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TU Berlin

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TU Berlin ehrt Chemie-Nobelpreisträger

Montag, 30. November 2009

Medieninformation Nr. 305/2009

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Gerhard Ertl wird Ehrenmitglied der TU Berlin und hält Bohlmann-Vorlesung / Einladung

Der Chemienobelpreisträger Gerhard Ertl (l.) und TU-Professor Helmut Schwarz (r.).
Lupe

Am 4. Dezember 2009 verleiht die TU Berlin an Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Gerhard Ertl die Würde einer Ehrenmitgliedschaft. Die Universität ehrt damit einen außerordentlichen Wissenschaftler und einen der bedeutendsten Chemiker unserer Zeit, der für seine bahnbrechenden wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der heterogenen Katalyse im Jahr 2007 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde. Die Ehrenmitgliedschaft wird nur sehr selten an Nichtmitglieder bzw. ehemalige oder von ihren amtlichen Pflichten entbundene Mitglieder der TU Berlin verliehen und setzt besondere Verdienste um die Universität voraus.

Vergeben wird die Ehrung durch den Präsidenten der TU Berlin, Prof. Dr. Kurt Kutzler, im Rahmen der alljährlich stattfindenden Bohlmann-Vorlesung, die Professor Ertl zum Thema „Elementarschritte bei der heterogenen Katalyse“ an der TU Berlin halten wird.

Wir möchten Sie hiermit herzlich zu der Ehrung und zu der Bohlmann-Vorlesung einladen:

Ehrung an Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Gerhard Ertl
Zeit:
am Freitag, dem 4. Dezember 2009, 16.00 Uhr 
Ort:
TU Berlin, Chemiegebäude, Hörsaal C 130, Straße des 17. Juni 115, 10623 Berlin 

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Gerhard Ertl – Zur Person

Der 1936 geborene Ertl studierte zwischen 1955 und 1961 Physik in Stuttgart, München und Paris. Im Jahr 1965 promovierte er an der TU München, zwei Jahre später folgte die Habilitation. Zwischen 1968 und 1973 war er Professor und gleichzeitig Direktor am Institut für Physikalische Chemie der TU Hannover (heute Leibniz Universität Hannover), danach wechselte er an die Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 1986 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2004 war er Direktor der Abteilung Physikalische Chemie am Fritz-Haber-Institut (FHI) der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin.

Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt im Bereich der sogenannten Oberflächenchemie. Seine Arbeiten zur Katalyseforschung haben wesentlich dazu beigetragen, dass viele weitgehend unverstandene Prozesse der technischen Katalyse im Ansatz aufgeklärt werden konnten. Die Erkenntnisse, die aus seiner Arbeit gewonnen werden konnten, sind für viele wirtschaftlich genutzte Prozesse von großer Bedeutung. So wurden erst durch seine Forschung die Vorgänge in den Katalysatoren von Autos vollständig nachvollziehbar.

Mit der TU Berlin ist Gerhard Ertl auf vielfache Art verbunden. 1986 wurde er zum Honorarprofessor der TU Berlin ernannt. Das Fritz-Haber-Institut als außeruniversitäre Forschungseinrichtung ist für die TU Berlin einer der wichtigsten strategischen Partner. Zahlreiche langjährige Kooperationen bestehen zwischen beiden Wissenschaftsinstitutionen. Dies manifestiert sich in vielen gemeinsamen Forschungsprojekten und Promotionen. Auch Gerhard Ertl hat mit der Betreuung vieler Doktorandinnen und Doktoranden und seinen zahlreichen Gastvorträgen maßgebliche Impulse für den Forschungsbereich Chemie an der TU Berlin gegeben.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Gerhard Ertl ist darüber hinaus mit dem Institut für Theoretische Physik der TU Berlin seit vielen Jahren eng verbunden. So war er zusammen mit Werner Ebeling und Lutz Schimansky-Geier (HU Berlin), Eckehard Schöll (TU Berlin) und Jürgen Kurths (Universität Postsdam) 1998 einer der Gründer des DFG-Sonderforschungsbereiches 555 "Komplexe nichtlineare Prozesse", der seit elf Jahren mit starker Beteiligung der TU Berlin (stellvertretender Sprecher: E. Schöll) erfolgreich arbeitet.

Wichtiger Partner ist das FHI auch bei dem Exzellenzcluster "Unifying Concepts in Catalysis" (UniCat), bei dem die TU Berlin Sprecherhochschule ist.

Gerhard Ertl hat für seine wissenschaftlichen Leistungen zahlreiche Auszeichnungen bekommen, allein acht Honorarprofessuren finden sich auf der Liste seiner Ehrungen. Im Jahr 2007 wurde er mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.

Zur Bohlmann-Vorlesung

Die Bohlmann-Vorlesung wurde nach der Emeritierung des langjährigen Leiters des TU-Instituts für Chemie, dem 1991 verstorbenen Prof. Dr. Ferdinand Bohlmann, an der TU Berlin eingerichtet. Für diese Veranstaltung, die über den Rahmen einer gewöhnlichen wissenschaftlichen Vorlesung hinausgeht, werden jedes Jahr international herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingeladen. Veranstaltet wir die Bohlmann-Vorlesung vom Institut für Chemie der TU Berlin, der Bayer Schering Pharma AG und der Schering Stiftung Berlin, die im Rahmen der Veranstaltung auch den Schering-Preis 2008 vergibt.

„Elementarschritte bei der heterogenen Katalyse“ lautet der Titel der diesjährigen Bohlmann-Vorlesung, bei der der Nobelpreisträger für Chemie des Jahres 2007, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Gerhard Ertl, über sein Wissenschaftsgebiet, die Katalyseforschung, sprechen wird.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Drs. h.c. Helmut Schwarz
Institut für Chemie der TU Berlin
Tel.: 030/314-23483

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