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TU Berlin

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Gemeinsame Medieninformation von TU Berlin und IHP-Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik Frankfurt (Oder)

2,5 Mio Euro für Spitzenforschung in der Siliziumphotonik

Montag, 21. Juni 2010

Medieninformation Nr. 191/2010

Gründung des „Joint Lab Silicon Photonics“ von TU Berlin und IHP-Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik Frankfurt (Oder)

Die Technische Universität Berlin und das IHP aus Frankfurt (Oder) haben das „Joint Lab Silicon Photonics“ gegründet, ein neues gemeinsames Forschungslabor. Am 18. Juni 2010 wurde das „Joint Lab“ feierlich eröffnet. Die Exzellenz der TU Berlin in der Photonik und die Spitzenforschung im Bereich der Halbleitertechnologie des IHP mit seiner 200 mm – BiCMOS-Pilotlinie werden damit gebündelt, um neue Technologien für schnelle und energiesparende Mikrochips zu entwickeln.

Mit dieser Kooperation wurde ein einzigartiges Innovations- und Kompetenzzentrum in Deutschland gegründet und der gemeinsame Forschungsstandort Berlin/Brandenburg nachhaltig gestärkt. Mit-Initiator des Projekts Prof. Dr. Klaus Petermann vom Fachgebiet Hochfrequenztechnik der TU Berlin erklärt: „Die Fakultät Elektrotechnik und Informatik der TU Berlin hat schon lange vor der Joint-Lab-Gründung intensiv mit dem IHP auf dem Gebiet der Siliziumphotonik zusammen gearbeitet. Im Dezember 2009 haben wir eine langfristige Kooperationsvereinbarung unterschrieben, die den Weg zum gemeinsamen Forschungslabor geebnet hat.“

Die Verbindung von photonischem mit technologischem Know How der TU Berlin und des IHP Frankfurt (Oder) ermöglicht die Entwicklung einer neuen Art von Schaltkreisen in Mikrochips, den photonischen ICs, welche die beiden Partner allein derzeit nicht realisieren könnten. „Derartige ICs werden bislang nur an zwei bis drei Orten weltweit hergestellt. Dabei haben wir, was die Geschwindigkeit der Elektronik betrifft, die Nase vorn“, erklärt Mit-Begründer des „Joint Labs“ Prof. Dr. Bernd Tillack vom IHP.

Die Siliziumphotonik (Silicon Photonics) ist ein sich rasant entwickelndes Forschungsgebiet im Bereich der Optoelektronik, in dem Technologien für die optische Übertragung und Verarbeitung von Informationen auf dem Mikrochip entwickelt werden. Damit können die physikalischen Grenzen der Mikroelektronik ausgedehnt und schnellere Chips bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch ermöglicht werden.

Das Joint Lab Silicon Photonics verfolgt die Strategie, gemeinsam Forschungsprojekte der Partner IHP und TU Berlin einzuwerben und als Plattform für anwendungsorientierte Forschung zu agieren, die die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Industrie verstärkt sucht. Die Einrichtung wird eng mit Firmen der Region und im europäischen Rahmen mit Spitzeninstitutionen auf dem Gebiet der Siliziumphotonik zusammenarbeiten.

Die Forscherinnen und Forscher haben für das „Joint Lab“ bisher 2,5 Millionen Euro eingeworben. Finanziert werden die Projekte von der Europäischen Union, der Deutschen Forschungsgesellschaft und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.

jb

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:

Prof. Dr.-Ing. Klaus Petermann
Technische Universität Berlin
Tel.: 030/314-23346

Heidrun Förster
IHP
Tel.: 0335/5625204

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