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TU Berlin

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Erneuerer der Baukunst und Wegbereiter der Moderne

Freitag, 13. März 2009

Medieninformation Nr. 67/2009

Alfred Messel – Colloquium anlässlich seines 100. Todestages

Aus Anlass des 100. Todestages am 24. April 2009 wird das Architekturmuseum in Zusammenarbeit mit der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin ein zweitägiges Symposion in der provisorischen Schinkelschen Bauakademie veranstalten. Das Colloquium ist bereits ausgebucht. Journalistinnen und Journalisten sind zur Berichterstattung aber herzlich eingeladen.

Eröffnet wird die Tagung am 20. März mit Grußwörtern der Veranstalter, denen der Abendvortrag „Alfred Messel – Erneuerer der Baukunst und unzeitgemäßer Wegbereiter“ von Prof. Dr. Fritz Neumeyer, TU Berlin, folgt. Der darauffolgende Tag widmet sich ausschließlich Messels Schaffen und seiner Wirkung auf die nachfolgende Architektengeneration. Seiner Bedeutung auf die Entwicklung der deutschen Architektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird sowohl auf dem Gebiet des Landhausbaues, der Warenhäuser, der Villen als auch der Verwaltungshäuser nachgegangen. Am 22. März folgen schließlich Vorträge, die sich modernen Architekturströmungen der Zeit um 1900 im In- und Ausland und Messels besonderer Bedeutung widmen.

Das vollständige Programm können Sie einsehen unter:
http://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?set=1&p=352
Das Colloquium findet in der Internationalen Bauakademie Berlin, Schinkelplatz, 10117 Berlin statt.

Ausstellung

Schon jetzt möchten wir Sie auf die Messel-Ausstellung hinweisen, die vom Architekturmuseum und der Kunstbibliothek am 24. Oktober 2009 am Kulturforum in Berlin eröffnet wird. Die Beiträge des Symposions leiten einen reich bebilderten Ausstellungskatalog ein, der Messels große Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Architektur auf angemessene Weise würdigt.

Biographie

Alfred Messel (1853–1909), ausgebildet in der Architekturtradition der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an der Berliner Bauakademie, nahm bereits bei seinen ersten Bauten eine andere Position ein als die meisten seiner Kollegen. Im Unterschied zur allgemeinen Mode nach 1871 einen prächtigen mitunter überbordenden Stil zu wählen, verwendete er überwiegend einfache deutsche Renaissanceformen. 1893 kam es zur fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Messel und der Wertheim-Familie.

Während Messel deren erstes Verkaufshaus noch fest an den französischen Bautyp des Warenhauses anlehnte, folgte er beim zweiten an der Leipziger Straße in Berlin anderen Gestaltungsprinzipien. Anstelle einer horizontal gegliederten Fassade spannte Messel breite Glasbahnen zwischen schmale, gotisierende, vertikale Pfeiler, die vom Sockel bis zum Dach ununterbrochen durchliefen und die eiserne Innenkonstruktion des Hauses sichtbar zum Ausdruck brachten. Als er 1903/04 den Eckpavillon am Leipziger Platz in Berlin ausführen ließ, war die Verblüffung unter den Architekturkennern perfekt: Anstelle der strengen Pfeiler-Glasfassade war eine sehr viel gotisierendere, kleinteiligere und skulpturengeschmücktere Fassadenstruktur getreten.

Der Messel-Nachlass im Architekturmuseum

Das Architekturmuseum in der Universitätsbibliothek besitzt rund 1.800 Entwurfszeichnungen und Pläne aus Messels Architekturbüro. Vermutlich wurden die Zeichnungen bereits kurz nach seinem Tod 1909 an das damalige Architekturmuseum der Königlich-Technischen Hochschule zu Berlin übergeben. Für die wissenschaftliche Aufarbeitung von Messels Œuvre ist dieser Bestand unumgänglich, der vom Architekturmuseum vor wenigen Jahren digitalisiert und seitdem für jeden Interessierten zugänglich gemacht worden ist.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Robert Habel
Architekturmuseum der TU Berlin
Tel.: 030/314-23116
Fax: -79492

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