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TU Berlin

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„Warum seid Ihr nicht ausgewandert?“ – Überleben in Berlin 1933 bis 1945

Montag, 20. Oktober 2008

Medieninformation Nr. 273/2008

Einladung zu der Vortragsreihe „Lebenszeugnisse“

Die Gesprächsreihe mit Zeitzeugen findet als gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin und des Literaturforums im Brecht-Haus statt, in der Regel jeweils am letzten Donnerstag im Monat. Vorgestellt werden – durch Lesung, Gespräch und Diskussionen – Biographien mit einem zeitgeschichtlichen Bezug. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Themen Verfolgung, Widerstand und Exil während der NS-Zeit.

Am 30. Oktober 2008 diskutiert Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, mit der Autorin Irène Alenfeld. Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein und bitten Sie, in Ihrem Medium auf dieses Gespräch hinzuweisen. Bitte leiten Sie diese Information auch an Ihre Kultur-/Feuilletonredaktion weiter:

Überschrift
Zeit:
am Donnerstag, dem 30. Oktober 2008, 20.00 Uhr
Ort:
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestr. 125, 10115 Berlin
Eintritt:
5 Euro, ermäßigt 3 Euro; kein Kartenvorverkauf

„Ich werde um der Kinder willen meine Position als Deutscher bis zum Letzten verteidigen“, schreibt 1937 der aus einer Bankiersfamilie stammende Erich Alenfeld. Der Weltkriegsoffizier jüdischer Abstammung lebt als evangelischer Christ und deutscher Patriot in Berlin. Er ist zutiefst verletzt, als ihn die Gesetze der Nationalsozialisten zum jüdischen „Rassenfeind“ stempeln. Die Emigration kommt für ihn und seine „arische“ Frau Sabine mit den beiden Kindern Irène und Justus dennoch nicht in Frage. Sie bleiben und überleben mit der Hilfe von Freunden in Berlin. Vierzig Jahre später entdeckt Irène Alenfeld, 1933 geboren, im Nachlass ihrer Eltern Hunderte von Briefen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Sie helfen ihr, Antworten auf die Frage zu finden, die sie vor allem als Jugendliche stark bewegt hat: „Warum seid Ihr nicht ausgewandert?“. Diese Schriftzeugnisse hat Irène Alenfeld zu einer ergreifenden Familienbiografie verarbeitet, die zeigt, wie sich die nationalsozialistische Gewaltherrschaft auf eine „privilegierte Mischehe“ auswirkte und wie viel Zivilcourage notwendig war, um das „Dritte Reich“ zu überleben.

Irène Alenfeld ist Konferenzdolmetscherin und war unter anderem an der Deutschen Botschaft in Washington tätig. Daneben ist sie freie Publizistin für Zeitungen, Zeitschriften und Hörfunk.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Yasemin Shooman
Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin
Tel.: 030/314-25467
Fax: -21136

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