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TU Berlin

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„Längst nicht mehr koscher – die Geschichte einer jüdischen Familie“

Montag, 30. Juni 2008

Medieninformation Nr. 165/2008

Einladung zu der Vortragsreihe „Lebenszeugnisse“

Die Gesprächsreihe mit Zeitzeugen findet als gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für Antisemitismusforschung und des Literaturforums im Brecht-Haus statt, in der Regel jeweils am letzten Donnerstag im Monat. Vorgestellt werden – durch Lesung, Gespräch und Diskussionen – Biographien mit einem zeitgeschichtlichen Bezug. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Themen Verfolgung, Widerstand und Exil während der NS-Zeit.

Am 10. Juli 2008 diskutiert Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, mit der Autorin Claudia Erdheim. Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein und bitten Sie, in Ihrem Medium auf dieses Gespräch hinzuweisen. Bitte leiten Sie diese Information auch an Ihre Kultur-/Feuilletonredaktion weiter:

Zeit:
am Donnerstag, dem 10. Juli 2008, 20.00 Uhr
Ort:
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestr. 125, 10115 Berlin
Eintritt:
5 Euro, ermäßigt 3 Euro; kein Kartenvorverkauf

Die Familiensage, die einen zeitlichen Bogen zwischen den Jahren 1874 und 1945 spannt, erzählt die Geschichte der fünf Brüder Erdheim und deren Nachkommen. Der Familienpatriarch Moses Erdheim lebt mit seiner Frau Esther und den fünf Söhnen in Borysław, im österreichischen Galizien. Sie sind fromme, aber aufgeklärte Juden. Die Familie ist sehr wohlhabend, sie besitzt Gruben, eine Erdölraffinerie und eine Brauerei. Doch ihr Schicksal und das der nachfolgenden Generationen wird vom Lauf der Geschichte bestimmt. Drei Söhne ziehen Ende des 19. Jahrhunderts nach Wien, zwei bleiben in Galizien. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten ist die Familie in Gefahr. Die in Drohobycz verbliebenen Erdheims kommen im Ghetto um, ihr Sohn, der in Ungarn lebt, stirbt im KZ Melk, einem Außenlager von Mauthausen. Zwei Familienmitglieder irren unter falschem Namen durch das besetzte Polen, bis die Rote Armee eintrifft. Die Tochter des zweiten Sohnes – es handelt sich um die Mutter der Autorin – ist in Wien mit einem Widerstandskämpfer liiert, den die Gestapo einsperrt. Beide überleben den Krieg.

Claudia Erdheim hat in dem authentisch eingefärbten Roman die Geschichte ihrer Familie im Spannungsfeld zwischen Emanzipation, Isolation und Verfolgung nachgezeichnet. Sie lebt als Schriftstellerin in Wien.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Yasemin Shooman
Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin
Tel.: 030/314-25467
Fax: -21136.

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