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Stabsstelle Kommunikation, Events und AlumniMedieninformation Nr. 108/2008

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TU Berlin auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin-Schönefeld

Montag, 19. Mai 2008

Medieninformation Nr. 108/2008

Beiträge zur Erforschung des Sonnensystems, volumenoptimierte Flugobjekte und der Beginn eines neuen Ballonzeitalters sind an den TU-Ständen zu sehen und zu erleben

Sieben Fachgebiete der TU Berlin werden sich in diesem Jahr an der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin-Schönefeld vom 27. Mai bis zum 1. Juni beteiligen und stellen ihre Forschungsprojekte am Gemeinschaftsstand „Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg“ in Halle 7a, Stand 260 vor. Die Exponate BeeSat und Mondrover sind auf dem Gemeinschaftsstand des FAV in der „Space World“ Halle 9 zu sehen.

Geodäsie, Kartographie und Exploration des Sonnensystems

Die neue Professur für Planetengeodäsie der Technischen Universität Berlin liefert wichtige Beiträge für die Erforschung des Sonnensystems. Das Fachgebiet Planetengeodäsie beschäftigt sich mit der Bestimmung von Größe, Form und Rotation der Planeten und ihrer Monde sowie mit der Produktion von genauen Planetenkarten, eine wichtige Grundlage für zukünftige Planetenmissionen. Prof. Dr. Jürgen Oberst ist beteiligt an der Messenger Mission zum Planeten Merkur, der japanischen Mondmission „Kaguya“, der „Lunar Reconnaissance Mission“ (LRO), die im Oktober 2008 an den Start geht, sowie an der kommenden „Mission ExoMars“, die erstmalig einen europäischen Rover auf den Mars befördern wird. Alle Missionen liefern u. a. Bilddaten und Laser-Altimeter-Messungen von den Planetenoberflächen, die Wissenschaftlern der TU Berlin zur Verfügung stehen werden. Die wissenschaftlichen Arbeiten werden mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Berlin-Adlershof koordiniert.

Kontakt: Hartmut Lehmann, Prof. Dr. Jürgen Oberst, Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik, Fachgebiet Planetengeodäsie, Tel.: 030/314-26398, -79701, Fax: -21973, E-Mail:

FIPAC – Future Integrated Passenger Aircraft Cockpit (The Windowless Aircraftcockpit)

Um existierende Risiken im Luftverkehr wie Flugzeugkollisionen oder Kontrollverlust weiter zu reduzieren gilt es, die derzeit bestehenden Cockpitkonzeptionen grundlegend zu ändern. Die extrem dichte Informationsvielfalt heutiger Glascockpits lässt sich in möglichen Ausnahmesituationen nur noch sehr schwer bewältigen. Das „FIPAC“-Forschungsprojekt beschreitet hinsichtlich dieser Problematik neue Wege, realisiert eine intuitive Informationsdarstellung unabhängig von bestehenden Wetter- und Sichtverhältnissen und passt das gesamte Cockpitinterface auf menschliche Stärken an. Dazu sollen verschiedene bereits validierte sowie neuartige Konzepte zur Mensch-Maschine-Interaktion implementiert und auf Bedienungsverbesserung hin untersucht werden. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf der fensterlosen Sicht- und Informationsdarstellung für ein gesteigertes Situationsbewusstsein und auf einem intuitiven Cockpitinformations- und Bedienkonzept.

Kontakt: Prof. Dr. Gerhard Hüttig, Dipl.-Ing. Christian Berth, Institut für Luft- und Raumfahrt, Fachgebiet Flugführung und Luftverkehr (FF), Tel.: 030/314-22704, Fax: -24459, E-Mail:

AASSN – Advanced Aeronautical Scientific Simulation Network

Um die Sicherheit im Luftverkehr trotz schnell wachsender Anzahl an Flugbewegungen auf dem derzeit hohen Niveau halten zu können bedarf es weiterführender Forschung in den Bereichen Luftverkehrsmanagement, Flugführungs- und Kontrollsystemen sowie bei der Auslegung und Anwendung von Flugverfahren. Mit dem am Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin realisierten Simulationsnetzwerk lassen sich durch die Kopplung von verschiedenen Simulatoren, Lotsenkontrollstationen und Koordinierungsstellen die entsprechenden Forschungsvorhaben realitätsnah umsetzen. Zu den vor Ort befindlichen Simulatoren (A330/340 FFS, AARES, SEPHIR, COCOS, KATMS) lassen sich jederzeit über eine gesicherte Netzwerkverbindung Subsysteme für einzelne Simulatoren oder weitere Simulatoren hinzufügen. So kann zum Beispiel ein auswärts in Entwicklung befindliches Subsystem über das Netzwerk in einen der genannten Simulatoren integriert und getestet werden, ohne es nach Berlin transportieren zu müssen.

Kontakt: Prof. Dr. Gerhard Hüttig, Dipl.-Ing. Christian Berth, Institut für Luft- und Raumfahrt, Fachgebiet Flugführung und Luftverkehr (FF), Tel.: 030/314-22704, Fax: -24459, E-Mail:

Projektwerkstatt „Volumenoptimierte Flugobjekte“ - PW VoFo

In Projektwerkstätten forschen Studierende aus unterschiedlichen Fachrichtungen eigenverantwortlich. Die Projektwerkstatt „Volumenoptimierte Flugobjekte“ ist dem Institut für Luft- und Raumfahrt angegliedert. Sie beschäftigt sich mit Leichter-als-Luft-Technologie. Denkbare Anwendungen sind Schwertransporter,  fliegende Kreuzfahrtschiffe und Stratosphärenplattformen. Um die Flugeigenschaften von Luftfahrzeugen zu untersuchen, zu vergleichen und zu verbessern, hat sie eine Mess- und Regeleinheit entwickelt. Diese mitfliegende Einheit überträgt Flugparameter in Echtzeit mittels WLAN. Zusätzlich können die Flugparameter direkt am Luftfahrzeug geregelt werden. Erprobt wurde sie an einem 3,5 m langen Versuchsluftschiff, das zusammen mit der Mess- und Regeleinheit ausgestellt wird.

