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Montag, 05. Mai 2008

Medieninformation Nr. 97/2008

TU-Forscher testen neue Methoden für ein besseres Miteinander im ländlichen Raum

Wie kann das Miteinander von Vereinen, Initiativen und Projekten im ländlichen Raum verbessert werden? Dr. Ulrike Schumacher vom Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der TU Berlin weiß die Antwort: Im Abschlussbericht ihres von der VolkswagenStiftung geförderten Projektes ist diese jetzt im Internet für alle zugänglich.

Dr. Ulrike Schumacher hat untersucht, wie das amerikanische „Community Organizing“ auf soziale Beziehungen im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland übertragen werden kann. Community Organizing ist eine Methode, um lokale zivilgesellschaftliche Bündnisse aufzubauen und durch gemeinsames Handeln mehr zu erreichen. In einer einjährigen Kooperation mit dem Kreis-Kinder- und Jugendring Märkisch-Oderland e.V. wurden die Potenziale des „Community Organizing“ für den ländlichen Raum erforscht.

Das Ergebnis gibt Hoffnung: In ihren acht Monaten vor Ort gelang es der Wissenschaftlerin in vielen Einzelgesprächen mit den Beteiligten des regionalen Netzwerkes und während gemeinsamer Diskussionen das „Wir“-Gefühl innerhalb der Gruppe und den gegenseitigen Respekt der Protagonisten voreinander zu stärken. So lassen sich neue Probleme schneller lösen.

Fazit des Modellvorhabens: Von staatlichen Geldern weitgehend oder gänzlich unabhängige Bürgerorganisationen wie in den USA verbreitet, sind in einem Flächenland wie Brandenburg nicht einfach machbar. Viele gemeinnützige Einrichtungen sind eng mit der öffentlichen Hand verflochten und tragen ihren Teil zur Sicherung der Daseinsvorsorge bei – man ist aufeinander angewiesen. Der Zuschnitt des Landkreises („Tortenstück“) bringt für wachsende Ortschaften im Speckgürtel andere Herausforderungen als für dünner besiedelte Räume und kleine Dörfer.

Die Instrumente wirken besonders im örtlichen Maßstab, und dies umso mehr, je langfristiger sie angegangen werden. Eine stabilere, breitere bürgerschaftliche Mitwirkung ist weder im Schnelldurchlauf, noch kostenlos zu haben. Im Ergebnis stehen aber nicht nur lebendigere Gemeinwesen, sondern es werden auch spätere Folgekosten für die öffentliche Hand erspart. So ist das „Community Organizing“, sinnvoll an deutsche Verhältnisse angepasst, auch in Deutschland ein Berufsfeld von wachsender Bedeutung.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Ulrike Schumacher
Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der TU Berlin
Tel.: + 49 (0) 176 – 29 44 63 46

„EIN-Blick für Journalisten“ – Serviceangebot der TU Berlin für Medienvertreter:
Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

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