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TU Berlin

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Gemeinsame Pressemitteilung der Technischen Universität Berlin und der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz

Wider die Macht der Gewohnheit

Dienstag, 06. Mai 2008

Medieninformation Nr. 98/2008

TU-Forschungsprojekt nutzt Lebensereignisse für eine Berliner Kampagne zum nachhaltigen Konsum und wirbt mehr als 500.000 Euro Drittmittel ein

Endlich den Stromanbieter wechseln, mehr Bioprodukte kaufen und weniger Auto fahren . . . Wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze, die regelmäßig im Alltag untergehen, weil es mühsam ist, eingefahrene Routinen zu verändern? Auch gutgemeinte Tipps von Umwelt- und Verbraucherverbänden helfen da wenig, denn am mangelnden Wissen liegt es ja eigentlich nicht . . .

An dieser Problematik setzt das Forschungsprojekt „Lebensereignisse als Gelegenheitsfenster für eine Umstellung auf nachhaltige Konsummuster“ der TU Berlin und der Justus-Liebig-Universität Gießen an. „Wir adressieren die Konsumenten in Lebenssituationen, in denen sie ohnehin ihre Alltagsabläufe überdenken müssen, also kurz nach der Geburt eines Kindes oder frisch nach ihrem Umzug nach Berlin. In diesen Phasen ist die Offenheit für Informationen und Verhaltensänderungen groߓ, erläutert die Projektleiterin Prof. Dr. Martina Schäfer. Mit telefonischer Beratung, Informationsmaterialien und Angeboten wie zum Beispiel Gutscheinen, Kochkursen, Fahrradtouren ins Umland oder Freitickets sollen die beiden Zielgruppen dazu motiviert werden, nachhaltigeres Ernährungs-, Mobilitäts- oder Energieverhalten zu erproben.
Dabei wird für die Planung und Durchführung der Kampagne eng mit Berliner Akteuren kooperiert. Dazu zählen Anbieter von Ökostrom und CarSharing, Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs, Anbieter von regionalen oder Bio-Lebensmitteln, Krankenkassen sowie Umwelt- und Verbraucherverbände. Ziel ist es, diesen Unternehmen und Verbänden erprobte Kampagnenkonzepte an die Hand zu geben. „Damit wollen wir dazu beitragen, dass Kommunikationsmaßnahmen im Bereich nachhaltiger Konsum tatsächlich verhaltenswirksam werden und die eingesetzten Mittel nicht einfach verpuffen“, betont der Umweltpsychologe PD Dr. Sebastian Bamberg von der Universität Gießen. Die Wirksamkeit der Kampagne wird von wissenschaftlicher Seite mit Fragebögen und persönlichen Interviews evaluiert.

Für Berlin schafft das Projekt die Möglichkeit, sich stärker in dem Feld „Nachhaltiger Konsum“ zu profilieren. „Wir hoffen, dass durch die Kooperation zwischen Unternehmen und Verbänden aus den verschiedensten Bereichen viele Synergien und kreative Ideen entstehen“, begründet der Staatssekretär der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, sein Engagement als Schirmherr. Am 8. Mai 2008 werden Wissenschaft und Praxis sich zum internen Projektauftakt erstmalig an der TU Berlin treffen.

Das Forschungsprojekt wird gemeinsam mit zehn anderen Vorhaben zum Themenfeld „Nachhaltiger Konsum“ in den nächsten drei Jahren innerhalb des Forschungsprogramms „Sozial-ökologische Forschung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit 569.000 Euro gefördert. Insgesamt stehen für die zehn Projekte im Förderschwerpunkt zum nachhaltigen Konsum 9 Millionen Euro zur Verfügung.

stt

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer
Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin
Tel. (030) 314-26854

www.sozial-oekologische-forschung.org

„EIN-Blick für Journalisten“ – Serviceangebot der TU Berlin für Medienvertreter:
Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

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