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TU Berlin

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Tegel wird grün

Freitag, 12. November 2010

Medieninformation Nr. 325/2010

Studierende der TU Berlin gewinnen Wettbewerb zur Nachnutzung des Flughafenareals in der Hauptstadt

GRUEN4 Städtebauliche Grundfigur
Der studentische Entwurf GRUEN4 zur Nachnutzung des Flughafens Tegel.
Lupe

Die Nachnutzung des Flughafens Tegel bleibt ein aktuelles Thema der Stadtplanungsdiskussion in Berlin. Nun wurden in München die Ergebnisse des studentischen Wettbewerbes "TXL Award 2009" offiziell bekanntgegeben. Der erste Preis ging an Studentinnen und Studenten der Stadt- und Regionalplanung und der Architektur der TU Berlin, deren Entwurf GRUEN4 ausgezeichnet wurde. Dotiert ist der Preis mit 4500 Euro.

Die Grundidee des Konzepts GRUEN4 zur Nachnutzung des Flughafens Tegel ist, ihn einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Potenziale dieses Ortes auszuschöpfen und nachhaltig auszubauen. Der Standort bietet durch seine Größe von rund 460 Hektar die Möglichkeit, verschiedensten Ansprüchen aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht gerecht zu werden. Der Entwurf versucht diese unterschiedlichen Ansprüche intelligent durch verschieden gestaltete Räume miteinander zu verbinden.

Das markante sechseckige Terminalgebäude wird zu einem Veranstaltungs-, Tagungs- und Messezentrum umfunktioniert und dient als Impulsgeber für die weitere Entwicklung. Rundherum soll sich ein Wissenschafts-, Wirtschafts- und Technologiestandort etablieren, vorrangig für Unternehmen der Umweltbranche. Dabei werden bestehende Gebäude erhalten und umfunktioniert sowie nachhaltige und ökologischen Ansprüchen gerecht werdende Gebäude neu errichtet. Genutzt werden können sie zur Ansiedlung von Wissenschaft und Forschung, Gewerbe, für Messen und Kongresse, Museen und als Wohnhäuser.

Tegel soll zu einem grünen Treffpunkt der Umweltindustrie werden. In einem Science-Center neben dem Terminal sollen die neuesten Entwicklungen in Umweltfragen und dem technischen Umweltschutz dann der Öffentlichkeit näher gebracht werden.

Die städtebauliche Grundfigur ist durch drei unterschiedliche Freiraumschneisen, die sogenannten "lanes", das Flugfeld mit den Landebahnen und die um das sechseckige Terminalgebäude neu entstehende Bebauung geprägt. Das Flugfeld wird von einer Bebauung freigehalten und dient als großflächiger Erholungsraum. Der westliche Bereich des Flugfeldes wird ein Schutzraum für bereits bestehende Biotope, ergänzt durch einen Natur-Lernhof, der inmitten der Großstadt die Natur erfahrbar macht.

Die das gesamte Gebiet durchziehenden Pfade, die sogenannten "lanes", sind der Bewegung des vorhandenen Kaltluftstroms nachempfunden und schaffen eine Verbindung der Schutz-, Frei- und Erholungsräume rund um das Flughafenareal. Gleichzeitig gliedern die "lanes" das neue Gebiet und stellen verschiedene Freiraumqualitäten bereit.  Die "lanes" streifen die Landebahnen, das Terminalgebäude und das Science-Center, schaffen Anschluss an den Kurt-Schumacher-Platz und werden somit zu einem erfahrbaren, verbindenden Raum, zu einem grünen Treffpunkt. GRUEN4 steht demnach für einen grünen Treffpunkt Tegel mit grünen Pfaden, grünen Technologien und grünen Aussichten. Grün hoch 4!

Ausgelobt wurde der Wettbewerb "TXL Award 2009" von agenda4 und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

agenda4-Wettbewerbe:

Der gemeinnützige Verein agenda4 unterstützt seit zehn Jahren Initiativen zur Verbesserung der Kooperation von Hochschulen und Unternehmen der "Real Estate Industry". Seit fünf Jahren organisiert er einen jährlichen Ideenwettbewerb, zu dem jeweils ein Unternehmen der Immobilien- oder Bauwirtschaft als Auslober gewonnen wird. Bisherige Auslober waren die Unternehmen Aurelis, Thyssen-Krupp Immobilien, Züblin Development, IVG-RWE Immobilien.

Die Preisträgerinnen und Preisträger der Projektgruppe GRUEN4:

Svende Albrecht, Stadt- und Regionalplanung
Peter Herklotz, Stadt- und Regionalplanung
Stephanie Marsch, Stadt- und Regionalplanung
Max Rehberger, Stadt- und Regionalplanung
Anja Seegert, Stadt- und Regionalplanung
Christoph Toschka, Stadt- und Regionalplanung
Verena Kühne, Architektur

3831 Zeichen / sn

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dipl.-Ing. Laura Calbet i Elias
Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin
Fachgebiet Städtebau und Siedlungswesen
Hardenbergstr. 40a
10623 Berlin
Tel.: 030/314-28065
Fax: 030/314-28153

Homepage des Instituts für Stadt- und Regionalplanung

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