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TU Berlin

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70 Jahre nach Evian – Menschenrechte und Schutz von Flüchtlingen

Freitag, 20. Juni 2008

Medieninformation Nr. 153/2008

Pressekonferenz des Zentrums für Antisemitismusforschung am 2. Juli 2008 / Einladung

Im Juli 1938 trafen in Evian am Genfer See auf Initiative der US-Regierung Abgesandte von 32 Nationen sowie Vertreter von Hilfsorganisationen zusammen, um über das Problem der jüdischen Flüchtlinge aus Deutschland und Österreich zu beraten. Die Konferenz endete enttäuschend für Hunderttausende, die darauf gehofft hatten, dass die Regierungen sich auf humanitäre Lösungen einigen würden, doch kein Land erklärte sich bereit, die Aufnahmebedingungen für die Flüchtlinge zu lockern. Dies bedeutete für die meisten von ihnen den sicheren Tod in den nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern.

Genau 70 Jahre nach dem Scheitern der Flüchtlingskonferenz widmet sich nun das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin diesem Thema und veranstaltet am 30. Juni und 1. Juli 2008 gemeinsam mit Pro Asyl e.V. und dem Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Deutschen Bundestag eine internationale Tagung. Mit dieser Konferenz, die sowohl im Deutschen Bundestag als auch in der TU Berlin stattfindet, soll nicht nur an die gescheiterte Flüchtlingskonferenz von Evian erinnert, sondern sowohl die Öffentlichkeit als auch die Politik auf die aktuellen Missstände der europäischen Flüchtlingspolitik aufmerksam gemacht werden.

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 2. Juli 2008 sollen die Ergebnisse dieser Tagung und die neuesten Entwicklungen in der Asyl- und Flüchtlingspolitik der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Länder der europäischen Union tragen in der heutigen Flüchtlingskrise die Verantwortung dafür, wie human oder inhuman mit Flüchtlingen umgegangen wird. Tatsache ist jedoch, dass es bereits heute vielen Menschen, die auf der Flucht sind, nicht mehr gelingt, nach Europa zu gelangen, und dass viele in europäischen Ländern unter prekären Umständen als Illegale und Geduldete leben müssen. Welche Lehren sind aus der Geschichte zu ziehen, welche Fragen müssen an die europäische Asylpolitik gestellt werden, wie können Asylpolitik und humanitäre Grundwerte in Zukunft besser in Einklang gebracht werden?

Antworten auf diese Fragen geben Prof. Dr. Wolfgang Benz (Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung), Dr. Claudia Curio (Zentrum für An-tisemitismusforschung) und Heiko Kauffmann (Pro Asyl). Wir möchten Sie herzlich zu dieser Pressekonferenz einladen:

Zeit:
Mittwoch, 2. Juli 2008, 10.30 Uhr
Ort:
TU-Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Raum H 2036
Hinweis:
Um Anmeldung bis zum 30. Juni 2008 wird gebeten (siehe Faxdownload oder per E-Mail: )

Das vollständige Programm der Tagung finden Sie im Internet unter: http://zfa.kgw.tu-berlin.de/festung_europa.pdf. Besonders hinweisen möchten wir auf die Podiumsdiskussion am 1. Juli, an der unter anderem die MdB Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) und Holger Haibach (CDU/CSU) teilnehmen werden (Moderation: Alfred Eichhorn, Inforadio). Journalistinnen und Journalisten müssen sich für die Veranstaltung am 30. Juni durch den Deutschen Bundestag akkreditieren lassen; die Teilnahme am 1. Juli in der TU Berlin ist ohne Anmeldung möglich.

Anlässlich der Tagung erscheint im Loeper Literaturverlag das Buch „Von Evian nach Brüssel. 70 Jahre nach Evian. Menschenrechte und Schutz von Flüchtlingen“, herausgegeben von Wolfgang Benz, Claudia Curio und Heiko Kauffmann.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Claudia Curio
Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin
Tel.: 030/314-23080
Fax: -21136

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