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TU Berlin

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Startschuss für das Experimentalhaus

Mittwoch, 23. September 2009

Medieninformation Nr. 228/2009

Die TU Berlin legt den Grundstein für ein Gebäude, das moderne Energiekonzepte veranschaulichen soll

Rund 300.000 Euro hat die TU Berlin aus eigenen Mitteln in die Hand genommen, um ihren Studierenden mit einem neuen "Experimentalgebäude" hochqualitative und anschauliche Lehre zu bieten. Am 30. September 2009 wird nach einiger Vorbereitungszeit auf dem TU-Südcampus der Grundstein für den Bau gelegt, der demonstrieren soll, wie sich zeitgemäße und funktionale Architektur mit dem neuesten Stand der Gebäude- und Klimatechnik verbinden lassen.

In dem Haus aus Glas und Holz mit rund 130 Quadratmetern Grundfläche, die in einen Seminarraum und einen Technikraum aufgeteilt sind, sollen insbesondere Projekte im Bereich der regenerativen Energietechnik durchgeführt werden. Gebäude haben heute einen hohen Bedarf an Primärenergie. Zunehmend sind also die Entwicklung und der Einbau regenerativer Technologien gefragt, um sie zu heizen und zu klimatisieren. Das Experimentalgebäude der TU Berlin soll daher möglichst viele Varianten von Energiekonzepten erlebbar machen. Entsprechend ist es technisch nicht auf ein bestimmtes Energiekonzept ausgerichtet, sondern es werden unterschiedliche Varianten integriert, um Vergleiche zu ermöglichen. Insbesondere die Wärmeerzeugung und -verteilung sowie die klimatischen Auswirkungen der Fassadengestaltung oder auch lichttechnische und akustische Aspekte sollen veranschaulicht werden.

Wir laden Sie herzlich zur Grundsteinlegung ein:

Grundsteinlegung für das Experimentalhaus
Zeit:
am Mittwoch, dem 30. September 2009, 14 Uhr 
Ort:
TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, auf dem Parkgelände hinter dem Hauptgebäude (zwischen Ernst-Ruska-Haus und TU-Mensa)

Ein Haus für die Lehre voll innovativer Technik

Das Haus wird Sonnenkollektoren beherbergen, Heiz- und Kühltechnik für Decken und Böden, austauschbare Fassaden mit verschiedenen Glasarten, einen automatischen Sonnenschutz, Lenksysteme für Tageslicht sowie ausgeklügelte Beleuchtungsmethoden. Geplant ist auch eine Wärmepumpe mit zwei je 100 Meter tief reichenden Erdsonden, ein Brennwertgerät sowie eine Adsorptionskälteanlage. Mehrere Firmen konnten als Sponsoren gewonnen werden. Auch sie profitieren von der Forschung. Hier können sie ihre neuesten Entwicklungen und Prototypen testen lassen. Innen und auf dem Dach des Gebäudes wird außerdem modernste Messtechnik mit Zugang zum Internet installiert.

Bereits während der Planung und Errichtung ist das Projekt der Lehre zugute gekommen. Mit Studien- und Diplomarbeiten werden Studierende im Hauptstudium aus den Bereichen Architektur, Energie- und Prozesstechnik an den Planungen beteiligt sein.

Koordiniert wird die Errichtung des Gebäudes Dr.-Ing. Birgit Müller, der stellvertretenden Leiterin des Fachgebiets Heiz- und Raumlufttechnik, (Hermann-Rietschel-Institut) der TU Berlin, unterstützt von der Bauabteilung der TU Berlin.

Die TU-Initiative "Offensive Wissen durch Lernen - OWL"

Zu verdanken ist diese neue Errungenschaft für die TU-Lehre der Initiative "Offensive Wissen durch Lernen - OWL". Im Jahr 2006 legte die TU Berlin dieses 10-Millionen-Euro-Programm auf und initiierte damit einen Wettbewerb für innovative, die Lehrsituation verbessernde Projekte. Mehr als 150 Projekte aus allen Bereichen der Lehre wurden schließlich als förderungswürdig ausgewählt. Eines der größten davon war das Experimentalgebäude. Zunächst wurde daraufhin ein Realisierungswettbewerb unter den Studierenden ausgeschrieben, den die damals angehende Architektin Gertraud Zwiens für sich entscheiden konnte. Ihr "C-Gebäude", so die Jury damals, vereine die gestalterischen, technischen und konstruktiven Anforderungen durch ein einziges Gebäudeelement. Das umklammernde ‚C' sei architektonische Gestalt, Tragstruktur, Technikraum, Doppelboden, Montagefläche und Anstellwinkel für die Dachkollektoren in einem und funktioniere auch isoliert für sich.

Das Experimentalgebäude stellt gleichzeitig eine gelungene Kooperation verschiedener TU-Fachgebiete wie Heiz- und Raumlufttechnik, Konstruktives Entwerfen und Klimagerechtes Bauen, Tragwerksentwurf und -konstruktion, Gebäudetechnik und Entwerfen, Energietechnik und Umweltschutz, Maschinen- und Energieanlagentechnik, Lichttechnik, Signale und Systeme der Akustik sowie Technische Akustik - Körperschall dar.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr.-Ing. Birgit Müller
Technische Universität Berlin
Hermann-Rietschel-Institut
Fachgebiet Heiz- und Raumlufttechnik (stellvertretende Leitung)
Tel.: 030/314-24176 oder 314-24170, -23376

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