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TU Berlin

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Architekturführer zum Neuen Museum Berlin erschienen

Dienstag, 13. Oktober 2009

Medieninformation Nr. 246/2009

Anlässlich der Eröffnung des Bauwerkes am 16. Oktober 2009 legt TU-Professor Adrian von Buttlar einen kunsthistorischen Wegweiser vor

Pünktlich zur Eröffnung des Neuen Museums Berlin am 16. Oktober 2009 erscheint der Architekturführer „Neues Museum Berlin“ zur Geschichte und Auferstehung des Bauwerkes. Autor ist Adrian von Buttlar, Professor für Kunstgeschichte an der TU Berlin und von 1996 bis zum Juli 2009 Vorsitzender des Landesdenkmalrates Berlin.

Architekturführer zum Neuen Museum Berlin
Lupe

Herzstück des Architekturführers ist ein Rundgang um und durch das Baudenkmal, auf dem Adrian von Buttlar sowohl das äußere Erscheinungsbild des Museums, als auch sein Inneres mit seinen Höfen und Sälen akribisch nachzeichnet, in denen heute wieder die Bestände des Ägyptischen Museums und des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Öffentlichkeit gezeigt werden. Die detaillierten Erläuterungen verbunden mit einer reichen Bebilderung führen das Gebäude nicht nur in seiner alten und modernen Pracht vor Augen, sie sind vor allem Quelle des Genusses und Verständnisses für die meisterhafte architektonische Restaurierung und ergänzende Wiederherstellung des Neuen Museums - ganz im Sinne der Inschrift am Westgiebel des Gebäudes. In goldenen Lettern steht dort: ARTEM NON ODIT NISI IGNARUS – Die Kunst verachtet nur der Ungebildete.

In dem der Vorstellung der Ausstellungsräume vorangestellten Kapitel zur Geschichte und Bedeutung des Museums würdigt Adrian von Buttlar  den von Friedrich August Stüler zwischen 1843 und 1859 errichteten Kunsttempel als ein bereits damals außergewöhnliches und modernes Bauwerk sowohl hinsichtlich seiner Konzeption als Gesamtkunstwerk aus Architektur, künstlerischer Ausschmückung und ausgestellten Kunstwerken als auch hinsichtlich der Anwendung modernster Bautechniken. Ausführlich erläutert er die denkmalpflegerische Philosophie des englischen Architekten David Chipperfield zur Restaurierung des Gebäudes, das im  2. Weltkrieg durch einen Bombentreffer stark zerstört wurde und in der DDR-Zeit weiter verfiel. Chipperfields „Synthese der Gegensätze, bei der Geschichte und Gegenwart zu einer spannungsvollen Einheit verschmelzen“, erreiche „im Neuen Museum eine spektakuläre und innovative Qualität“ schreibt von Buttlar.

Ein großes Verdienst dieses Architekturführers ist es, dass es Adrian von Buttlar bei der Beschreibung des Museums immer darum geht zu zeigen, wo und wie sich diese „Synthese der Gegensätze“ widerspiegelt, welche Lösungen Architekten, Restauratoren und Museumsfachleute unter Leitung Chipperfields gefunden haben, das zerstörte Museum wieder aufzubauen – nicht als „detailgenaue Replik“, aber stets das historische Bauwerk vor Augen. In seiner Laudatio resümiert von Buttlar: Die „tradierte historische Substanz“ des Museums und „seine künstlerische Idee wurden soweit wie möglich bewahrt und dennoch in eine neue Identität überführt. Diese Vergegenwärtigung des Baudenkmals entspricht nicht zuletzt der aktuellen museologischen Auffassung von Wert, Bedeutung und Vermittlung der im Neuen Museum präsentierten Kunstwerke und Sinnhorizonte“.

Adrian von Buttlar, Neues Museum Berlin – Architekturführer, Hrsg. von den Staatlichen Museen zu Berlin, Deutscher Kunstverlag 2009, 104 Seiten mit 55 farbigen und zehn schwarzweißen Abbildungen, 12 Euro, ISBN: 978-3-422-06889-6

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Adrian von Buttlar
Institut für Geschichte und Kunstgeschichte der TU Berlin
Straße des 17. Juni 150/152
10623 Berlin
Tel.: 030/314-25014, -23232
Fax: -23844

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