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TU Berlin

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Mit Gedanken den Computer steuern

Mittwoch, 14. Mai 2008

Medieninformation Nr. 106/2008

Einladung zur Schülerinnen-Uni der TU Berlin / Nächste Vorlesung am 21. Mai 2008

Den eigenen Computer ohne Joystick, sondern allein mit der Kraft der Gedanken steuern – noch hört sich das an wie Zukunftsmusik. Das muss es aber nicht bleiben, denn bereits heute können einfache Anwendungen auf diese Weise bedient werden. 

Wie die Verbindung zwischen Gehirn und Computer funktioniert, wird zurzeit von einer Projektgruppe erforscht. Einblick in den aktuellen Stand der Forschung gibt Professor Dr. Klaus-Robert Müller in seiner Vorlesung „Gehirn-Computer-Schnittstellen“.

Zeit:
Mittwoch, den 21. Mai 2008, 16.00–18.00 Uhr
Ort:
TU Berlin, Einsteinufer 11, 10587 Berlin, Gebäudeteile Elektromaschinen (EM) und Hochspannungstechnik (HT), Raum: EMH 225

Wir möchten Sie bitten, in Ihrem Medium auf die Veranstaltung hinzuweisen.

Die Vorlesung ist eine gemeinsame Veranstaltung der TU Berlin und des Fraunhofer-Instituts Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST), Arbeitsgruppe Intelligente Datenanalyse.

Bereits seit einigen Jahren arbeiten Forschungsgruppen aus Neurologen und Informatikern in Europa und den USA an Systemen, die einen direkten Dialog zwischen Mensch und Maschine ermöglichen sollen. Hierzu wird eine Schnittstelle zwischen Gehirn und Rechner entwickelt, das so genannte Brain-Computer Interface (BCI). An der Kopfhaut angebrachte Elektroden messen die hirnelektrischen Signale. Diese werden verstärkt und an den Computer übermittelt, der die Gehirnsignale in technische Steuerungssignale umwandelt.

Das Funktionsprinzip des BCI basiert darauf, dass die Hirnaktivität bereits die rein gedankliche Vorstellung eines Verhaltens widerspiegelt, zum Beispiel die Vorstellung, eine Hand oder einen Fuß zu bewegen. Das BCI erkennt die damit korrelierenden Veränderungen des Hirnstrombildes und nutzt sie. Auf diese Weise können Geräte gesteuert werden, die an einen Computer angeschlossen sind.

Gefördert wird das Forschungsprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Damit verbunden ist das Ziel, einerseits Systeme für den rechnergestützten Arbeitsplatz zu entwickeln, die es beispielsweise ermöglichen, einen Cursor per Gehirnwellen zu steuern. Andererseits geht es darum, medizinische Werkzeuge für Patienten zu entwickeln, die von Muskelschwund betroffen oder querschnittsgelähmt sind.

Die Untersuchungen der Hirnströme werden gemeinsam vom Fraunhofer-Institut FIRST, Arbeitsgruppe Intelligente Datenanalyse, unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus-Robert Müller, und der Arbeitsgruppe Neurophysik, Klinik für Neurologie am Campus Benjamin Franklin der Charité – Universitätsmedizin Berlin, unter der Leitung von Prof. Dr. Gabriel Curio durchgeführt.

Dies ist die dritte Vorlesung in der zweiten Runde der „Schülerinnen-Uni“ an der TU Berlin. Die Veranstaltungsreihe, die im vergangenen Wintersemester begann und nun im Sommersemester fortgesetzt wird, informiert Schülerinnen über die vielfältigen Inhalte und Chancen in der Informatik und Elektrotechnik. Sie richtet sich an Schülerinnen der Klassenstufen 10-13.

An die 45-minütige Vorlesung schließt sich eine Diskussionsrunde an. Hier können Fragen zum Thema, auch solche, die sich aus dem Unterricht ergeben, gestellt und die Auswirkungen der Technik auf den Menschen und die Gesellschaft diskutiert werden. Die Fragen können vorab an folgende E-Mail-Adresse geschickt werden:

Danach gibt es die Möglichkeit, mit den anderen Teilnehmerinnen ins Gespräch zu kommen. Die Vorlesungen bauen nicht aufeinander auf, können also auch einzeln besucht werden. Zum Abschluss der Vorlesungsreihe werden individuelle Teilnehmer-Zertifikate ausgegeben. Die Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik, GET-IT! [Girls, Education, Technology] organisiert und führt die Veranstaltungen durch.

Es wird gebeten, sich unter für die Vorlesungen anzumelden unter der
E-Mail-Adresse: . Die Teilnahme ist kostenlos.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Bettina Liedtke M.A.
Tel.: 030/314-25491
Fax: -21739

Homepage

„EIN-Blick für Journalisten“ – Serviceangebot der TU Berlin für Medienvertreter:
Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

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