarbeit Erfolg verspricht? Welche Rahmenbedingungen braucht ein solches Projekt, um gelingen zu können? Wo liegen die Grenzen des Modells?

Sabine Böttcher, Soziologin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Sozialforschung Halle und Mitglied im Netzwerk Ostdeutschlandforschung. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Arbeitsmarkt und lokale Governance (u. a. Bürgerarbeit) sowie Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familie. Sie ist Mit-Evaluatorin des Projektes "Bürgerarbeit im 1. Flächenversuch in der Stadt Bad Schmiedeberg".

Dr. Friedrich Hauss, Soziologe, ist freier Mitarbeiter am Zentrum für Sozialforschung Halle. Er leitete viele Jahre das Institut Braintools. Er ist Mit-Evaluator des Projekts "Bürgerarbeit im 1. Flächenversuch in der Stadt Bad Schmiedeberg".

Sylvia Kühnel (angefragt) ist Regionaldirektion der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt-Thüringen und Projektleiterin des Modellversuchs Bürgerarbeit in Bad Schmiedeberg.

Innovationsverbund Ostdeutschlandforschung

Der Verbund wurde im November 2005 vom Netzwerk Ostdeutschlandforschung und dem Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin gebildet. Inhaltliches Ziel des Innovationsverbundes ist eine konzeptionelle Neuorientierung der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Forschung zu Ostdeutschland. Der Innovationsverbund Ostdeutschlandforschung wird vom Berliner Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Förderung interdisziplinärer Forschungsverbünde unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter www.ostdeutschlandforschung.net.

ehr

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dorothea Walther
Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin
Innovationsverbund Ostdeutschlandforschung
Tel: 030/8161-2286

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