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TU Berlin

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Antisemitismus in der Moderne

Donnerstag, 18. März 2010

Medieninformation Nr. 87/2010

Öffentlicher Abendvortrag von Prof. Dr. Victor Karady aus Budapest am 24. März 2010

Vom 24. bis 26. März 2010 findet an der TU Berlin eine internationale Konferenz des Zentrums für Antisemitismusforschung zum Thema „Die Entstehung und Entwicklung des Antisemitismus als politische Bewegung im europäischen Vergleich (1879 bis 1914)“ statt. Auftakt der Konferenz wird ein öffentlicher Abendvortrag sein. Prof. Dr. Victor Karady von der Central European University Budapest spricht zu: „Antisemitismus in der Moderne. Versuch einer Deutung des Undeutbaren“. Eine Anmeldung zum Abendvortrag ist noch möglich. Journalistinnen und Journalisten sind auch darüber hinaus zur Berichterstattung herzlich eingeladen.

Judenfeindschaft hat eine lange Geschichte in Europa, sie ist für die jüdische Bevölkerung eine historische Erfahrung von langer Dauer. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts nahm die Feindseligkeit gegenüber den Juden jedoch andere Formen an. Diesen entsprach der neue Begriff Antisemitismus, der seit seinem ersten Auftauchen im Berlin des Jahres 1879 sehr rasch in alle europäischen Sprachen eingegangen ist. Die Tagung konzentriert sich daher auf die Entstehungsphase des politischen Antisemitismus von 1879 bis 1914.

Wir möchten Sie herzlich zum öffentlichen Abendvortrag einladen. Das gesamte Programm können Sie einsehen unter zfa.kgw.tu-berlin.de/Konferenz240310.pdf

Zeit:
Mittwoch, 24. März 2010, 18.30 Uhr 
Ort:
TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Hauptgebäude, Raum H 3005 

Bitte weisen Sie in Ihrem Medium auf diesen öffentlichen Abendvortrag hin.

Das Neue des Antisemitismus bestand Ende des 19. Jahrhunderts unter anderem darin, dass die Judenfeindschaft nunmehr als politische Bewegung auftrat. Es handelt sich dabei um eine manifeste Form von Judenfeindschaft, die sich als politische Gesinnungsgemeinschaft formierte, eigene Organisationen gründete, politische Netzwerke ausbildete und mit den Medien politischer Öffentlichkeitsarbeit gegen Juden agitierte.

Die Tagung geht diesen politischen Dimensionen des Antisemitismus in Europa nach, fragt nach den kulturgeschichtlichen Dimensionen des politischen Antisemitismus und dessen Rolle und Funktion in den unterschiedlichen politischen Kulturen Europas. So will die Tagung die neuen Fragen und Perspektiven der Kulturgeschichte der Politik für die Antisemitismusforschung fruchtbar machen.

Gegenstand der Tagung sind die politischen Debatten und Organisationen, das Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit, die Bedeutung der Medien für den politischen Antisemitismus, die Formen des Antisemitismus in den politischen Kulturen Europas, die Politik der Gewalt, die antisemitische Agitation im ländlichen und städtischen Raum.

Ziel der Konferenz ist es, diese Aspekte des politischen Antisemitismus unter europäisch-vergleichender Perspektive in den Blick zu nehmen. Eine der zentralen Fragen zielt darauf, ob es sich bei dem Phänomen des politischen Antisemitismus um eine europäische Erscheinung handelt, oder ob eher von antisemitischen Bewegungen in Europa gesprochen werden muss.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Elisabeth Lindner
TU Berlin
Zentrum für Antisemitismusforschung
Tel.: 030/314-25854
Fax: -21136

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