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TU Berlin

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Die Lage der rumänischen Roma

Donnerstag, 01. Juli 2010

Medieninformation Nr. 206/2010

Wissenschaftliche Tagung am 9. und 10. Juli 2010 zu Darstellung und Wahrnehmung rumänischer Roma

Das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin lädt am 9. und 10. Juli 2010 zu einer wissenschaftlichen Tagung zur Darstellung und Wahrnehmung rumänischer Roma ein. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Eine Anmeldung ist noch möglich (per E-Mail: )

Zwei Jahrzehnte ambivalenter gesellschaftlicher Entwicklung prägen die osteuropäischen Gesellschaften. Sie stehen einerseits für die Liberalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft, die Erlangung demokratischer Rechte sowie für den Beitritt zu Nato und Europäischer Union. Andererseits tragen sie Zeichen sozialer, politischer und kultureller Krisen. Diese ambivalenten Züge treten an den osteuropäischen Roma besonders deutlich hervor. Konnten zum einen menschen- und minderheitenrechtliche Mindeststandards sowie Elemente gesellschaftlicher und politischer Teilhabe durchgesetzt werden, so ist zum anderen ihre Lage in weiten Teilen von extremer Verarmung, Diskriminierung und rassistischer Gewalt geprägt. Dieser gesellschaftliche Zustand hat seine Protagonisten und Nutznießer und erfährt öffentliche Rechtfertigung.

Wir laden herzlich zu der Tagung „‘Antiziganismus‘: Vorurteil und Diskriminierung“ ein:
Zeit:
am Freitag, 9. Juli 2010, 9.30 Uhr 
Ort:
TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Hauptgebäude, Raum H 1035

Bitte weisen Sie in Ihrem Medium auf diese Veranstaltung hin.

Der Fokus der Tagung liegt auf Rumänien und der Lage rumänischer Roma. Hierbei handelt es sich aber keineswegs um ein osteuropäisches Phänomen. Im Zuge der Ost-West-Migration seit 1990 kam es in fast allen westeuropäischen Ländern zu öffentlicher Diffamierung von Roma seitens der Medien und Politik, die auch von rassistischen Übergriffen begleitet wurden. Länderübergreifend zeigen sich vergleichbare Vorurteils- und Diskriminierungsformen.

Was aber lässt Roma regelmäßig zum Ziel von Angriffen seitens der Mehrheitsbevölkerung werden? Erfüllen sie nur eine krisenbedingte Sündenbockfunktion oder handelt es sich um die zeiträumliche Kontinuität eines europaweiten „Antiziganismus“? In beiden Fällen ist nach den historischen wie aktuellen Grundlagen zu fragen. Wie tauglich ist die Beschreibung als europaweites Phänomen, und lässt sich ein gemeinsamer Diskursraum von Ost und West empirisch belegen? Wo liegen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Wie gestaltet sich vor diesem Hintergrund die soziale Realität, Verwaltungspraxis und Politik?

ehr

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Brigitte Mihok
TU Berlin
Zentrum für Antisemitismusforschung
Tel.: 030/314-23079

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