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TU Berlin

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Kapstadt: Wider das Verkehrschaos

Freitag, 18. Juni 2010

Medieninformation Nr. 188/2010

Straßenplaner der TU Berlin sind beteiligt an dem Minibus-Projekt „Stadium“ für die südafrikanische Stadt

Rund 2,9 Millionen Menschen leben im Stadtgebiet von Kapstadt, einem der neun Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft 2010. Das Nahverkehrssystem besteht überwiegend aus privaten Taxis, einigen Buslinien, einem im Aufbau befindlichen Schnellbus-System und privaten Minibus-Taxis. Bei einem Großereignis wie der Fußball-WM ist das Verkehrschaos vorprogrammiert. Ein leistungsfähiges, modernes Transport-Managementsystem, an dem unter anderem Forscher der TU Berlin arbeiten, soll Abhilfe schaffen.

Die sogenannten "Minivans", die Minibus-Taxis, spielen aufgrund ihrer Fahrgastanzahl eine bedeutende Rolle im Verkehrsnetz und stehen daher im Fokus des Forschungsvorhabens "Stadium", an dem das Fachgebiet Straßenplanung und -betrieb der TU Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Richter beteiligt ist. Die TU-Wissenschaftler kümmern sich insbesondere um die Evaluation der Daten. Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt hat zum Ziel, einem breiten Nutzerkreis innovative und leistungsfähige Transport-Managementsysteme zur Verfügung zu stellen, die auf modernen Informations- und Kommunikationstechnologien basieren und speziell für den Einsatz bei  Großereignissen ausgelegt sind.

17 internationale Partner testen die Entwicklungen bei drei Groß-ereignissen: das erste ist die derzeit stattfindende Fußballweltmeisterschaft in Südafrika (Sommer 2010). Weitere Tests sind bei den Commonwealth Games im indischen Neu-Dehli im Herbst 2011 vorgesehen sowie bei den Olympischen Spielen in London (Sommer 2012).

Die südafrikanische Situation ist zum Beispiel gekennzeichnet durch fehlende Fahrpläne und eine fehlende Festlegung von Routen beim Bussystem. Private Minibus-Besitzer ringen täglich miteinander um Passagiere. Die Forscher planen, Informations- und Kommunikationstechnologien zu implementieren, um später die Position des Busses bestimmen können. Auch können den Bussen über dieses System Fahrgäste per Call-Center zugeleitet werden. Zur WM stehen bereits etwa 20 Fahrzeuge zur Verfügung. Vor, während und nach der WM werden Testfahrer zu den Fahrzeugdaten, der Verkehrssystemqualität, der ökonomischen Effizienz, Umwelt- und sozioökonomischen Wirkungen sowie zu der technischen Qualität der neuen Systeme befragt. Der Einsatz des kompletten Systems wird so noch etwas auf sich warten lassen. Angepeilt ist ebenfalls ein Fußballereignis: die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine im Jahr 2012.

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Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:

Prof. Dr. Thomas Richter
Technische Universität Berlin
Institut für Land- und Seeverkehr
Fachgebiet Straßenplanung und Straßenbetrieb
Tel.: 030 / 314-72604

Dipl.-Ing. Philipp Gilka
Technische Universität Berlin
Institut für Land- und Seeverkehr
Fachgebiet Straßenplanung und Straßenbetrieb
Tel.: 030 / 314-72561

Das Projekt im Internet: www.tu-berlin.de/?id=25144

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