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TU Berlin

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Die Ringbahn – Sinnbild von Einheit und Teilung Berlins

Montag, 12. Oktober 2009

Medieninformation Nr. 245/2009

Studierende des Master-Studiengangs Historische Urbanistik starten eine neue Website zur Geschichte des Berliner Verkehrsmittels

Eine S-Bahn, die im Kreis fährt, und das in einer Stunde, mit der Stadt als Ziffernblatt – die Berliner Ringbahn mit ihrer Form eines Hundekopfes im Grundriss der Metropole ist etwas Besonderes. Sinnbild von Einheit und Teilung Berlins lenkt sie den Blick von der Innenstadt nach außen: Autobahn statt Ku’damm, Baumarkt statt Berliner Dom – kein Zentrum ohne Peripherie. Auf knapp 38 Kilometern geht es über 27 Stationen um das Innenstadtgebiet herum, kommt ihm nahe und entfernt sich wieder, streift das lebendige, schmutzige, brachliegende, innovative, geschichtsträchtige und unbedeutende Berlin. Acht Autoren aus dem TU-Master-Studiengang Historische Urbanistik des Center for Metropolitan Studies (CMS) haben die Ringbahn "erfahren" und eine Website erstellt mit informativen Essays und Bildern zur Historie, mit Quartierspaziergängen und BesuchertIpps, die zur eigenen Erkundung entlang der Strecke anregen sollen: www.ringbahn.com

"S41 nach Ring" – der Text auf den Anzeigetafeln beschreibt das Außergewöhnliche einer Fahrt auf dieser Endlosschleife, die als zeitlicher und räumlicher ‚roter’ Faden jedes Berlin-Bild komplettiert. Für Fortgeschrittene, aber vor allem für Einsteiger! Unter Leitung von Prof. Dr. Dagmar Thorau sind die Studierenden eingetaucht in die die Ringbahn umgebende Stadtlandschaft und beobachteten dabei nicht nur Randerscheinungen. Die Menschen, die hier lebten und leben, sind ebenso Thema ihres Projekts, wie der gebaute, unbebaute, bisweilen unwirtliche Raum in all seinen Ausprägungen und mit seiner wechselvollen Geschichte. Einiges ist sichtbar im Umfeld der Strecke und Bahnhöfe, anderes gilt es aufzuspüren. Die Essays, Tipps und Quartierspaziergänge sind teils als Download verfügbar und regen zur Erkundung des in jeder Hinsicht vielfältigen Gebietes an, ohne dabei die Ringbahn als ‚Medium’ aus den Augen zu verlieren.

Das Ziel der neuen Website ist es, einen systematischen Zugriff auf die Stadt abseits der bekannten Touristenpfade zu ermöglichen, und zwar aus alltäglicher wie historisch-kulturwissenschaftlicher Perspektive. Das Projekt möchte zur aktiven Erkundung vor Ort animieren. Hierfür liefert die Website eine digitale Vorlage und den Navigator, verlinkt Informationen rund um die Ringbahn und bindet die Berliner Trasse in das World Wide Web ein: Individuell erlebbar, aber völlig kostenlos – auf Deutsch wie auf Englisch. 

Der Berliner Künstler Björn Paulissen schuf für jede der 27 Stationen individuelle Collagen, die in den Räumen des CMS im TU Hochhaus zu sehen sind.

Start und Präsentation der Ringbahn-Website

Eröffnung der Ausstellung
Zeit:
14. Oktober 2009, 18 Uhr
Ort:
Center for Metropolitan Studies, TU-Hochhaus,
Ernst-Reuter-Platz 7, 10623 Berlin
2.557 Zeichen / pp

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Dagmar Thorau
Technische Universität Berlin
Center for Metropolitan Studies
Institut für Geschichte und Kunstgeschichte
Tel.: 030 / 314-28412

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