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TU Berlin

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Pionier der Raumluft

Freitag, 09. Juli 2010

Medieninformation Nr. 214/2010

TU Berlin feiert 125 Jahre Hermann-Rietschel-Institut / Einladung für Journalisten

Am 12. Juli 2010 feiert das Fachgebiet Heiz- und Raumlufttechnik, Hermann-Rietschel-Institut, der TU Berlin sein 125-jähriges Bestehen. Im Rahmen eines Festkolloquiums werden ehemalige Professoren sowie Institutsfreunde Fachvorträge halten. Außerdem wird der mit insgesamt 9.000 Euro dotierte IMTECH-Hermann-Rietschel-Preis an Absolventen im Bereich Heiz- und Raumlufttechnik verliehen. Den ersten Preis erhält Jürgen Zeisberger (Hochschule München), mit dem zweiten Preis wird Frederik Schmahl (RWTH Aachen) ausgezeichnet und der dritte Preis wird an Stefan Brandt von der TU Berlin vergeben. Wir möchten Sie hiermit herzlich zu der Veranstaltung einladen.

Zeit:
am Montag, dem 12. Juli 2010, 10.00 bis 16.00 Uhr 
Ort:
TU Berlin, Hörsaal (HL1), Marchstr. 4, 10587 Berlin 

Das Programm der Veranstaltung finden sie unter: www.tu-berlin.de/?id=64035

Hermann Rietschel (1847 – 1914) gilt als einer der Wegbereiter des modernen Maschinenbaus. Die Technische Hochschule Charlottenburg, Vorgängereinrichtung der TU Berlin, erkannte als erste Hochschule Deutschlands die zukünftige Bedeutung des Faches "Heizung und Lüftung" und besetzte 1885 den neu geschaffenen Lehrstuhl für „Ventilation und Heizungswesen“ mit Hermann Rietschel. Unter anderem entwickelte er die Idee, die bei der Erzeugung von Energie anfallende Wärme (Abwärme) als Fernwärme für die Heizung von Gebäuden und Stadtteilen zu nutzen. Außerdem erfand er den bekannten Rippenheizkörper und lieferte auch dessen Berechnungsgrundlagen. Er war Mitglied des Gremiums zur Vergabe der Aufträge zum Bau der technischen Anlagen des Reichstagsgebäudes sowie diverser Schauspielhäuser. 1893 wurde Hermann Rietschel Rektor der Technischen Hochschule Berlin und 1894 deren Prorektor.

Seit Rietschels Zeit wurden im Fachgebiet Heiz- und Raumlufttechnik grundlegende Forschungen zu Rohr- und Kanalnetzen, Heizungs- und Lüftungsanlagen, zu Wärme- und Stofftransport sowie zur Behaglichkeit in Innenräumen durchgeführt. Seit 1992 existiert der Forschungsschwerpunkt "Empfundene Luftqualität in Gebäuden". Das Fachgebiet ist inzwischen federführend bei der Gestaltung von nationalen und internationalen Richtlinien und Normen. Weitere Forschungsvorhaben sind Untersuchungen zu Latentwärmespeichern, Raumströmungen in Lokführerständen und Flugzeugkabinen sowie Strömungssimulationen. Nach wie vor im Fokus der Forschung steht, wie zu Rietschels Zeiten, die Beheizung und Belüftung von Schulgebäuden.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr.-Ing. habil. Birgit Müller
stellvertretende Fachgebietsleitung
Tel.: 030-314 24176

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