Kontakt: Martin Wähmer, Institut für Luft- und Raumfahrt, Projektgruppe „Vo-lumenorientierte Flugobjekte“, Tel.: 030/314-21441, Fax: -21306, E-Mail: , Internet: www.aquarius-aerospace.de

AQUAJET - Kleinsatellitenantriebe für orbitale Transfermanöver

Je nach Masse werden Kleinsatelliten in Micro-, Nano- und Picosatelliten eingeteilt. Derzeit wird an der TU Berlin der weltweit modernste, 3-Achsen-stabilisierte Pico-Satellit (BeeSat) entwickelt. Um leistungsfähige Konstellationen oder Formationen von Kleinsatelliten zum Zwecke der Erdbeobachtung oder der weltweiten satellitengestützten Kommunikation im Orbit auf- und auch wieder abzubauen, benötigen diese ein eigenes Antriebssystem. Darüber hinaus bilden Kleinsatellitenantriebe die Voraussetzung für eine effiziente Verlängerung oder Verkürzung der Aufenthaltsdauer der Satelliten im Orbit. Letzteres ist vor allem im Hinblick auf die geforderte Außerdienststellung der Satelliten nach vollendeter Mission (Space Debris Mitigation) von besonderer Bedeutung. Derzeit werden an der TU Berlin in Zusammenarbeit mit dem Aerospace Institut sowie der Berliner Raumfahrtfirma Aerospace Innovation umweltfreundliche Kleinsatellitenantriebe unter der Bezeichnung AQUAJET entwickelt.

Kontakt: Dr.-Ing. Harry Adirim, Norbert Pilz, Institut für Luft- und Raumfahrt
Tel.: 030/314-26719/22826, Fax: 030/314-21306, E-Mail: , Internet: www.aquarius-aerospace.de

Energiesparwunder: Ein neues Zeitalter in der Ballonfahrt beginnt

Die Festo AG und die TU Berlin präsentieren auf der Freifläche am ILA-Bahnhof und in Halle 7a, Stand 260 den ersten kommerziellen Heißluft-Ballon „UltraMagic M105-íX“ mit innovativem Membran-Flock-Dämmstoff. Verbrauchseinsparungen von 50 Prozent und mehr schonen die Umwelt bei gesteigerter Leistungsfähigkeit. Ausgehend von der Folienisolation des „HeiDAS“-Dampfballons, entwickelten Forscher der Festo AG und der TU Berlin gemeinsam mit dem spanischen Heißluftballonbauer UltraMagic einen innovativen und alltagstauglichen Dämmstoff auf Gewebebasis. Der „aerofabríxTMiMeFD“ ist der weltweit leistungsfähigste, leichteste und kompakteste Dämmstoff, der zugleich ein hohe reversible Komprimierbarkeit und die Eignung für hohe Temperaturen aufweist. Durch Anwendung einer einzigen 6 mm dicken Lage Isolation wird der Brennstoffverbrauch des 3.000 Kubikmeter umfassenden und 25 Meter hohen Heißluftballons mehr als halbiert. Mehrere Propanzylinder können im Betrieb eingespart werden, was Platz für zusätzliche Passagiere schafft. Die Isolation verringert die Temperaturbelastung der tragenden Hülle und erhöht die Festigkeit und Lebensdauer. Somit liefert die Isolation trotz des Mehraufwands sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile. Mit dem isolierten M105-íX Ballon zeigt Festo eine weitere innovative Entwicklung für die „Leichter als Luft“-Fahrt im Rahmen des „Air in Air“-Eventmarketing. Festo präsentiert sich im Bereich des Event-Marketing ebenso innovativ und energieeffizient, wie im Kernkompetenzfeld der indus-triellen Automation mit pneumatischen und elektrischen Antrieben. Journalisten und Medienvertreter sind am 27. Mai um 7.00 Uhr zur offiziellen Jungfernfahrt eingeladen. Eine gesonderte Einladung hierzu folgt.

Kontakt: Dr. Alexander Bormann, Institut für Luft- und Raumfahrt, Fachgebiet Luftfahrzeugbau und Leichtbau, Tel.: 0700/24774477, E-Mail:

Satelliten-Know-how der TU Berlin

Außerdem präsentiert Prof. Dr.-Ing. Klaus Brieß vom Fachgebiet Raumfahrttechnik auf dem Stand der Raumfahrtinitiative Berlin/Brandenburg (RIBB) in der „Space World“ Halle 9 das Satelliten-Know-how der TU Berlin und der Region in Form von Modellen eines Mikrosatelliten der TUBSAT-Flotte (jüngster Start: 2007), eines Nanosatelliten der RIBB (geplanter Start: 2010) und eines Picosatelliten (Start: Oktober 2008) sowie eines „Micro Rovers“ zur planetaren Erkundung. Die TU Berlin hat bereits sieben Satelliten mit Studierenden und ausländischen Gastwissenschaftlern entworfen, integriert, verifiziert und erfolgreich im Erdorbit betrieben.

Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Klaus Briess, Institut für Luft- und Raumfahrt, Fachgebiet Raumfahrttechnik, Tel.: 030/314-21339, Fax: -79545, E-Mail: , Internet: http://ilr.tu-berlin.de

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Angelika Baron
TU Berlin Servicegesellschaft
Tel.: 030/44720244

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